Helmut M. ging Polizei ins Netz

10. August 2018 10:10; Akt: 10.08.2018 12:03 Print

Österreicher wegen Mio.-Betrug in Spanien gefasst

Helmut M. wurde europaweit gesucht. Er versteckte sich in Orihuela (Alicante, Südspanien) zusammen mit seiner Frau und seinem 7-jährigen Sohn. Die Chronologie des Falles.

 (Bild: picturedesk.com)

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Der Tiroler Helmut M. ist in Spanien verhaftet worden. Der 47-Jährige gilt als einer der größten Finanzbetrüger Europas. Er soll binnen zwei Jahren Kunden um Millionen Euro mit falschen Versprechungen geprellt haben.

Helmut M. versteckte sich im andalusischen Ort Orihuela. Er wurde per Haftbefehl gesucht, am Donnerstag klickten schließlich die Handschellen. Nun sitzt er hinter Gittern und wartet auf seine Auslieferung nach Österreich. Zwei Monate hatten sich Fahnder dafür auf die Lauer gelegt.

Der Gefasste gab sich als Geschäftsmann aus und soll in nur zwei Jahren von 2014 bis 2016 seinen Kunden mehrere Millionen Euro abgeknöpft haben, indem er ihnen nicht existente Fonds anbot sowie nicht vorhandene Grundstücke, Bauplätze und Immobilien verkaufte. Die so Geschädigten stammen aus ganz Europa, der größte Teil von ihnen aus Österreich und Deutschland. Spanische Medien berichten von einer Schadenshöhe von 16 Millionen Euro.

Die spanische Polizei vermutete zunächst, dass sich Helmut M. in der Hauptstadt Madrid aufhielt, dehnte dann aber die Suche auf ganz Spanien aus. Bekannt war, dass er die Betrügereien von Spanien aus tätigte, doch wo er sich genau niedergelassen hatte, das wussten die Fahnder nicht.

Mit Frau und Sohn untergetaucht

In akribischer Detektivarbeit konnten sie ihn dennoch nun ausforschen: Er versteckte sich mit seiner Frau und seinem sieben Jahre alten Sohn in einem schwer zugänglichen Haus der alicantinischen Stadt Orihuela.

Er wechselte ständig seine Handys

Die Ermittler spürten ihn durch die Überwachung seiner Mobiltelefone aus, die er ständig wechselte, um nicht lokalisiert werden zu können. Dies erschwerte ihre Arbeit sehr, dennoch gelang es ihnen nach rund einem Monat eines der Telefone anzuzapfen. Was dann folgte, erinnert an Szenen aus einem Krimi.

In seinem Versteck installierten die Fahnder Kameras, um ihn zu überwachen und seine Wege zu kontrollieren. Er verließ nur alle sechs bis sieben Tage das Haus, um in dem Ort einzukaufen. Die anderen Tag sperrte er sich mit seiner seiner Ehefrau und dem gemeinsamen siebenjährigen Sohn ein.

Kräftige Statur, viele Polizisten

Am Sonntag dann war alles anders: Acht Polizisten lauerten ihm auf, es waren so viele, da Helmut M. von kräftiger Statur ist und man befürchtet hatte, dass er sich bei seiner Verhaftung wehren würde. Doch letztlich leistete er keinen Widerstand.

Von den ergaunerten Geld hatte er Häuser gekauft, diese vermietete er. Von den Einnahmen wiederum lebte er die letzten Monate versteckt in seinem Haus, denn er wusste, dass ihm die Fahnder auf den Fersen waren. Für Helmut M. gilt die Unschuldsvermutung.

Das österreichische Außenministerium bestätigte auf "Heute"-Anfrage, dass ein österreichischer Staatsbürger in Spanien verhaftet wurde.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MrRay am 10.08.2018 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Krimineller

    Aus die Maus, paar Jahre Knast dann wieder raus und Sozialhilfeempfängern. Wenn er schlau war wovon ich ausgehe,liegen aber sicherlich noch 1 bis 2 Milliönchen irgendwo im Ausland versteckt.

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  • Raggamuffin am 10.08.2018 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    so viel zum Thema Millionäre... letztens hab ich auf ein Kommentar haufenweise "daumen runter" erhalten, als ich sagte das die meisten Millionäre/Milliardäre das Geld auf NICHT ehrliche weise verdienen... ach was... hatte ich also doch recht...

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  • Börny G. am 10.08.2018 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Gesinde

    Gehört eh so?! Schlauer Bursch!! Unsereins geht arbeiten Tag und Nacht, ist der Meinung er bezahlt für sich und welche die nicht mehr arbeiten müssen, so wie es sich gehört- und was ist der Endeffekt? Ich denke jeder kann sich die Antwort zurechtlegen jetzt...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Börny G. am 10.08.2018 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Gesinde

    Gehört eh so?! Schlauer Bursch!! Unsereins geht arbeiten Tag und Nacht, ist der Meinung er bezahlt für sich und welche die nicht mehr arbeiten müssen, so wie es sich gehört- und was ist der Endeffekt? Ich denke jeder kann sich die Antwort zurechtlegen jetzt...

  • Raggamuffin am 10.08.2018 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    so viel zum Thema Millionäre... letztens hab ich auf ein Kommentar haufenweise "daumen runter" erhalten, als ich sagte das die meisten Millionäre/Milliardäre das Geld auf NICHT ehrliche weise verdienen... ach was... hatte ich also doch recht...

    • Fred von Jupiter am 10.08.2018 13:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Raggamuffin

      Ich stimme nur zum Teil zu. Viele Millionäre haben ihren Reichtum zwar auf legalem Weg erworben, aber nicht durch eigene ehrliche Arbeit, sondern durch das Ausnützen von gesetzlich geplanten Schlupflöchern, welche die Ausbeutung ehrlicher Arbeiter legitimiert. Der Dank hierfür gebührt der Österreichischen Verbrecher Partei.

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  • MrRay am 10.08.2018 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Krimineller

    Aus die Maus, paar Jahre Knast dann wieder raus und Sozialhilfeempfängern. Wenn er schlau war wovon ich ausgehe,liegen aber sicherlich noch 1 bis 2 Milliönchen irgendwo im Ausland versteckt.

    • Arki am 10.08.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      Kerlchen mit Köpfchen

      Wenn er 16 mios gemacht hat davon Häuser gekauft hat und weiter vermietet hat heißt das dass er was im kopf hatte. Also liegen mit sicherheit keine 1 keine 2 mios der hat mehr als die 16 die angegeben wurden.

    • Freigeist75 am 10.08.2018 14:37 Report Diesen Beitrag melden

      Nimma lang

      Jetzt halten mal als erstes Österreich und Spanien die Hand auf, von wegen Steuernachzahlung. Die schätzen das Einkommen sowieso auf schwindlige Höhen. Und auf das was übrig bleibt, auch die Immobilien, folgen dann die Schadensersatzklagen der Geschädigten.

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