Niederösterreich

21. Mai 2019 20:00; Akt: 22.05.2019 11:42 Print

Alko-Crash von SP-Frau: Zugverkehr stand still

Mit über zwei Promille im Blut hatte SP-Gemeinderätin Stefanie Haindl (27) in Puchberg einen Unfall gebaut, ihr Wagen wurde auf die Gleise geschleudert, die Schneebergbahn stand 90 Minuten still.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Details rund um den Unfall einer "blauen" SP-Funktionärin: Jugendgemeinderätin Stefanie Haindl (27) war am Freitagabend in Puchberg (Bezirk Neunkirchen) mit ihrem VW Polo ins Schleudern geraten. Der Kleinwagen wurde dabei von der Straße auf die parallel verlaufenden Geleise katapultiert. Der Wagen kam genau auf den Schienen zum Stillstand.

Umfrage
Alkofahrt eines Politikers - was sagen Sie dazu?

Die Jungpolitikerin kam dabei recht glimpflich davon, für die Einsatzkräfte wartete aber Schwerarbeit. Der Zugverkehr der Schneebergbahn musste für rund 90 Minuten unterbrochen werden, die Feuerwehr barg das Wrack von den Gleisen.

Lebenslustige SP-Frau reuig

Die 27-Jährige war gerade in Richtung Heimatgemeinde Grünbach (Bezirk Neunkirchen) unterwegs gewesen, der Unfall war bereits am vorletzten Freitag (10. Mai) passiert. Die SP-Frau (SP Grünbach) hatte dabei über zwei Promille Alkohol im Blut, den Führerschein ist sie los ("Heute" berichtete). Auf der Homepage der SPÖ führt die Speditionskauffrau folgende Hobbys an: Veranstaltungen, Wandern, Lesen, Freunde.

Die Lenkerin selbst nahm auf Anfrage auch Stellung: "An diesem Abend war vorgesehen, dass ich die Nacht bei Bekannten verbringen werde. Durch eine von mir unerklärliche Kurzschlussreaktion bin ich alkoholisiert ins Auto gestiegen und habe mich auf den Weg in meine Heimat begeben. Ich bin unendlich dankbar, dass bei diesem Unfall niemand anderer zu Schaden gekommen ist. Mein Verhalten ist nicht entschuldbar. Mir persönlich wird es die Lehre meines Lebens sein. Rückgängig kann ich leider nichts mehr machen, aber ich werde gewiss aus meinem Fehler lernen", so Stefanie Haindl reuig und einsichtig.

Ortschef hält zu Jungpolitikerin

Über Konsequenzen war vorerst nichts bekannt, die Alkoholisierung war offenbar anfangs nicht bekannt. Bürgermeister Peter Steinwender (SP) am Dienstag auf Nachfrage: "Die Lenkerin wird sehr viele Konsequenzen durch ihr Fehlverhalten tragen müssen. Ihr Unfall ist in ihrer Freizeit passiert und steht in keinem Zusammenhang mit ihrer politischen Tätigkeit, welche sie sehr engagiert durchführt."

Wegen der Funktion als Jugendgemeinderätin sagt der Ortschef: "Dazu muss auch gesagt werden, dass diese Alkoholvergehen leider regelmäßig passieren. Für eine prinzipielle Diskussion über den österreichischen Umgang mit Alkohol bin ich jederzeit als Unterstützer zu haben. Hier an einem Einzelschicksal ein Exempel zu statuieren wäre kein sinnvoller Weg."


Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Lie)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klara am 22.05.2019 00:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..

    Das ibiza video ist auch in der freizeit entstanden. Und konsequenzen wurden gezogen. Warum nicht auch bei ihr?

    einklappen einklappen
  • Bee am 21.05.2019 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Nix passiert

    Sie hätte also Menschen verletzen können, aber es ist nix passiert... Außerdem wars in ihrer Freizeit und hat nichts mit ihrer politischen Karriere zu tun.... Sie hätte aber Menschen töten können - aber is ja nicht so schlimm..

    einklappen einklappen
  • Markus Niller am 22.05.2019 05:05 Report Diesen Beitrag melden

    Egal wo

    die Spö beteiligt ist, Stillstand ist die Folge.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Arthur am 31.05.2019 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Sehr geehrte Frau Haindl, Um das politische Amt des/der Jugendgemeinderates/rätin nicht zu beschädigen, sollten Sie verantwortungsvoll handeln und zurücktreten. Wem wollen Sie denn jetzt noch Vorbild sein? Eine Alkohol-Entziehungstherapie wäre in ihren jungen Jahren möglicherweise noch erfolgversprechend.

  • schloßberganwohner am 23.05.2019 06:38 Report Diesen Beitrag melden

    Kurzschlußreaktion ...

    ... wer mit 2,0 Promille noch sein Auto findet und in Betrieb nehmen kann ist nicht zum ersten Male betrunken ...

  • hari am 23.05.2019 04:59 Report Diesen Beitrag melden

    kommt immer wieder vor

    Gleichbehandlung: so was ist auch schon so vielen Anderen in Ö aller couleurs passiert

  • Vasco da Gama am 22.05.2019 21:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gemma wos trinkn

    Die FPÖler trinken im Urlaub, die SPÖler trinken nach der Arbeit, die ÖVPlervtrinken im Keller, die KLEINEN trinken was Kleines. Alle trinken und lallen, alle anderen sind emphört.

  • StewAT2 am 22.05.2019 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gleich ist nicht gleich

    Die Schneebergbahn ist eine Zahnradbahn. Trifft das Thema nicht aber sehr schlampiger Artikel. Zur Sache selbst: Warum soll gerade ein Politikel Vorbild sein und deshalb auch berufliche Konsequenzen ziehen müssen? Müsste dann auch differenziert werden bei einem Lehrer, Beamten, Arzt, etc. und zum Wr. BGM: Auch wenn er einen Schofför stellt sein spezielles Interesse auch kein Vorbildwirkung dar.

    • Anderswelt am 23.05.2019 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      @StewAT2

      Sie müssen noch sehr jung sein, sonst könnten sie sich daran erinnern, dass es auch immer so war - es wurde differenziert. So hat man die Moral aufrecht gehalten. Vermutlich sagt ihnen das Wort Moral auch nichts mehr...?

    einklappen einklappen