Prozess in Baden

15. März 2018 15:00; Akt: 15.03.2018 15:27 Print

Paukenschlag: Alle 17 "Identitären" gehen frei

Sie störten eine Jelinek-Theateraufführung in der Uni Wien und sorgten für einen Eklat. Am Donnerstag fand der Prozess statt: Die 17 Angeklagten wurden freigesprochen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Urteilsbegründung am Bezirksgericht Baden hieß es, dass Theaterveranstaltungen vom Strafbestand der Verhinderung einer Versammlung ausgeschlossen sind. Daher wurden die 17 Identitären, darunter auch Martin Sellner, in allen Punkten freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, das Urteil
ist somit nicht rechtskräftig.

Widersprüchliche Zeugenaussagen führten zudem zu Freisprüchen beim Vorwurf der Körperverletzung – auch gegen Identitären-Chef Martin Sellner – die Vorwürfe hielten vor Gericht nicht stand. Die Angaben von zwei Studenten seien der Richterin bis zum Schluss nicht ganz nachvollziehbar gewesen.

Zudem stellte die Richterin möglicherweise eine bereits vor der Aktion bestehende persönliche Abneigung zwischen einer Studentin und Sellner in den Raum. Eine Bemerkung zur Störaktion hatte die Richterin aber: Sie finde sie "entbehrlich".

Die ÖH ist enttäuscht: Lena Köhler zu "Heute“: "Durch die Freisprüche fühlen sich die Identitäten zu solchen Aktionen noch mehr ermutigt."

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Helmut am 15.03.2018 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so

    Es war zu erwarten. Die Linken Störaktionen werden auch immer eingestellt, die von anders denkenden müssen es dann auch werden. Gleichberechtigung.

    einklappen einklappen
  • Braver Bürger am 15.03.2018 16:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Recht so

    Was ist schlecht daran, die Heimat vor messerstechenden primitiven Psychopathen zu warnen. Der Freispruch geht voll in Ordnung!

  • Vota am 15.03.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Freispruch heißt jemand hat gelogen

    Wird jetzt wegen falscher Verdächtigung wegen der Körperverletzung ermittelt?

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wien am 16.03.2018 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Das sind junge Leute was sich sorgen machen um ihre und die Zukunft Österreichs. Alle anderen denken sich Gottseidank werde ich die schlimme Zeit was noch kommen wird nicht erleben. Klar ist nicht alles richtig was sie machen aber in einer Zeit wie dieser wo Leute nicht mehr sicher sind auf Österreichs Straßen finde ich es gut das es sie gibt!

  • zimbo am 16.03.2018 05:26 Report Diesen Beitrag melden

    Schon richtig so.

    Habe das Video gesehen. Offenbar gibts noch ein paar nichthysterische Richter.

  • Robbi am 15.03.2018 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so

    Linker Aktionismus ist supertoll und wird bewundert! Wenn das rechte machen, ist es verwerflich? Sehr eigenartig! Das Urteil ist richtig. Den Kommentar kann sich die Richterin ersparen, da ihre persönliche Meinung irrelevant ist.

  • Andreas Kohlberger am 15.03.2018 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Das einzig richtige Urteil!

  • Kunsthase am 15.03.2018 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Frage des Stils

    Ihr habt die Anführungszeichen falsch gesetzt. Anstelle von rechtsextremen "Identitären" müsst es "rechtsextremen" Identitären lauten. [Nicht wirklich, die Anführungszeichen gehören eigentlich ganz gestrichen und das rechtsextrem auch.]