In der Ukraine

09. Oktober 2018 16:47; Akt: 09.10.2018 16:47 Print

Seisenbacher schwänzt weiter Gerichtstermine

Peter Seisenbacher, der sich derzeit in der Ukraine der österreichischen Justiz entzieht, hat auch dort keine große Disziplin, wenn es um Gerichtstermine geht.

Peter Seisenbacher kämpft auch in der Ukraine mit der Justiz. (Bild: GEPA-pictures.com)

Peter Seisenbacher kämpft auch in der Ukraine mit der Justiz. (Bild: GEPA-pictures.com)

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Ex-Judoka Peter Seisenbacher wird in Österreich schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen unter Ausnützung eines Autoritätsverhältnisses vorgeworfen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung, ein Prozess konnte bis heute nicht stattfinden.

Das liegt daran, dass Seisenbacher vor der österreichischen Justiz flüchtete und sich seit Monaten in der Ukraine aufhält. Ein Auslieferungsantrag der österreichischen Behörden ging aus Verjährungsgründen in der Ukraine nicht durch.

Wehrt sich gegen Ausweisung
Neue Hoffnung schöpften die österreichischen Behörden, als die Migrationsbehörde in der Ukraine am 6. Oktober 2017 feststellte, dass Seisenbacher gegen das Fremdenrecht verstoßen habe und ihn ausweisen wollte. Er konnte aber nirgends hin. Weil seine zwei österreichischen Pässe ungültig sind, hätte er nur mit Hilfe der österreichischen Botschaft ausreisen können.

Zusammen mit einem ukrainischen Anwalt (Serhij Koschelnyk) wehrte sich Seisenbacher gegen seine Ausweisung aus der Ukraine. Der Anwalt machte zunächst formale Fehler, was die Behandlung des Rechtsmittels verzögerte.

Schwänzt Gerichtstermine
Seit 17. Juli 2018 versucht nun ein erstinstanzliches Gericht im Kiewer Bezirk Petschersk die Sache zu behandeln. Das gelingt jedoch nicht. Zuerst bat Seisenbachers Anwalt um einen Aufschub auf 29. August, am 29. August dann beantragte er eine weitere Verschiebung.

Am nächsten Termin, dem 17. und 28. September erschienen weder Seisenbacher selbst noch sein Anwalt zum Gerichtstermin. Die Gründe dafür sind unbekannt. Die Richterin stellte das Verfahren wegen wiederholten unbegründeten Fernbleibens der klagenden Partei am 29. September schließlich ein.

"Kann das nicht kommentieren"
Wie es nun weitergeht, weiß keiner. Anwalt Koschelnyk sagt gegenüber der "APA" nur: "Ich kann das einstweilen nicht kommentieren."

Und es gibt weitere Gerichtstermine in der Ukraine, die Seisenbacher oder sein Anwalt besuchen werden - oder eben nicht. Indizien sprechen zudem dafür, dass Seisenbacher politisches Asyl in der Ukraine beantragt hat, es scheint als wäre der Antrag abgelehnt worden.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aia Popaia am 09.10.2018 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn er nicht freiwillig kommt...

    An den Eiern in den Gerichtssaal schleifen...

  • H. Zinky am 09.10.2018 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    Ein triftige Asylgrund wäre

    Wenn er mit Haftstrafe in Österreich bedroht wäre wenn sein Hund auf den Gehsteig gelullt hätte und er die Zahnbürsten zum Putzen Zuhause vergessen hätte

  • Dean am 09.10.2018 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    So locker kann man der österreichischen Gerichtsbarkeit entkommen? Da hat er sich wohl gut informiert der Schwarze Peter!?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • G.L. am 10.10.2018 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Judokas haben die gleichen Ohren

    Warum haben die Judo Kämpfer alle solche Ohren?

  • Natalie am 10.10.2018 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verjährung, Unschuldig

    Peter bleib stark. Die Medien in Österreich haben dich bereits vernichtet, obwohl die Unschuldsvermutung gilt. Bleibe in der Ukraine, hier in Österreich hättest du es nicht mehr schön.

    • Ibins am 10.10.2018 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Natalie

      Wenn ich unschuldig bin/wäre müsste ich mich nicht verstecken oder ????? Nicht böse sein,aber diese blauäugigkeit schreit zum Himmel!!!

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  • Salzamt am 10.10.2018 05:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    ....der Herr Kinderf... wird schon noch merken...die Justiz ist nicht immer am schnellsten trotzdem wird's ihm früher oder später erwischen...ab auf den Felsen Stein mit ihm und dort sind sie bestimmt nicht freundlich zum Olympiasieger

  • Michael am 09.10.2018 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Holywood für Schwerverbrecher

    Wie leicht kann man scheinbar unser österreichisches Justizsystem austrixen, einfach nur ne bodenlose Frechheit das der Hr. Seisenbacher scheinbar nicht nach Österreich überstellt werden kann...sowas im 21. Jahrhundert wie traurig....

  • Dean am 09.10.2018 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    So locker kann man der österreichischen Gerichtsbarkeit entkommen? Da hat er sich wohl gut informiert der Schwarze Peter!?

    • Beda da Große am 09.10.2018 19:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dean

      Jö der "Ausgreiferl-Beda" bleibt lieber bei unseren "Ukrainischen EU Freunden" und EU Subventionsempfängern...

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