08. Juni 2011 21:07; Akt: 28.07.2011 12:00 Print

Gemeinderatswahl St. Pölten: Gerüchteküche brodelt

Keine vier Wochen mehr bis zur Gemeinderatswahl in St. Pölten und die verbalen Hackeln beginnen schon recht tief zu fliegen! Während der VP unterstellt wird, Kandidaten auf ihrer Liste zu haben, die an einem Mandat gar nicht interessiert sind, wollen andere SP-Spitzenkandidat Matthias Stadler schon als Landesvize sehen ...

Fehler gesehen?

Tatsächlich birgt die VP-Kandidatenliste Überraschungen: So findet sich etwa Hans-Jörg Schelling, Chef des Hauptverbandes der Sozialversicherungen und wohl einer der profiliertesten Wirtschafter des Landes, darauf. Dazu ist zu wissen: Matthias Adl, der neue Vizebürgermeister, sowie Klubobmann Bernhard Wurzer sind die beiden einzigen in der VP, die gesetzt sind - jeder andere der noch 82 Kandidaten muss sich durch Vorzugsstimmen seinen Sitz im Stadt- oder Gemeinderat erarbeiten.


Und genau hier setzt die Kritik an: Ein Top-Manager wie Schelling würde sich doch nie ins St. Pöltener Rathaus setzen. Irrtum!, sagt Wurzer, Jeder Kandidat hat sich verpflichtet, im Falle seiner Wahl sein Amt auch anzutreten. Was Schelling Heute gegenüber auch bestätigt.



Aber auch was den SP-Spitzenkandidaten, Stadtchef Matthias Stadler, betrifft, gärt es in der Gerüchteküche. Er könnte nach geschlagener Wahl als Landesvize ins Regierungsviertel einziehen. Eine Idee, die selbst in hohen VP-Kreisen für ziemlich unrealistisch gehalten wird.


Einerseits hat Stadler schon einmal Nein, danke! gesagt, andererseits ist es unvorstellbar, die Funktionen von Parteiobmann und Landesvize zu trennen. Einerlei: St. Pölten tratscht zwar über Gerüchte, ist laut Adl aber an Essentiellem interessiert - Straßenensanierungen, Gehsteige etc.

Karl Müllauer

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen: