Über 2.500 Stück

23. August 2018 11:11; Akt: 23.08.2018 11:29 Print

Champagner-Flaschen aus Flugzeugen gestohlen

Coup am Flughafen Wien-Schwechat: Ein 43-jähriger Supervisor stahl aus Emirates-Flugzeugen mehr als 2.500 Wein- und Champagnerflaschen.

Dieb stahl aus Flugzeugen Champagner-Flaschen. (Bild: Daniel Schaler, iStock)

Dieb stahl aus Flugzeugen Champagner-Flaschen. (Bild: Daniel Schaler, iStock)

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Eine Angestellte der Luftlinie Emirates erstattete auf der Polizeiinspektion Schwechat-Flughafen die Anzeige, dass durch vorerst unbekannte Täter Champagnerflaschen aus der First- Class des A380 gestohlen wurden. So kam der Fall ins Rollen.

Durch die intensiven Ermittlungen der Polizeiinspektionen Schwechat Flughafen, Brunn am Gebirge und des Kriminaldienstes des Stadtpolizeikommandos Schwechat, konnte ein 43-Jähriger aus dem Bezirk Baden ausgeforscht werden, welcher in seiner Funktion als Supervisor "Lebensmittelkontrolle" den Zutritt zu den Flugzeugen der Luftlinie Emirates zum gewerbsmäßigen Diebstahl der hochpreisigen Getränkeflaschen genutzt haben dürfte.

Flaschen um 120.000 Euro gestohlen

Er ist Großteils geständig, von Mitte Dezember 2016 bis 26. Jänner 2018, bei seinen Diensten aus den am Flughaften Schwechat abgestellten Flugzeugen A380 und Boeing 777 der Fluglinie Emirates gesamt mehr als 2.500 Wein- und Champagnerflaschen im gesamten Wert von etwa 120.000 Euro gestohlen zu haben.

Komplize betrieb den direkten Verkauf übers Internet

Ein weiterer 43-jähriger, ebenfalls aus dem Bezirk Baden, dürfte den gewinnbringenden Verkauf der gestohlenen Getränkeflaschen über eine Internetplattform und im direkten Verkauf betrieben haben. Er ist ebenfalls großteils geständig.

Die beiden 43-Jährigen wurden der Staatsanwaltschaft Korneuburg wegen gewerbsmäßigen Diebstahls und der 43-Jährige "Verkäufer" zusätzlich wegen Betrugshandlungen angezeigt. Ein Beschuldigter wurde am 21. August 2018 am Landesgericht Korneuburg rechtskräftig zu 15 Monaten Haft und der zweite Beschuldigte rechtskräftig zu drei Jahren Haft verurteilt.

Als mögliche "Großabnehmer" wurden ein 37-Jähriger aus Linz und ein 52-Jähriger aus dem Bezirk Landeck ausgeforscht. Die Beiden sind zum Verdacht der gewerbsmäßigen Hehlerei nicht geständig. Dazu wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Korneuburg eingestellt.

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(wes)

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