Niederösterreich

08. November 2018 18:44; Akt: 08.11.2018 18:14 Print

Grüne: "Zentrum von Gablitz wird zerstört"

Heftige Kritik der Grünen Liste in Gablitz (Bezirk St. Pölten): Dort wo früher grüne Bäume waren, seien nur noch Erdhaufen und Baumstümpfe zu sehen. Der VP-Ortschef erklärt die Hintergründe.

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In Gablitz wurde in letzter Zeit heftig gebaggert. Die Bäume des ehemaligen Klostergartens, die Tennisplätze, die alten Stallungen: alles weg. Die Stämme des zentralen Grünraums im Ortszentrum sind ordentlich aufgestapelt und harren ihrer Verbrennung, heißt es in einer Aussendung der Grünen Liste.

„Es gibt derzeit immer noch keine konkreten Pläne, wie das neue Zentrum auf Kloster- und Bundesforstegrund aussehen soll. Wir wissen nur, dass Gablitz jetzt jedenfalls schon fürchterlich anders aussieht. Das Hauptproblem für die Gemeinde ist auch genau,“ so der geschäftsführende Gemeinderat für Naturschutz Gottfried Lamers, „dass sie sich blindlings in einem Vertrag dazu verpflichtet hat, die Umwidmung dieses zentralen Geländes zu betreiben, ohne konkrete Zusagen für irgendetwas zu haben.“

„Die Menschen in Gablitz sehen jetzt aber direkt vor ihrer Haustüre, zu welcher Natur- und Ortsbildzerstörung die Pläne von Bürgermeister Cech geführt haben. Wir hören darum auch von immer mehr Gablitzer, dass sie einen derart massiven Eingriff in Gablitz nicht für möglich gehalten hätten und von der intransparenten Vorgehensweise des Bürgermeisters enttäuscht sind. Hinzu kommt, dass künstlich geschaffene Ortszentren noch nie funktioniert haben. Es ist daher zu befürchten, dass das sogenannte ‘Ortszentrum’ im Klosterbereich eine triste Ansammlung von Wohngebäuden, umgeben von Asphalt und Straßen wird“, so Miriam Üblacker, Mitglied der Grünen Liste Gablitz.

Bürgermeister: "Grüner Populismus"

Michael Cech, VP-Bürgermeister von Gablitz, versteht die Angriffe der Grünen nicht: "Ich finde das sehr schade, denn sie wissen eigentlich, um was es geht."

Im Zentrum steht eine Fläche von 9.000 Quadratmetern. Auf 1.000 Quadratmetern davon werden im Dezember die baulichen Maßnahmen für eine Flutmulde und einen notwendigen Hochwasserschutz fertiggestellt. Im Endausbau gleiche diese Fläche einer Parklandschaft. Was auf den restlichen 8.000 Quadratmetern entstehen wird, ist noch unklar. "Dazu haben wir ein Bürgerbeteiligungsprojekt eingeleitet. Am 28. November findet dazu der dritte Workshop statt", betont der Bürgermeister im "Heute"-Gespräch.

Es werde ein Mix aus Wohnen und Wirtschaft entstehen, auch eine Festhalle wäre auf dem Areal dringend notwendig.

Die Bundesforste und das Kloster investieren 1 Million Euro in das Areal, dafür bekommen sie von der Gemeinde die Grundstücksfläche. "Eine Win-win-Situation", so Cech. Zudem werden Bundesforste und Kloster 150.000 in drei Tennisplätze investieren.

"Das ganze Projekt wurde vom Land als Musterprojekt angesehen, hier wird von den Grünen versucht, es populistisch schlecht zu machen", so der Bürgermeister.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wolfgang Winkler am 08.11.2018 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    der Herr Bürgermeister kann der Frau Vizebürgermeister von Wien die Hand geben, auch diese verstand es aus dem Gartenbezirk Liesing klein Saloniki zu bauen und den Laaerberg auf klein Athen umzubauen, Hauptsache Grünflächen werden verbaut - und die roten klatschen dazu

  • Susanne Rücker am 10.11.2018 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    1000 qm werden Grünfläche bleiben und 8000 qm werden zubetoniert. Hätte man die alten Bäume nicht verschonen können und weniger Fläche verbauen? Bei der Versammlung Anfang September sagte Bürgermeister Cech, dass er noch keine Idee und keine Vorstellung hat, wie der neue Ortskern aussehen soll, obwohl da schon die Bagger bestellt waren, er wisse nur, dass höchstens 80 bis 100 Wohnungen gebaut werden, ein Pflegeheim, ein Kindergarten, ein Hauptplatz mit Geschäften, eine Veranstaltungshalle und natürlich Parkplätze. Ob es den Bürgern recht ist, fragte er nicht.

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  • Wolfgang Winkler am 08.11.2018 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    der Herr Bürgermeister kann der Frau Vizebürgermeister von Wien die Hand geben, auch diese verstand es aus dem Gartenbezirk Liesing klein Saloniki zu bauen und den Laaerberg auf klein Athen umzubauen, Hauptsache Grünflächen werden verbaut - und die roten klatschen dazu