NÖ/Wien

16. Mai 2019 07:00; Akt: 15.05.2019 18:09 Print

Alkolenker ging auf Polizei los: Bedingte Haftstrafe

Mit 1,72 Promille im Blut hatte ein 54-Jähriger in Wien die Polizei auf der A22 überholt - bei der Verfolgungsjagd gefährdete der Alkolenker zahlreiche Menschenleben. Jetzt musste er vor Gericht die Zeche zahlen.

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Ein damals 53-Jähriger hatte im Oktober 2018 offenbar einen rabenschwarzen Tag, setzte sich betrunken hinters Steuer und glühte auf der A22 bei Wien an einem zivilen Polizeiauto vorbei. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf, trotz Tempo 120 (erlaubt sind 80 km/h) vergrößerte sich der Abstand zum Wagen des 53-Jährigen.

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Eine halsbrecherische Amokfahrt des 53-Jährigen folgte, er beschleunigte laut Anklage bis zu Tempo 190, wechselte Spuren ohne zu blinken, überholte rechts, teilweise überholte er auch am Pannenstreifen. Andere Fahrzeuglenker mussten abrupt abbremsen, der Gasfuß gefährdete laut Anklage über zehn Menschen.

La-la-Lallende Erklärung

Schließlich wurde der Opel-Lenker gestoppt, den Beamten schlug sofort eine Alkoholfahne entgegen, lallend versuchte sich der Lenker zu erklären. Im Zuge der Amtshandlung wurde der Verkehrssünder aggressiv, ballte die Fäuste, drohte den Polizisten, packte einen Inspektor an der Jacke und wurde schließlich zu Boden gerungen.

Jetzt musste der 54-Jährige wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt in Korneuburg auf die Anklagebank. Seine Verteidigerin Daniela Schiesl-Müller verwies auf die Vorzüge des Angeklagten. Das Urteil: ein Jahr bedingte Haft und 1.440 Euro unbedingte Geldstrafe (nicht rechtskräftig). Der Angeklagte nahm das Urteil an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Anwältin Schiesl-Müller war mit dem Urteil sehr zufrieden - denn der Strafrahmen war bis zu zehn Jahre Haft.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thalkötter am 16.05.2019 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt ?

    Und sowas nennt man "Strafe" ?? Ausser bisserl was zahlen ist dem mit einem Wort gar nichts passiert...da dürfen wir ja alle dann froh sein, daß ein Teufel namens Anwalt ein Alkomonster vor dem Häfen bewahrt hat...

  • Paul am 16.05.2019 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    1.440 Euro unbedingte Geldstrafe

    Wenn ich bei uns in der 30er-Inkassozone (mehr ist das nicht) mal wieder mit 40 geblitzt werde, dann zahle ich 55EUR.

  • ray becker am 16.05.2019 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    so schauts aus

    gut zu wissen, vielleicht hab ich auch mal einen rabenschwarzen tag, dann berufe ich mich auf dieses urteil.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Pog am 16.05.2019 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Führerscheintzug...

    ... -und zwar für 5 Jahre - kommt hoffentlich noch dazu...

  • Josef Hebel am 16.05.2019 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Kommentar

    Sprachlos! Nicht verständlich! Aber, ich gebe zu, ich bin dumm, ungebildet, denn als Jurist würde ich das Urteil natürlich nachvollziehen können.

  • Ehklar am 16.05.2019 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Diese Strafe ist immerhin höher als die für besoffen, zugekokst, ohne FS und viel zu schnell einen Menschen umbringen! Erst vor wenigen Tagen!

  • ray becker am 16.05.2019 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    so schauts aus

    gut zu wissen, vielleicht hab ich auch mal einen rabenschwarzen tag, dann berufe ich mich auf dieses urteil.

  • Paul am 16.05.2019 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    1.440 Euro unbedingte Geldstrafe

    Wenn ich bei uns in der 30er-Inkassozone (mehr ist das nicht) mal wieder mit 40 geblitzt werde, dann zahle ich 55EUR.