Serieneinbrüche

21. März 2019 09:30; Akt: 21.03.2019 10:33 Print

1 Million Euro Schaden: Drei Banden in NÖ ausgeforscht

Niederösterreichische Kriminalisten haben drei Banden ausgeforscht. Der Gesamtschaden liegt bei rund einer Million Euro.

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Niederösterreichische Kriminalisten haben drei Banden ausgeforscht, die für Serieneinbrüche, nicht nur im Bundesland selbst, verantwortlich sein sollen. 15 Beschuldigte - durchwegs ungarische Staatsbürger - sind nach Angaben von Donnerstag in Haft. Der den Männern angelastete Schaden wurde mit etwa einer Million Euro beziffert.

Der Landespolizeidirektion Niederösterreich zufolge, setzten sich die Banden aus zwei, sechs bzw. neun Personen zusammen. Tatorte befanden sich auch in Wien, in Oberösterreich, in der Steiermark und im Burgenland. Neben mehr als 30 Einbrüchen wurden zudem u.a. 26 Diebstähle von Mopeds und Motorrädern geklärt.

Erster Fall: Reifenkomplettsätze gestohlen

Zwei ungarische Staatsbürger im Alter von 22 und 55 Jahren sind beschuldigt, jeweils einen Einbruch in ein Firmenobjekt in Niederösterreich und Oberösterreich begangen zu haben. Dabei sollen Reifenkomplettsätze und Altbatterien im Wert von rund 12.500 Euro erbeutet worden sein. Das Duo wurden nach Abschluss der Ermittlungen in die Justizanstalt St. Pölten gebracht.

Zweite Tätergruppe: Sechs Ungarn stahlen Fahrzeuge

Sechs ungarische Staatsbürger im Alter von 23, 25, 28, 36, 40 und 68 Jahren sind beschuldigt, im Zeitraum von September 2017 bis Mai 2018 in unterschiedlichen Konstellationen drei Einbruchsdiebstähle in den Bezirken Mödling und Baden, zwei Baustellencontainereinbrüche im Bezirk St. Pölten Land und mindestens 26 Diebstähle von einspurigen Kraftfahrzeugen in Wien, sowie den Bezirken Mödling und Baden verübt zu haben.
Dabei soll ein Gesamtschaden von rund 131.200 Euro verursacht worden sein.

Der 28-Jährige und der 68-Jährige konnten im April 2018 beim Diebstahl von einspurigen Kraftfahrzeugen auf frischer Tat festgenommen werden. Sie wurden in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Im Rahmen der weiteren Erhebungen konnten die anderen Beschuldigten ausgeforscht und europäische Haftbefehle erlassen werden. Der 36-Jährige konnte von den ungarischen Behörden festgenommen und nach Österreich ausgeliefert werden. Der 25-Jährige ist derzeit in Ungarn in Haft und wird in weiterer Folge nach Österreich ausgeliefert. Die Fahndung nach den zwei weiteren Beschuldigten läuft.

Dritte Bande: Einbrüche, Verfolgungsjagd mit Polizei

Neun ungarische Staatsbürger im Alter von 23, 25 ,27 ,30 ,33, 36, 41, 42 und 43 Jahren sind beschuldigt, im Zeitraum von Jänner 2018 bis September 2018 in unterschiedlichen Konstellationen
28 Einbruchsdiebstähle in Firmenobjekte in Wien und Niederösterreich (Bezirke Baden, Gänserndorf, Bruck an der Leitha und Schwechat), Burgenland (Bezirk Oberwart) und der Steiermark (Graz und Bezirk Hartberg-Fürstenfeld), sowie mindestens einen Einbruchsdiebstahl in ein Wohnobjekt im Bezirk Bruck an der Leitha und zwei Widerstände gegen die Staatsgewalt verübt zu haben.

Dabei soll ein Gesamtschaden in der Höhe von rund 700.000 Euro entstanden sein. Die Beschuldigten im Alter von 27, 30, 33 und 42 Jahren konnten am 3. Mai 2018 unmittelbar nach einem Einbruchsdiebstahl betreten und verhaftet werden. Die Beschuldigten versuchten mit drei Fahrzeugen auf der A3 in Richtung Ungarn zu flüchten. Der 27-Jährige soll dabei versucht haben, zwei Fahrzeuge des Einsatzkommandos Cobra DSE von der Autobahn abzudrängen. In weiterer Folge verursachte er im Gemeindegebiet von Siegendorf einen Unfall, als er mit einem am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeug kollidierte.

Wie berichtet, hatte sich diese Bande mittlerweile bereits vor Gericht verantworten müssen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • katja am 21.03.2019 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    zum friedensprojekt EU!

    durch die offenen grenzen hat sich das arbeitspensum der polizei und der versicherungen merkbar erhöht!

  • Betroffener am 21.03.2019 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    EU beharrt auf offene Grenzen

    um den freien Warenverkehr nicht zu behindern, selbst wenn es sich dabei um Diebesgut handelt. Wie viel Schaden muss noch entstehen, dass die EU-Politiker aufwachen? Aber wehe wenn es einen von ihnen erwischt, dann werden Richter dazu angehalten, den Strafrahem auszuschöpfen oder es folgt sofort eine Anlass-Gesetzgebung. Die Ost-Grenzen gehören dicht gemacht.

    einklappen einklappen
  • Ehklar am 21.03.2019 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Die waren aber nicht so deppert und haben nicht beim Bürgermeister eingebrochen. Also wahrscheinlich drei Jahre teilbedingt und dann MS

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kannitverstan am 21.03.2019 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein großer Fehler

    war die Aufgabe der Grenzen durch den Beitritt zu den Schengenstaaten. Persönlich sah ich noch keinen Vorteil, nur den Nachteil, dass die rumänischen Einbrecher nachdem sie unseren Keller ausgeräumt haben, leichter nach Hause kamen. Dumm nur für sie, sie wurden beim nächsten Einbruch in Österreich erwischt.

  • Ehklar am 21.03.2019 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Die waren aber nicht so deppert und haben nicht beim Bürgermeister eingebrochen. Also wahrscheinlich drei Jahre teilbedingt und dann MS

  • Betroffener am 21.03.2019 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    EU beharrt auf offene Grenzen

    um den freien Warenverkehr nicht zu behindern, selbst wenn es sich dabei um Diebesgut handelt. Wie viel Schaden muss noch entstehen, dass die EU-Politiker aufwachen? Aber wehe wenn es einen von ihnen erwischt, dann werden Richter dazu angehalten, den Strafrahem auszuschöpfen oder es folgt sofort eine Anlass-Gesetzgebung. Die Ost-Grenzen gehören dicht gemacht.

    • Bertl Kral am 21.03.2019 13:01 Report Diesen Beitrag melden

      EU beharrt auf offene Grenzen

      logisch, denn jeder Diebstahl bedeutet ja auch, daß der Bestohlene sich einen Ersatz kaufen wird (müssen), und so die Wirtschaft angekurbelt wird. Dies nennt sich in deren Kreisen dann nötiges "Wirtschaftswachstum" ! Das selbe System gut erkennbar, wird derzeit mit den Diesel betriebenen Autobesitzern in Germanien gespielt, welche entweder ein neues Fahrzeug kaufen oder in manchen Gegenden gar nicht mehr fahren dürfen ! Diese EU ist D & Fr, und das lassen die alle Bürger darin spüren, weshalb ja auch die Briten ausgestiegen sind.

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  • Mal ehrlich am 21.03.2019 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte lange wegsperren

    Bitte solange einsperren, bis der Schaden abbezahlt ist. Nur so lernen solche "Personen". Die typische Strafe von 3.000 schreckt niemanden ab, der gerade Autos um 1.000.000 geklaut hat... Dazu noch versuchter Mord an den Cobra Polizisten, grob fahrlässig im Straßenverkehr bei dem Schaden anderer zumindest in Kauf genommen wird. Man darf auf unsere Justiz hoffen, auch wenn die Hoffnung schwindet.

  • katja am 21.03.2019 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    zum friedensprojekt EU!

    durch die offenen grenzen hat sich das arbeitspensum der polizei und der versicherungen merkbar erhöht!