Serie geht weiter

11. April 2019 09:25; Akt: 11.04.2019 10:40 Print

Giftköder: Wieder extrem seltener Seeadler getötet!

Nächster Giftanschlag auf geschützte Greifvögel: Diesmal erwischte es in Frauenkirchen gleich mehrere Tiere – dabei schmerzt Tierschützern ein Verlust ganz besonders.

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Die Serie illegaler Greifvogelmorde reißt nicht ab. In Frauenkirchen (Burgenland) wurden jetzt ein Seeadler, vier Mäusebussarde, zwei Rohrweihen und ein Kolkrabe tot gefunden – vier Köder, offensichtlich versetzt mit dem hochtoxischen Nervengift Carbofuran, wurden sichergestellt. In diesem Jahr gab es in Niederösterreich bereits mehrere Fälle wie diesen – "Heute" berichtete jeweils.

Besonders bitter ist dabei der Verlust des Seeadlers. Denn bei dem Tier handelt es sich um eines jener Exemplare, die im Nationalpark Donau-Auen (Niederösterreich) mit einem Sender ausgestattet wurden, um sie besser erforschen zu können ("Heute" berichtete mehrmals). In ganz Österreich gibt es nur noch 35 Seeadler-Brutpaare. Jeder Verlust ist daher für den Artenschutz ein äußerst schmerzlicher.

Sender zeigte keine Aktivität

Gefunden wurden die toten Tiere, weil der Sender des GPS-Seeadlers schon seit 27. März keine Aktivitäten mehr zeigte. Bei der Kontrolle des letzten Standortes wurden der tote Seeadler, ein toter Mäusebussard sowie ein offensichtlich mit Carbofuran präparierter Fasan auf einem Acker gefunden und zur Anzeige gebracht.

Mit Polizei und BirdLife-Spürhund Charlie erfolgte am nächsten Tag eine Nachsuche. Mit dem Ergebnis: drei weitere Köder, drei frisch vergrabene Mäusebussarde, zwei bereits vor längerer Zeit getötete Rohrweihen sowie ein mutmaßlich erschossener Kolkrabe. "Die Giftköder lagen frei auf offenem Feld", berichtet Matthias Schmidt von der BirdLife Österreich. "Das spricht dafür, dass hier gezielt gegen Greifvögel vorgegangen wurde. Da die Täter sehr viel Gift eingesetzt haben, grenzt es an ein Wunder, dass nicht noch viele andere Wildtiere oder auch Haustiere vergiftet wurden!"


Zivilcourage gefragt: Hinweise bitte melden

BirdLife Österreich und WWF Österreich ersuchen wachsame Spaziergänger, bei Verdacht auf illegale Vergiftung oder Abschuss von Greifvögeln die Polizei zu verständigen oder auch anonym zu melden unter der Meldeplattform www.kaiseradler.at und der APP birdcrime, sowie Verdachtsfälle telefonisch unter 0660/869 23 27 bekannt zu geben.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mal ehrlich am 11.04.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Denkfehler?!

    Schlimm genug, dass solche Gifte bei uns herum liegen. Und ist es nicht ironisch, dass die Raubvögel sterben und die Bauern sich aufregen, dass es Mäuseplagen gibt? Scheinen nicht die hellsten zu sein... Paar Schlangen dazu aussetzen und sich 3 Katzen zulegen. Weg wäre das Problem

  • angelina am 11.04.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    giftfrei

    das gesetz muss für solche taten die strafe erhöhen...gegen mäuseplage sind raubvögel, katzen und füchse zuständig, das ist der natürliche ablauf! gift ist nicht akzeptabel!

  • ZDSA am 11.04.2019 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    ....

    Mögen der oder die sich selber damit leid zufügen! Da bei einer Verurteilung einige wenige hundert Euro an strafen zu entledigen sind, genauso wie der freilaufende Hund auf der Skipiste welcher ein Reh blutig gebissen hat und es erlöst werden musste! Mehr als paar Hundert Euro strafe waren da auch nicht drinnen! Mit Gift versetzter Fasan ist definitiv gezielt und ich bete das sich das Schicksal gegen den bzw. die wendet!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • angelina am 11.04.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    giftfrei

    das gesetz muss für solche taten die strafe erhöhen...gegen mäuseplage sind raubvögel, katzen und füchse zuständig, das ist der natürliche ablauf! gift ist nicht akzeptabel!

  • ZDSA am 11.04.2019 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    ....

    Mögen der oder die sich selber damit leid zufügen! Da bei einer Verurteilung einige wenige hundert Euro an strafen zu entledigen sind, genauso wie der freilaufende Hund auf der Skipiste welcher ein Reh blutig gebissen hat und es erlöst werden musste! Mehr als paar Hundert Euro strafe waren da auch nicht drinnen! Mit Gift versetzter Fasan ist definitiv gezielt und ich bete das sich das Schicksal gegen den bzw. die wendet!

  • Mal ehrlich am 11.04.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Denkfehler?!

    Schlimm genug, dass solche Gifte bei uns herum liegen. Und ist es nicht ironisch, dass die Raubvögel sterben und die Bauern sich aufregen, dass es Mäuseplagen gibt? Scheinen nicht die hellsten zu sein... Paar Schlangen dazu aussetzen und sich 3 Katzen zulegen. Weg wäre das Problem

  • x-men am 11.04.2019 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    das sind die Bauern

    die können aber nix dafür, heuer haben die eine große Mäuseplage, der Giftköder am Foto hier ist Mäusegift.

    • Ein Gast am 11.04.2019 10:43 Report Diesen Beitrag melden

      Warum ?

      Waqs sollte es dann den Bauern bringen tote Fasane zu präparieren und das am freien Feld auszubringen ?

    • eb am 11.04.2019 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @x-men

      Ja die Bauern können nie was dafür wie sie Tiere behandeln und ihre Felder,hauptsache Gift

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