Niederösterreich

09. April 2018 07:45; Akt: 09.04.2018 07:59 Print

Ex-Flüchtling zahlt Kosten für Lager retour, wählt FPÖ

Ex-Flüchtling und Asylheimbewohner Arthur D. zahlte dem BMI die Kosten fürs Lager in Traiskirchen zurück, wählt FPÖ. "Heute" weiß warum.

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Nur mit dem nackten Leben war Arthur D. (55) vor über 20 Jahren nach Österreich gekommen. Seine damals erste Station: Das Flüchtlingslager in Traiskirchen (NÖ).

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Ukrainer wurde Blauer

Der willensstarke Bauingenieur schaffte es in ein gut-bürgerliches Leben, hat heute ein Haus im schönen Stadtteil Wagram in Sankt Pölten. Seit Jahren wählt der bald 56-Jährige freiheitlich, ist auch Parteimitglied. Warum wählt ein Flüchtling ausgerechnet Blau? "Aus Respekt zu Österreich in erster Linie", sagt der gebürtige Osteuropäer.

Die Kosten (gut 15.000 Schilling, umgerechnet rund 1.100 Euro ohne Inflation) für den Lageraufenthalt in Traiskirchen zahlte er an das Innenministerium zurück: "Das war mir damals einfach ein persönliches Anliegen und daher enorm wichtig."

Auf die Frage, ob er einen Unterschied zwischen dem Flüchtlingsstrom in den 90er-Jahren und dem akuellen bzw. 2015 erkenne, antwortet der Diplomingenieur: "Es wird viel zu viel gelogen. Ich habe den Eindruck, dass ehrliche Asylwerber dadurch manchmal benachteiligt werden."

Müll erinnert an Heimat

In Sankt Pölten fühle er sich pudelwohl, einzig der viele Müll an und um die Traisen störe ihn: "Es wird gegrillt im Freien und gefeiert. Vor allem ab Ende März/Anfang April. Alles schön und gut, aber es ist sehr viel Mist und Unrat an der Traisen. Es erinnert mich an die Ukraine." Der Ukrainer wandte sich damit an FP-Stadtrat Klaus Otzelberger. Der meint: "Da ist das Magistrat gefordert."

Eine politische Funktion könne sich Arthur D. zwar vorstellen, aber: „Da fehlt mir einfach die Zeit, ich bin beruflich total eingespannt."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michele Fuchs am 09.04.2018 08:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    danke

    Respekt ein dank an diesen sympathischen Herrn. So hilft man echt gerne wenn man sieht es wird was daraus gemacht !

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  • Gunther P. am 09.04.2018 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Communitys müssen Entsorgung bezahlen

    Arthur spricht ein ein Thema an, dass auch in Wien zunehmend zum Problem wird: Ich reise als Gast oft nach Wien. Sobald es schön ist, gibt es kaum noch eine Grünfläche in der Stadt, die nicht von Ausländern zum Grillen besetzt ist. Sie holzen mit Äxten und Sägen Brennmaterial ab und hinterlassen jedes Mal einen Müllberg. Die Stadt Wien setzt zwar Securitys ein, aber es sind meist Angehörige türkischer oder arabischer Communitys, die sich um die Einhaltung von Gesetzen wenig kümmern. Eine solche Respektlosigkeit wird in Deutschland vom Ordnungsamt bestraft. Das sollte es hier auch geben.

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  • ana_conda am 09.04.2018 08:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Athur D.

    Hut ab! Genialer Mann!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Jean Paulchen am 10.04.2018 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Es sind nie alle gleich

    Die geschichte zeigt nur eines: dass man nie alle in einen topf werfen darf. Insofern sagen auch pauschale aussagen über 'die flüchtlinge' nix aus

  • Claudia p. am 10.04.2018 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kein

    Kaum zu glauben dass es so etwas noch gibt. Vorbildhaft.

  • Umbra Mortis am 10.04.2018 03:57 Report Diesen Beitrag melden

    Gelungene Integration

    Normalerweise krieg ich Augenkrebs, wenn ich über Flüchtlingsthemen lese. Aber in diesem Fall ist genau das Gegenteil der Fall.

  • Al Bundy am 09.04.2018 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wa(h)len

    Wähle selbst auch blau bin länger als der in Österreich und ganz sicher noch begeisterter hihihi...

  • Alex am 09.04.2018 19:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Propaganda vom feinsten

    Finde das eine gute Sache, nur wieso gleich damit Publik machen und noch die FPÖ betonen. Für mich ist das typische Propaganda damit die Partei besser da steht.