Tief "Eberhard"

11. März 2019 07:17; Akt: 11.03.2019 09:08 Print

Sturmchaos in Österreich und Deutschland

Auch am Montag sind nördlich der Alpen und im Osten heftige Sturmböen einzuplanen. Tief "Eberhard" forderte in Deutschland ein Todesopfer.

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Tief "Eberhard" sorgte für eine stürmische Nacht. Laut Ubimet bleibt es auch den gesamten Montag noch weitgehend windig, die Österreichische Unwetterzentrale gibt für einige Bundesländer Warnstufe Rot. Dazu wird es immer kälter und in den Nordalpentälern kehrt der Winter zurück.

Laut UWZ erreicht der Wind aus Nordwest vor allem in freien und exponierten Lagen zeitweise Sturmstärke mit Spitzenböen von bis zu 100 Stundenkilometer. Die Warnungen, die für große Teile Oberösterreichs, ganz Wien und einige Regionen Niederösterreichs, der Steiermark und des Burgenlands gelten, bleiben bis zum frühen Abend aufrecht.

Sturmschäden über Nacht

In Salzburg mussten die Feuerwehren in der Nacht zu mehr als 50 sturmbedingten Einsätzen ausrücken. Im Flachgau und in der Stadt Salzburg waren zahlreiche Bäume umgestürzt. Auch in Nieder- und Oberösterreich hatten die Florianis in der Nacht auf Montag alle Hände voll zu tun, um entwurzelte und umgestürzte Bäume, verwehte Bauzäune und Plakatwände wieder wegzuräumen.

Todesfall in Deutschland

Auch in Deutschland wütet das Sturmtief "Eberhard". Dort haben am Sonntag Orkanböen der Stärke zwölf für Verwüstungen und Verkehrschaos gesorgt.

Sogar ein Todesopfer gibt es zu beklagen: Ein Autofahrer ist im Sauerland ums Leben gekommen, nachdem sein Wagen während der Fahrt von einem entwurzelten Baum getroffen wurde. Auch im Bahnverkehr gab es erhebliche Schwierigkeiten. Die Deutsche Bahn stoppte den Betrieb. Nahezu alle Nachtzüge, die die ÖBB in Deutschland betreiben, wurden annulliert. An deutschen Flughäfen kam es ebenfalls zu witterungsbedingten Ausfällen.

Unbeständiges Wetter in der KW 11: 11. bis 17. März

Turbulenter Start in die Woche

Generell überwiegen am Montag von Vorarlberg bis zum Mostviertel die Wolken und besonders im Bereich der Nordalpen fällt zudem häufig Regen bzw. oberhalb von 500 bis 700 Meter Schnee. Am Nachmittag sind dann selbst in tiefen Lagen ein paar Schnee- und Graupelschauer einzuplanen, auch kurze Gewitter können dabei sein.

Südlich der Alpen und im östlichen Flachland bleibt es bis auf einzelne Schauer dagegen meist trocken. Die Höchstwerte erreichen föhnbedingt im Süden und Osten +8 bis +14 Grad, sonst bleibt es mit +0 bis +6 Grad recht kühl.

(Video: Ubimet)

Zwischenhoch, dann winterlich

Am Dienstag halten sich im Norden und Osten zunächst noch kompakte Restwolken, vom Loferer Land ostwärts gehen anfangs auch noch unergiebige Schneeschauer nieder. Im Tagesverlauf lockern die Wolken laut Ubimet allmählich auf und am Nachmittag scheint zeitweise die Sonne.

Von Beginn an freundlich ist es im Westen und Süden, wobei in Vorarlberg und Tirol am Nachmittag einige Wolkenfelder aufziehen. Der Wind weht zunächst noch lebhaft aus Nordwest. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und 12 Grad mit den höchsten Werten im Süden.

Der Mittwoch bringt viele Wolken und im Tagesverlauf fällt besonders im Bergland und im Süden zeitweise Regen bzw. oberhalb von etwa 600 bis 1.000 m Schnee. Überwiegend trocken bleibt es aus heutiger Sicht vom Waldviertel bis zum Nordburgenland, nennenswerte Auflockerungen sind am Nachmittag aber nur vom Bodenseeraum bis zum Inn- und Mühlviertel zu erwarten.

Der Wind weht mäßig bis lebhaft, am Bodensee auch kräftig aus West. Die Temperaturen erreichen maximal 2 bis 10 Grad.

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(ek/red)

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