Gottfried geht's gut

22. April 2019 19:52; Akt: 23.04.2019 10:22 Print

Geretteter Otter plantscht jetzt in neuem Zuhause

In Oberösterreich wurde ein verwaister Baby-Otter gefunden und gerettet, jetzt war es Zeit für "Gottfried" eine artgerechte Bleibe zu finden.

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Anfang Februar fanden zwei Mitarbeiter der Tierrettung beim Spaziergang in Mitterkirchen (Bez. Perg) einen verwaisten Baby-Otter. Das Tierchen machte durch lautes Quietschen auf sich aufmerksam, war sofort ungewohnt zutraulich. Der Findling wurde ins Tierheim nach Freistadt gebracht und dort von Pflegerin Tamara Binder liebevoll aufgezogen – "Heute" berichtete.

Mittlerweile ist der kleine Otter gar nicht mehr so klein und es wurde Zeit, ein passendes Plätzchen für "Gottfried" zu finden. Schlussendlich landete das Kerlchen im Naturparkzentrum "UnterWasserReich" in Schrems (Bez. Gmünd). Im Waldviertel freut man sich sehr über den pelzigen Zuwachs.

Gottfried lernt schnell

Das etwa sechs Monate alte Ottermännchen gewöhnte sich nach einem tränenreichen Abschied von Mama Tamara rasch an sein neues Gehege und seine neuen "Tanten", Tierpflegerin Marion Weixelbraun und Zoologische Leiterin Barbara Dolak.

Gottfried bewies seine Lernfähigkeit und eignete sich innerhalb weniger Tage bereits verschiedene Fähigkeiten an, die ihn als echten Fischotter ausweisen – das Schwimmen (das Otter tatsächlich nicht von Geburt an können), Tauchen und Klettern gehören nun zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Der Tierärztliche Leiter des Naturparks konnte schon bei der ersten Visite erfreut feststellen: "Gesund und munter – und gekommen, um zu bleiben!"

Auswildern funktioniert nicht

Tatsächlich können handaufgezogene Otter nicht einfach wieder ausgewildert werden, da sie eine sehr innige Bindung zum Menschen eingehen und daher in freier Wildbahn unnatürlicherweise Kontakt mit solchen suchen.

Außerdem müssen junge Fischotter die Jagdstrategien, die sie benötigen, um unterschiedliche Beutetiere erlegen zu können, von ihrer Mutter lernen. Diese mangelhaften Fähigkeiten durch die Handaufzucht können ihnen beim Entlassen in die Natur zum Verhängnis werden.

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