Ternitz

08. Mai 2019 16:40; Akt: 08.05.2019 18:25 Print

Ehepaar gebissen: Es war 4. Attacke des Rottweilers

Aufregung nach der Attacke einer Rottweiler-Hündin in Ternitz (Bezirk Neunkirchen): Es war dies bereits der vierte Vorfall, die Stadtgemeinde greift jetzt durch.

Vierter Vorfall mit Rottweiler-Hündin: Stadtgemeinde will jetzt durchgreifen. (Bild: iStock (Symbol))

Vierter Vorfall mit Rottweiler-Hündin: Stadtgemeinde will jetzt durchgreifen. (Bild: iStock (Symbol))

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Ternitz ist ein Ehepaar am frühen Dienstagabend von einem freilaufenden Rottweiler attackiert worden. Das Tor eines Betriebsgeländes dürfte offen gewesen sein, die rund zwei Jahre alte Rottweiler-Hündin büxte um 18.35 Uhr aus und griff eine 64-Jährige und ihren Gatten (66) an.

Umfrage
Haben Sie einen Hund als Haustier?

Das Tier habe laut Polizei das Ehepaar auf offener Straße "grundlos attackiert". Mit Bisswunden musste das Paar im Spital versorgt werden. Der Hundebesitzer (53) wird bei der Bezirkshauptmannschaft und der Staatsanwaltschaft angezeigt ("Heute" berichtete).

Wie "Heute"-Recherchen ergaben, war dies bereits der vierte Vorfall in der jüngeren Vergangenheit. Die weiteren Vorfälle datierten vom 7. April 2018, vom 17. September 2018, vom 14. November 2018.

Einspruch gegen Hundehalteverbot

Bei der Attacke im November hatte die Hündin ebenfalls das Betriebsgelände ohne Aufsicht verlassen, einen damals 45-Jährigen angegriffen, ihn in den Unterschenkel und Arme gebissen. Er erlitt sogar einen Bruch.

Seitens der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen heißt es auf "Heute"-Anfrage: "Das Hundehaltegesetz fällt grundsätzlich in den Vollzugsbereich der Gemeinden und dürfen wir daher auf die Stadtgemeinde Ternitz in dieser Angelegenheit verweisen."

SP-Bürgermeister Rupert Dworak erklärt im "Heute"-Gespräch: "Ende Februar haben wir bereits ein Hundehalteverbot per Bescheid ausgestellt, der Anwalt des Hundehalters hat aber einen mehrseitigen Einwand und Einspruch vorgelegt. In der Stadtratssitzung am 11. Juni hätten wir alle Einwände korrekt abweisen und den Bescheid auf Schiene bringen wollen. Das hat sich jetzt erledigt. Mit dem neuerlichen Vorfall – ich wünsche dem Ehepaar alles Gute – wird heute noch ein Bescheid für ein Hundehalteverbot ergehen."

Auch hier habe der Besitzer zwar wieder Einspruchsrecht, "nach dem neuerlichen Vorfall denke ich aber, dass für alle ersichtlich ist, dass alles, außer ein Verbot der Haltung dieses Hundes unverantwortlich ist", betont Dworak.


Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(wes)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Baldi am 08.05.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Unverbesserlich

    Wiederholungstäter - Entweder ist der Hundehalter krank oder der Hund.Diesem Herrn gehört eine saftige Geldstrafe und eine Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung.

  • myopinion am 08.05.2019 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Zum 4. Mal zugebissen

    Anstatt Dokumente zu erstellen, hätte man sofort handeln müssen und den Hund abnehmen. Einspruch hätten die Besitzer dann immer noch machen können. Jetzt hat die Rotweiler Hündin 4x! zugebissen, weil niemand auf sie aufgepasst hat. Wäre ich betroffen, würde ich auf eine hohe Schmerzensgeld Summe klagen.

    einklappen einklappen
  • Markus am 08.05.2019 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wie oft noch?

    Ich ärgere mich über die Besitzer des Hundes. Denen ist anscheinend alles egal. Die Strafen gehören so erhöht, dass es nicht mehr egal ist, ob der Hund beißt oder nicht. 4x ist doch etwas viel, die Besitzer sind da möglicherweise anderer Meinung. Es geht nicht nur um die körperlichen Verletzungen, man muss so einen Vorfall auch verarbeiten könne. Was wäre, wenn die Opfer auf Grund der gefährlichen Situation einen Herzinfarkt erlitten hätten?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • EUsebius am 09.05.2019 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    und so weiter

    listenhundebesitzer haben definitiv das GM-gen. vernunftsargumenten unzugänglich, irrationales denken, täter/opfer umkehr, kind bewegt sich, erschrocken, kind schuld, keine einsicht bezüglich ihrer potentiellen gefährder an der leine , bei gegenargumenten wird reflexartig auf hundehasser geschaltet und prinzipiell gegen die eigene spezies. was ist schon ein kind ? das hat er vorher nie getan. alle andern müssen sich über hunde informieren.

  • püppi am 09.05.2019 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Was die meisten

    nicht wissen,bei diesen Rassen passiert es immer wieder,dass sie im im Alter öfter eine Kopferkrankung bekommen,habe auch bei Bekannten miterlebt,dass der Rotti eine Wesensveränderung nach 8 Jahren zeigte und er auch zu Beissattacken gegen dem Halter neigte.Leider musste der Hund eingeschläfert werden.Dafür kann jedoch der Züchter nichts dafür,das ist anscheinend kein Einzelfall.

  • WauWau am 09.05.2019 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    wenn nach X Vorfällen

    nicht mehr von der Gemeinde kommt sollte man den Bürgermeister wegen Untätigkeit verklagen. Das er was machen kann sieht man ja jetzt, nachdem der Xte Fall öffentlich geworden ist.

  • Claudia am 08.05.2019 23:11 Report Diesen Beitrag melden

    Züchter

    Ich bin grundsätzlich der Meinung das der Verkauf von ALLEN Hunden ausschließlich nur noch von registrierten Züchter geschehen darf. Und je nach Rasse bzw. Größe des Hundes ein entsprechender Kurs gemacht werden MUSS. Das betrifft aber auch die kleinsten oder kleineren Hunde denn hier gibt es oft ein starkes Fehlverhalten. Aber natürlich sollten alle Hunde die größer sind einen intensiveren bzw. Der Rasse angepassten Kurs machen. Und Wachhunde müssen sowieso einen abgestimmten und strengeren Kurs bzw. Abrichtung machen!

  • S@ am 08.05.2019 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wo..

    Das sich ein Besitzer eines Betriebsgelände einen Wachhund hält, speziell Autoverkäufer, ist ok. Nur muss der Wacchund entsprechend auch untergebracht werden. In einen Zwinger, entsprechend gross, mit Beisskorb, wenn das Gelände offen ist usw. Dieser Hundebesitzer scheint keine entsprechenden Regeln einzuhalten und damit sollte er auch keinen Hund besitzen. Mich würde interessieren, wo dieses Firmengelände in Neunkirchen NÖ liegt.