Kolumne

23. April 2019 05:30; Akt: 23.04.2019 07:31 Print

Glattauer: Die Schule beginnt nicht mit Mathe

Schuldirektor Glattauer gibt Noten. Heute: Die Schule beginnt nicht mit Mathe. Und: Das Handy und der Fußgängerverkehr.

Glattauer gibt Noten: Die Kolumne jeden Montag in

Glattauer gibt Noten: Die Kolumne jeden Montag in "Heute". (Bild: heute.at)

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Die Schule beginnt nicht mit Mathe

Warum ich über die U-Bahn schreibe, statt über die Schulpolitik, fragt Leserin Anita S. Antwort eins: Weil die Schulpolitik aktuell noch unterirdischer ist als die U-Bahn; Antwort zwei: DER SCHULWEG! Die Schule beginnt ja nicht mit Mathe, Schminken oder Raufen. Die Schule beginnt mit dem Schulweg - und der ist für hunderttausende österreichische Schüler ein öffentlicher.

Und damit zu meinem römischen Einser für die Verkehrsplanerinnen und -planer in Wien. Favoritenstraße! Die wurde jetzt U1-ausbaubedingt vom Reumannplatz bis zum Verteilerkreis über ein Jahr generalrenoviert, komplett aufgerissen, ausgebahnlt, zugeschüttet, ein Jahr lang Baustelle, aktuell im Fertigwerden.

Und, WOW!, du glaubst es nicht! Der Bereich für Fußgänger ist endlich so, dass er den Namen "BeREICH" auch verdient. Doppelt so breit wie vorher, in regelmäßigen Abständen Verkehrsinseln für Bankerl und Tische; und Raum für Baum, Strauch, Blumen. Die Fahrbahn ist immer noch breit genug für Verkehr und Gegenverkehr, gut so, aber mit einer derart ausgeklügelten Spurenführung, dass du dort höchstens einen 30er fahren kannst. Ein Überqueren ist also endlich kein russisches Roulette mehr. Hunderte von Schulkindern in Favoriten, darunter meine beiden :-), danken.

Note: Sehr gut!

Das Handy und der Fußgängerverkehr

Der größte Feind des öffentlichen Verkehrs ist aber nicht das Auto. Es ist das Handy. Da steht einer im Bus oder in der Bim vor der Tür und wischt & tippt deppert. Statt die Leute ein- und aussteigen zu lassen! Da steht eine im U-Bahn-Aufzug und wischt & tippt deppert. Statt den Liftknopf zu drücken! Da steht eine links auf der Rolltreppe und wischt & tippt. Statt Platz zu machen, damit der Fußgängerfließverkehr nicht dort schon zum Erliegen kommt. Da hast du also als Lehrerin (Männer freundlich mitgemeint) schon 10 Aufgehunfälle gehabt, bevor du in der Klasse endlich einem Schüler sein Handy wegnehmen darfst :-) …

Note: Gar nicht gut!

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(Niki Glattauer)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul am 23.04.2019 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Römischen Einser für die Verkehrsplaner

    Dank dieser Verkehrs"planer" steht z.B. der Öffi-Bus vor der Alaudagasse (Richtung Norden) so wie die PKW/LKW nun ebenfalls im Stau; gibt ja nur mehr eine Spur. Eine Bus-Spur gibts nämlich keine, aber dafür 2 (in Worten: zwei!) parallele Geh-/Radwege; die mehr oder weniger "leer" sind. Überall macht man Bus-Spuren und dort trotz kompletten Neubau nicht.

  • Sixtas am 23.04.2019 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Herr Glattauer,

    nix für ungut, eher keine Kolumne schreiben, lieber Romane wie der Herr Bruder.

    einklappen einklappen
  • Mal ehrlich am 23.04.2019 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Farce dieser Glattauer

    Glattauers Artikel werden immer schlechter. Zu argumentieren, dass die Breite des Gehsteigs und die Bäume, Sträucher und co. den Straßenverkehr sicherer machen halte ich für eine gewagte These. Eher unübersichtlicher. Und die meisten Unfälle passieren mit unter 30 km/h, daher hat dieses Tempolimit innerhalb Wiens keine Auswirkung. Oder einfach das Auto nur mehr tragen...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Maximilian am 23.04.2019 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Rot-Grün Werbung

    Was ich mit Note "gar nicht gut" beurteilen würde sind Ansichten von Menschen, die rot-grüne Verkehrsplaner in den Himmel heben, und glauben, dass die Fahrbahn gleich breit geblieben ist, nachdem man Bankerl, Bäume, Sträucher, Verkehrsinseln und doppelt breite Gehwege mit vielen Millionen Euro gebaut hat.

  • Sixtas am 23.04.2019 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Herr Glattauer,

    nix für ungut, eher keine Kolumne schreiben, lieber Romane wie der Herr Bruder.

    • Bertl Kral am 23.04.2019 12:48 Report Diesen Beitrag melden

      @Sixtas

      dieser "Lehrer" verteufelt ja auch Mathe, obwohl genau dies der Schlüssel nicht nur in vielen Berufen, zum Erfolg ist ! Wahrscheinlich kann der selbst keine 15 % von einer Summe ohne Taschenrechner abziehen oder eine Raumberechnung anstellen, um einen Kasten in einen Raum ohne Architekt zu integrieren .... Hauptsache doppelt gesehene Gehwege, nach dem 3 Achterl ?

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  • Paul am 23.04.2019 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Römischen Einser für die Verkehrsplaner

    Dank dieser Verkehrs"planer" steht z.B. der Öffi-Bus vor der Alaudagasse (Richtung Norden) so wie die PKW/LKW nun ebenfalls im Stau; gibt ja nur mehr eine Spur. Eine Bus-Spur gibts nämlich keine, aber dafür 2 (in Worten: zwei!) parallele Geh-/Radwege; die mehr oder weniger "leer" sind. Überall macht man Bus-Spuren und dort trotz kompletten Neubau nicht.

  • Mal ehrlich am 23.04.2019 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Farce dieser Glattauer

    Glattauers Artikel werden immer schlechter. Zu argumentieren, dass die Breite des Gehsteigs und die Bäume, Sträucher und co. den Straßenverkehr sicherer machen halte ich für eine gewagte These. Eher unübersichtlicher. Und die meisten Unfälle passieren mit unter 30 km/h, daher hat dieses Tempolimit innerhalb Wiens keine Auswirkung. Oder einfach das Auto nur mehr tragen...