Kolumne

29. April 2019 05:30; Akt: 28.04.2019 19:31 Print

Glattauer: Lehrer sind höflich mitgemeint

Schuldirektor Glattauer gibt Noten. Heute: Lehrer sind höflich mitgemeint. Lasst sie bitte weiterarbeiten! Und: Schulklima-Studie quasi abgeblasen.

Glattauer gibt Noten: Die Kolumne jeden Montag in

Glattauer gibt Noten: Die Kolumne jeden Montag in "Heute". (Bild: heute.at)

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Lehrer sind höflich mitgemeint :-)

Warum ich "Lehrerinnen schreibe statt Lehrer, Herr Lehrerin!", mailt mir Johann Fellner. Antwort: Weil wir Lehrer zu 75 Prozent LEHRERINNEN sind. In Volksschulen sogar zu 90 Prozent. Da schreib ich nicht Lehrer, auch nicht LehrerInnen mit hässlichem Binnen-I. Sorry.

Note: Befriedigt?


Lasst sie bitte weiterarbeiten!

Die von unserer Regierung gekappte Aktion 20.000 für Langzeitarbeitslose 50+ … Dem Capo der schulischen Sonderpädagogik in Wien, Rupert Corazza, war es gelungen, kurz vor dem Storno 35 von ihnen als Hilfskräfte in Schulen für körperlich, geistig, mental behinderte Kinder unterzubringen. Jetzt, wo die Verträge auslaufen, gibt es einen berührenden Film über die Arbeit, die sie in diesem Schuljahr geleistet haben (himmeronline.com, 20.000 gute Gründe). 35 Menschen. Hinter jedem ein Schicksal. Und jeder kostet in der Sozialhilfe genauso viel wie als helfende Hand für ein bedürftiges Kind. Ihr "da oben", lasst sie BITTE weiterarbeiten!

Note: Noch keine!


Schulklima-Studie quasi abgeblasen

Wie oft haben SchülerInnen aus religiösen Gründen den Musikunterricht abgelehnt? Sexualkundeunterricht verweigert? Ramadan gehalten? Oft? Manchmal? Nie? Wie wichtig ist es, dass SchülerInnen außerhalb des Unterrichts Deutsch sprechen? Sehr? Bissi? Gar nicht?

Solche Fragen – "Heute" berichtete – verschickte das Bildungsministerium an Österreichs Lehrerinnen per Online- Fragebogen zum Ankreuzen. Vorgeblich, "um das Schulklima zu evaluieren", tatsächlich aber wohl, um rechte Stimmung zu machen, z.B. für Deutschsprechpflicht in der schulischen Freizeit. Inzwischen haben mehrere Bildungsdirektionen per Rundmail immerhin klargestellt: Wer nicht mitmachen will, muss nicht. Schon gar nicht, wie ministeriell insinuiert, per privater Mailadresse …

Note: Befriedigend

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(Niki Glattauer)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gegenüber am 29.04.2019 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe lange nachgedacht,

    warum mir ihre Glosse so auf die Nerven geht. Ich bin fündig geworden: Sie hat so was Weinerliches, Haltloses, Ungefähres, Hilfloses. Im Grunde spiegeln sie den Wischi-Waschi-Stil des gesamten Bildungssystems.

  • Salomon am 29.04.2019 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Aktion 20.000

    Aktion 20.000 war zeitlich begrenzte Beschäftigungstherapie ohne mehr an Lohn! Herr Glattenauer, auch wenn sie in allen ihren Worten SPÖ Probaganda machen, sehen sie bitte ein, die Aktion 20.000 wurde zu Recht abgeschafft! Sie schreiben selbst "jeder kostet in der Sozialhilfe genau so viel, wie als Hilfskraft in der Schule"! Es steht ihnen frei die Leute unentgeltlich, auch nach Auslaufen der Verträge zu beschäftigen, wenn sie ohnehin mit oder ohne Arbeit genausoviel bekommen.

  • Gleichbehandlungsbeauftragter am 30.04.2019 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Unbegreifliche Denkweise

    Die männlichen Lehrer auch als "Lehrerinnen" zu bezeichnen, weil die Mehrheit Frauen sind, ist wohl das Widersinnigste was ich je gehört habe. Nein, es ist sogar beleidigend, diskriminierend und respektlos. In ganz Österreich haben Frauen die Mehrheit (51%). Nach Weisheit der Frau Schuldirektorin Glatauer dürfte ich dann auch alle Österreicher in weiblicher Form nennen und z.B. sagen Frau Bundespräsidentin VdB ? Was würde der wohl antworten?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Dodo2340 am 01.05.2019 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Schulklima-Studie

    Für die vollständige Durchführung der Schulklimastudie hätte es von mir als ehemaliger Lehrerin, die vor mehr als 30 Jahren den Schuldienst verlassen hat, um in die Privatwirtschaft zu wechseln, ein "Sehr gut" - eine römische Eins - gegeben, für die Absage gibt es ein "Nicht genügend".

  • Patrizia am 30.04.2019 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    ..........

    Die Wahrheit? Für die Aktion 20000 wurden vom Staat künstliche Berufe erfunden, die nichts bringen, die man nicht benötigte, um Geld auszugeben, das von Steuerzahlern schwer erarbeitet wird, nur um die Arbeitslosenzahlen zu beschönigen.Wie absurd.

    • Bertl Kral am 03.05.2019 10:44 Report Diesen Beitrag melden

      @Patrizia

      Danke für die kurze treffende Analyse ! Diese Aktion war zudem eine reine teure Wahlwerbung (Hochglanzpapier für Folder und Unterlagen, plus imens hohe Werbekosten nicht nur in den Medien) Kerns, der wie alle roten unser Geld beim Fenster hinauswirft. Warum kam er denn nicht schon ein Jahr zuvor auf die Idee als er noch Kanzler war ? Weil dem wie seinen Genossen auch, das Volk völlig egal war und ist !

    einklappen einklappen
  • Gleichbehandlungsbeauftragter am 30.04.2019 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Unbegreifliche Denkweise

    Die männlichen Lehrer auch als "Lehrerinnen" zu bezeichnen, weil die Mehrheit Frauen sind, ist wohl das Widersinnigste was ich je gehört habe. Nein, es ist sogar beleidigend, diskriminierend und respektlos. In ganz Österreich haben Frauen die Mehrheit (51%). Nach Weisheit der Frau Schuldirektorin Glatauer dürfte ich dann auch alle Österreicher in weiblicher Form nennen und z.B. sagen Frau Bundespräsidentin VdB ? Was würde der wohl antworten?

  • Paul am 30.04.2019 05:46 Report Diesen Beitrag melden

    Schulklima-Studie

    Aha, da wäre doch eh nix zu befürchten gewesen, oder?

  • Salomon am 29.04.2019 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Aktion 20.000

    Aktion 20.000 war zeitlich begrenzte Beschäftigungstherapie ohne mehr an Lohn! Herr Glattenauer, auch wenn sie in allen ihren Worten SPÖ Probaganda machen, sehen sie bitte ein, die Aktion 20.000 wurde zu Recht abgeschafft! Sie schreiben selbst "jeder kostet in der Sozialhilfe genau so viel, wie als Hilfskraft in der Schule"! Es steht ihnen frei die Leute unentgeltlich, auch nach Auslaufen der Verträge zu beschäftigen, wenn sie ohnehin mit oder ohne Arbeit genausoviel bekommen.