Laut Behörden

16. April 2019 08:24; Akt: 16.04.2019 08:24 Print

ICE-Attentäter soll ein IS-Schläfer gewesen sein

Jener Iraker, der für die Anschläge auf einen ICE-Schnellzug im vergangenen Jahr verantwortlich sein soll, wird von Behörden für einen IS-Schläfer gehalten.

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Der Iraker wurde am Montag festgenommen. Nach intensiven Verhören gestand er am Mittwoch die ICE-Anschläge. Motiv: "Hass auf Deutschland". Patrouillen im Hof des verdächtigen IS-Terroristen. Alle Bewohner der Stiege werden streng kontrolliert. Hier wohnte der IS-Verdächtige. Fremde Personen dürften derzeit nicht das Stiegenhaus betreten. Hier wohnte der IS-Verdächtige. Am Montag wurde der Verdächtige verhaftet. Auf Facebook zeigte sich der 42-Jährige als Fan des IS. Verbindungen zur Terrororganisation bestreitet er jedoch. Das Paar lebte mit fünf Kindern in Simmering. Auf Anfrage bestätigte Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, Mittwochnachmittag auch offiziell: "Ja, es ist korrekt. Auch die Ehefrau des Verdächtigen wurde festgenommen." Grund soll der Verdacht der Beitragstäterschaft sein, teilte die Anklagebehörde mit. Bereits in den Vormittagsstunden reagierte der verdächtige ICE-Attentäter höchst emotional auf die Wende in seinem engsten Familienkreis. Zu seinem Anwalt Wolfgang Blaschitz sagte er: "Ja, ich hatte ein Attentat auf den Zug geplant. Meine Frau hat damit allerdings nichts zu tun." Der Verfassungsschutz sieht dies offenbar diametral anders. Die Gattin soll bereits in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert worden sein, sitzt dort naturgemäß in einem völlig anderen Trakt als ihr Gatte. Besuche sind streng tabu - es besteht immense Verdunkelungsgefahr in dem verworrenen Terror-Krimi. Ob die fünf Kinder der beiden Festgenommenen bei Verwandten oder einer Kriseneinrichtung der Gemeinde Wien untergebracht wurden, war vorerst nicht in Erfahrung zu bringen. Nachbar Alexander S.: "Der Mann hatte zwar einen strengen Blick, war aber recht freundlich und hatte sehr liebe Kinder. Er sagte oft, dass er müde von der Arbeit sei." Ob er nun Angst habe? Alexander S.: "Ich wohne seit 22 Jahren in Simmering, solange niemand den Bau in die Luft jagt, ist alles halb so schlimm."

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Im Oktober 2018 wurde versucht, mit Stahlseilen einen Anschlag auf einen ICE-Schnellzug zu verüben. Nun berichtet die APA, dass der Hauptverdächtige, ein 42-jähriger Iraker, von deutschen Behörden für einen Schläfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehalten wird.

Laut Informationen der "Bild" wurde der Mann vom IS nach Deutschland geschickt, um terroristische Anschläge zu verüben. Die britische Zeitung "Sunday Times" wiederum berichtet, dass in einem Brief an IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi von geplanten Anschlägen auf Hochgeschwindigkeitszüge in Deutschland die Rede gewesen sein soll.

Bei dem Anschlag wurden zwar zwei Züge beschädigt, Personen wurden jedoch nicht verletzt. Obwohl in Tatortnähe arabische Schriftstücke und eine IS-Flagge gefunden wurden, bestreitet das geständige Pärchen – neben dem Iraker ist auch seine Frau in Wien in Untersuchungshaft – jedoch ein Terrormotiv.

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(mr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Habakuk am 16.04.2019 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ausliefern - sofort

    Wieso ist er noch in Österreich? Die Tat geschah doch in Deutschland. Dort ist sein Gerichtsstand!

  • Deptslave am 16.04.2019 14:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke SPÖ

    Aber bei uns war er doch Integriert? Wieviele der Integrierten sind noch unter uns seit 2015?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Deptslave am 16.04.2019 14:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke SPÖ

    Aber bei uns war er doch Integriert? Wieviele der Integrierten sind noch unter uns seit 2015?

  • Habakuk am 16.04.2019 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ausliefern - sofort

    Wieso ist er noch in Österreich? Die Tat geschah doch in Deutschland. Dort ist sein Gerichtsstand!