Nach Katastrophe

06. Mai 2019 18:11; Akt: 07.05.2019 08:06 Print

Flugzeugbrand: Wien für ähnliche Fälle gerüstet

Der Flughafen Wien-Schwechat sieht sich für ein ähnliches Szenario wie auf dem Moskauer Flughafen gerüstet. Es gebe "klare Einsatzpläne".

Der Flughafen in Wien-Schwechat. (Bild: Flughafen Wien)

Der Flughafen in Wien-Schwechat. (Bild: Flughafen Wien)

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Nach einer Notlandung auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo ist eine russischen Aeroflot-Maschine am Sonntag in Flammen aufgegangen, 41 Insassen überlebten das Unglück nicht. Der Flughafen Wien sieht sich für ein ähnliches Szenario gerüstet. Sprecher Peter Kleemann verwies auf eine "breit aufgestellte Notfallorganisation und klare Einsatzpläne" für den Fall eines Brandes am Airport.

Der Flughafen Wien in Schwechat verfügt über eine Betriebsfeuerwehr mit 130 Mitgliedern und 35 Einsatzfahrzeugen. Zwei Feuerwachen sind rund um die Uhr besetzt, von ihnen aus kann jeder Ort am Airport-Areal binnen drei Minuten erreicht werden, hielt Kleemann in einer schriftlichen Stellungnahme fest. "Weiters verfügt der Flughafen Wien über einen eigenen Rettungsdienst, der mit einem Notarzt und ausgebildeten Sanitätern ebenfalls rund um die Uhr besetzt ist und bei Einsätzen sofort medizinische Unterstützung leistet", betonte der Sprecher.

Koordiniert werden Einsätze bei sogenannten flugbetrieblichen Ereignissen durch die zur Flughafen Wien AG gehörende Abteilung "Airside Operations" - diese hält Kleemann zufolge auch den Kontakt zu Austro Control. "Entscheidungen, ob der operative Betrieb weiterlaufen kann oder eingeschränkt bzw. unterbrochen werden muss, werden in enger Abstimmung mit Austro Control und den zuständigen Behörden getroffen", erklärte Kleemann.

"Helfer treffen in kürzester Zeit ein"

Im Falle eines Brandes oder eines ähnlichen Ereignisses würden sofort alle Einsatzorganisationen am Standort alarmiert, mitunter erfolge dies bereits vor der Landung eines Flugzeuges. Die Helfer treffen "in kürzester Zeit ein, erwarten die Landung der Maschine und setzen die erforderlichen Notfallmaßnahmen, wie Brandlöschung und Rettungsmaßnahmen". Verletzte Personen würden erstversorgt und im Bedarfsfall in Krankenhäuser überstellt.

Nach dem Einsatzende kümmert sich der Airport um die etwaigen Bergungsarbeiten. Kleemann: "Im gesamten Prozess steht der Flughafen in enger Abstimmung mit der jeweiligen Fluglinie." Weiters zu berücksichtigen seien etwa Faktoren wie die Betreuung von Angehörigen, die Planung des nachfolgenden Betriebs sowie mögliche Flugverzögerungen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gauf am 06.05.2019 18:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was wäre anders?

    Selbstlob stinkt. Das sollte auch die Flughafenfeuerwehr wissen. Was wäre den in Wien anders gelaufen als in Moskau?

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  • Schierl Fraunz (der ewig brandige) am 07.05.2019 06:33 Report Diesen Beitrag melden

    Restrisiko

    Ich habe keine Zweifel daran das die Flughafenfeuerwehr perfekt gedrillt und hervorragend ausgerüstet ist . Aber man muss die Sache so nüchtern sehen , das es gewisse Situationen gibt , bei denen auch die schnellste Feuerwehr nicht vollumfassend helfen kann . Das ist das Restrisiko beim fliegen . Da hilft auch die Lobhudelei nicht . Aber ich klopfe auf Holz , das die Flughafenfeuerwehr niemals solche gefährlichen Einsätze fahren werden muss .

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Schierl Fraunz (der ewig brandige) am 07.05.2019 06:33 Report Diesen Beitrag melden

    Restrisiko

    Ich habe keine Zweifel daran das die Flughafenfeuerwehr perfekt gedrillt und hervorragend ausgerüstet ist . Aber man muss die Sache so nüchtern sehen , das es gewisse Situationen gibt , bei denen auch die schnellste Feuerwehr nicht vollumfassend helfen kann . Das ist das Restrisiko beim fliegen . Da hilft auch die Lobhudelei nicht . Aber ich klopfe auf Holz , das die Flughafenfeuerwehr niemals solche gefährlichen Einsätze fahren werden muss .

  • Gauf am 06.05.2019 18:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was wäre anders?

    Selbstlob stinkt. Das sollte auch die Flughafenfeuerwehr wissen. Was wäre den in Wien anders gelaufen als in Moskau?

    • Hans am 06.05.2019 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gauf

      Die hätten nicht ewig gebraucht bis sie da sind.

    • Gauf am 07.05.2019 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hans

      Es geht auch nicht um "ewig" brauchen. Aber wenn das Flugzeug so wie in Moskau runter kommt und schon bevor es zum Stillstand kommt lichterloh brennt hat keine Feuerwehr eine Chance.

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