Niederösterreich

17. Juli 2018 06:25; Akt: 16.07.2018 17:26 Print

Hunderte Lenker von Radar geblitzt: Strafen nicht OK?

Die Radarbox im Baustellenbereich in Biedermannsdorf (Mödling) ärgerte viele Lenker, sie wurden bestraft. Nur: Ein Opfer, ein Anwalt, erhob Einspruch und muss nicht zahlen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es war die Aufreger-Radarfalle im Frühjahr 2018 in NÖ – Hunderte Lenker waren in der Wiener Straße in Biedermannsdorf geblitzt worden. Die teuflische Situation: Am Boden war eine 40er-Beschränkung aufgemalt, daneben stand ein schlecht sichtbares 30er-Taferl. Die meisten Lenker fuhren 40 und wurden geblitzt („Heute“ berichtete).

Umfrage
Radar im Baustellenbereich - was halten Sie davon?
58 %
28 %
13 %
1 %
Insgesamt 1676 Teilnehmer

Unter den vielen Opfern war auch Rechtsanwalt Christoph Luisser, der gegen die Geldstrafe Einspruch erhob. Jetzt kam die Antwort von der BH Mödling: Das Verfahren wurde eingestellt. Von Seiten der BH heißt es: „Das war Prüfung eines Einzelfalles.“

Muss für alle gelten

Luisser sieht dies anders: „Als Grund für die Einstellung wurden gleich sechs mögliche Gründe genannt. Wenn auch nur ein Grund für die Einstellung das 40er-Piktogramm bei gleichzeitiger 30er-Beschränkung ist, so muss dieser Grund für alle Lenker gelten.“

Die 40er-Bodenmarkierung wurde danach überdeckt, Christoph Luisser, auch Gemeinderat, will die Causa jetzt in der nächsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag einbringen.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Lie)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Driver am 17.07.2018 06:56 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht Falle auch auf der A25/A1

    Ich habe eine Radarfalle von Wels kommend auf die Rampe der A1 beeinsprucht und warte schon seit Monaten auf eine Anwort vom Verwaltungsgericht. Es stellte sich heraus, dass das Radar entgegen der Verordnung aufgestellt wurde und die Ortsangabe nicht mit der Örtlichkeit übereinstimmt. Bei einem Lokalaugenschein blitze es im 30-Sekundentakt! Das dürfte für OÖ eine Goldgrube sein, weshalb man das Verfahren wegen Fristablauf einstellen wird. Damit erspart sich die Behörde eine Auseinandersetzung mit den Mängeln und macht munter weiter.

    einklappen einklappen
  • Tex Wanke am 17.07.2018 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Recht einfach !!

    Wenn der Anwalt nicht zahlen muß dann keiner !! Sonst wärs ja ein Fall von schwerster Diskriminierung !!

  • aborigini am 17.07.2018 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    An Regeln halten

    Ich finde Radars generell eine gute Sache, da wir Autofahrer meist sehr undiszipliniert sind. DEN Fall kenne ich nicht, aber bei Bausstellen am Straßenrand, wenn also Menschen gefährdet würden, wenn man zu schnell vorbeifährt sind sie in Ordnung. Ich bersteh nicht, dass es Menschen gibt, die gegen Regeln verstoßen und sich aufregen, wenn sie dabei erwischt werden. Fahrts normal und KEINER wird euch etwas tun.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sciencer am 05.08.2018 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kommissioniert?

    Hat das 30er-Taferl eine behördliche Genehmigung gehabt? In 99 Prozent der Fälle ist das nicht der Fall. Die Tafeln werden durch Baustellenpersonal aufgestellt - und meist vergessen. Im Falle einer Überschreitung der dort vorgegebenen Geschwindigkeit kann demnach NUR von einem Exekutivorgan VOR ORT durch eine mögliche Gefährund Dritter vorgegangen werden (angepasste Geschwindigkeit, Gefährdung...). Alles andere ist "Deppensteuer", die der Staat von allen kassiert, die keine Ahnung davon haben was sie tun. Ein Auto von A nach B bewegen ist zu wenig.

  • Gerhard Karlovic am 18.07.2018 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Dies ist wieder ein mal wie immer, wenn sich keiner "meldet" zocken wir ab!

  • Roland Radosztics am 17.07.2018 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit der Bauarbeiter!

    Es ist schon bedenklich,wie sich manche Autofahrer um ihr weiterkommen sorgen. Für einen Zeitgewinn von wenigen Sekunden wird das Leben von Bauarbeiter gefährdet und dann findet sich immer ein Anwalt,der für die Rechte egoistischer Autofahrer vor Gericht zieht!Das Lesen von Zahlen an einer Tafel sollte doch für den Grossteil kein Problem sein. Wenn doch,sollte man über eine Besachwalterung nachdenken! Wenn man im Umfeld von Wien mit dem Auto unterwegs ist,hat man sowieso eher den Eindruck,dass sich hier die meisten ihre Gesetze selbst zusammen reimen

    • Proletheus am 17.07.2018 15:04 Report Diesen Beitrag melden

      In der Stadt auch nicht anders

      Viele Autofahrer scheren sich nicht um Regeln. Z.B. bei rot noch in die Kreuzung einfahren und den Querverkehr behindern, Radwege als private Haltezone, Sicherheitsabstand beim Radler überholen, Beim Abbiegen nicht mehr blinken, Handyfonieren während der Fahrt.. Warum wird da nicht kontrolliert und bestraft?

    • Bos nigl am 17.07.2018 19:59 Report Diesen Beitrag melden

      Radar

      Nur wurde auch Geblitzt als tagelang nicht gearbeitet wurde

    einklappen einklappen
  • Tex Wanke am 17.07.2018 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Recht einfach !!

    Wenn der Anwalt nicht zahlen muß dann keiner !! Sonst wärs ja ein Fall von schwerster Diskriminierung !!

  • Thomas am 17.07.2018 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Melkkühe

    Ich finde, es gehören noch mehr Radargeräte eingesetzt. Die Autofahrer fahren alle zu schnell. Die sollen zahlen.