Auto erfasst

06. August 2017 10:00; Akt: 06.08.2017 14:14 Print

Felbertauernstraße von Mure verschüttet

Bei einem gewaltigen Murenabgang am Samstag in Osttirol ist die Felbertauernstraße bis zu einem halben Meter hoch verlegt worden. Auch ein Pkw wurde bei dem Unfall erfasst.

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Die Hochwasser-Fluten rissen ein riesiges Stück der Sölkpass Straße in der Steiermark einfach mit. "Die Erzherzog-Johann Strasse-ist über eine Länge von ca. 100 Metern nicht mehr existent", berichtet der Feuerwehrverband Liezen. Sölk wurde von den Unwettern massiv getroffen: Ein Gebäude ist massiv gefährdet, mehrere Brücken zerstört bzw. verschüttet. Mit Hubschraubern des Innenministeriums und des Bundesheeres wurden Menschen aus nicht erreichbaren Almen in der Sölk evakuiert. Weiters wird ein Baggerfahrer in das Walchental eingeflogen, damit Verklausungen nicht zu weiteren Überschwemmungen im Ortsgebiet von Öblarn führen können. Im Ortsgebiet von Öblarn mussten zahlreiche Keller ausgepumpt werden. Nach wolkenbruchartigen Regenfällen verklauste der Schloßbach den Rechen zum Abfluss unter der Umfahrungsstrasse Voitsberg. Dadurch staute sich das Wasser ca. 40 cm im Bereich der Zufahrt zum Schloßpark. Durch den Druck wurde der Zaun zum benachbarten Firmenobjekt umgerissen, sodass reichlich Wasser in das Firmengelände gelangte. Da auch die Gefahr einer Überflutung des Voitsberger Bahnhofes bestand, wurde eine Kontrollfahrt durchgeführt. Die Freilegung des Rechens wurde durch die Straßenmeisterei Voitsberg vollzogen. Durch den Starkregen gelangte Wasser in den Keller eines Mehrfamilienhauses. Mit Nasssaugern wurde der Keller trocken gelegt. Bereits am Samstag, dem 5.8.2017 musste die FF Voitsberg in den späten Abendstunden ausrücken, um einen umgestürzten Baum in der Lobmingstrasse von der Gemeindestrasse zu entfernen. Hier waren 6 Kameraden im Einsatz. Aufgrund massiver Schäden durch den Sturm an der Freileitung der Stadtwerke Köflach im Bereich der Ströbernen Brücke in Edelschrott wurde die FF Voitsberg und die FF Mooskirchen angefordert. Mit den 100 KVA-Stromgeneratoren wurde in den Abendstunden des Sonntag, 6. August 2017 die Versorgung mit Strom für dieses Gebiet aufrecht erhalten. Murenabgang auf die Felbertauernstraße. Murenabgang auf die Felbertauernstraße. Murenabgang auf die Felbertauernstraße. Murenabgang auf die Felbertauernstraße. Murenabgang auf die Felbertauernstraße. Murenabgang auf die Felbertauernstraße. Murenabgang auf die Felbertauernstraße. Murenabgang auf die Felbertauernstraße. Murenabgang auf die Felbertauernstraße.

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Die Mure ging gegen 20.15 Uhr im Bereich des Peterbachgrabens in Richtung des Tauernbaches ab und verschüttete die Felbertauernstraße bis zu einem halben Meter hoch.

Zur selben Zeit fuhr ein 45-jähriger aus Schweden in Begleitung einer Bekannten mit seinem Pkw in Fahrtrichtung Matrei. Als der Schwede die Mure bemerkte, war es bereits zu spät. Das Auto wurde von den gewaltigen Schlammmassen erfasst und blieb darin stecken.

Die beiden Fahrzeuginsassen konnten sich selbständig aus dem Wagen befreien und wurden unverletzt zu ihrem Quartier nach Matrei in Osttirol gebracht.

Unwetter wütete in Tirol

Das heftige Unwetter in Tirol sorgte auch in anderen Teilen des Landes für Chaos. Im Zillertal waren unter anderem die Tuxer Landesstraße bei Finkenberg nur schwer passierbar. In Ginzling ging ebenfalls eine Mure auf die Schlegeis-Mautstraße ab. Die Straße wurde circa 20 Meter verschüttet.

Im Stubaital waren vor allem die Gemeinden Fulpmes, Telfes, Mieders und Schönberg von den Unwettern betroffen. In Oberbergtal verlegten zudem zwei Muren eine Straße.

Die Einsatzkräfte befanden sich am Wochenende im Dauereinsatz. Zahlreiche Straßen waren durch die Unwetter verschüttet oder überflutet. Die Feuerwehr zählte mehr als 170 Einsätze. Alleine in Mayrhofen im Zillertal rückten die Florianis 70 Mal aus.

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(wil)

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