Live-Schaltung zu Zeugin

20. Februar 2018 04:00; Akt: 22.02.2018 16:50 Print

Rotlicht-Gerücht: Video soll Glawischnig entlasten

von C. Oistric - Mittels Video-Einvernahme soll Puff-Mutter "Madame Nina" mit einem miesen Gerücht aufräumen. Doch sie wird der Justiz die Tür nicht öffnen.

Eva Glawischnig, Madame Nina (Bild: zVg)

Eva Glawischnig, Madame Nina (Bild: zVg)

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Für dieses Verfahren gilt die Unsinnsvermutung: Ex-Politikerin Eva Glawischnig geht gerichtlich gegen den „Journalisten“ Walter Eichelburg vor – dieser hatte im Internet ein mieses Rotlicht-Gerücht um die Ex-Grüne verbreitet. Wie berichtet, nahm er in einem Artikel Bezug auf das Buch von „Puff-Mutter“ Nina Janousek.

Politikerin als Liebesdienerin

Die in der Szene zur „Madame Nina“ Geadelte enthüllte darin, dass sich eine spätere Politikerin in ihrem Etablissement einst das Geld fürs Studium verdient hat.
„Madame Nina“ nannte besagte Frau in ihren Memoiren zwar „Eva“, fügte aber an, „dass Eva nicht der richtige Name dieser Dame“ ist. Eichelburg kümmerte das wenig – er verstieg sich dennoch zu abstrusen Andeutungen.

Glawischnig: "Unmöglich, dass ich das bin"

Eva Glawischnig klagte – und beteuerte höchstselbst vor Gericht: „Es ist unmöglich, dass ich diese Eva bin.“
Eichelburg, der offenbar vitales Interesse an weiterer Publicity hat, beharrt dennoch auf einer Aussage von Madame Nina. Die ist nach einer zwölfstündigen Herz-Operation allerdings noch immer bettlägerig (sie hat die höchste Pflegestufe 7) und kann nicht vor Gericht erscheinen. Heute Nachmittag soll sie daher per Videoschaltung die Fragen des Richters beantworten.


Angeklagt: Walter Eichelburg, Foto: Denise Auer

"Madame Nina" wird Tür nicht öffnen

Laut ihrer Anwältin Astrid Wagner wird sie der Justiz zur Installation der Kamera aber nicht die Türe ihrer Villa in Wien-Floridsdorf öffnen: „Meine Klientin ist zu krank dafür. Ihr Gatte hat den Unsinn bereits dementiert.“
Verpufft ist die leidige Causa dennoch nicht. Der Angeklagte Walter Eichelburg sagte gestern zu "Heute": „Es gibt Anzeichen, dass etwas dran ist. Warum will Frau Glawischnig unbedingt einen Persilschein?“ Dann präsentiert Eichelburg die nächste Verschwörungstheorie: "Ein Systemwechsel hin zu einer neuen Monarchie steht in Österreich unmittelbar bevor. Das wird wohl in den nächsten Tagen so weit sein – ich habe daher bereits eine Fluchtburg, um mich zurückzuziehen."

Zurückziehen – vielleicht sollte Eichelburg genau das tun. Das miese Gerücht Eva Glawischnig betreffend.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alexius am 20.02.2018 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Bähh

    Na viel hätte sie dabei ohnehin nicht verdient.

  • Dr. Frankenstein am 20.02.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung

    Ich persönlich würds aber schon interessant finden wer diese besagte Dame ist/war die sich in ihrer Bar gerne mal die Sektflasche in... Immerhin werden wir von unseren Politikern ja jeden Tag mit Moral nur so überschüttet. Da macht die Geschichte gerade kein gutes Bild.

    einklappen einklappen
  • ibindameinung am 20.02.2018 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    ohne Geld ka Musi oder Studium

    vorstellen kann ich mir das schon, aber mit dieser Frau????

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Tommylein am 21.02.2018 05:36 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Nun angenommen die Frau E.K war es wirklich. In ihrer Haut als ehemaliger Politiker möchte ich stecken. Außerdem schreibt Madam Nina ja nicht das Sie es ja ist. Aber wehe eine FPÖ Politikerin ist da genannt. Na dann bricht die Welt zusammen. Madam Nina ich wünsche Ihnen gute Genesung.

  • Alfons Spohn am 20.02.2018 21:13 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    warum wohl drückt sich Frau Nina vor der Aussage? Sie betreibt das Geschäft nicht mehr, also müsste es für sie keine Bedeutung haben. Fortsetzung der Story kommt.

  • EH am 20.02.2018 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Na bumm ...

    da zeigt jemand mit dem Finger auf Dich - ja, ich meine jeden Leser - und behauptet, Dich in einem Buch als Figur zu erkennen. Da kommen ja schöne Zeiten auf uns zu.

  • TantePolly am 20.02.2018 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn es die Glawischnig nicht war,

    dann war es vielleicht eine orientalische Brillenschlange?

  • Shabeskeer am 20.02.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Weißt Madame Nina auch wer die sadomasoszene betreibt, wer dort hingeht einige sitzen ja ganz oben, oder wer die eruwergungsorgien betreibt, das gehört angeklagt aber nicht die arme glawschnig