NÖ/Wien

18. März 2019 06:00; Akt: 18.03.2019 09:25 Print

Kopfgeld: Hadishats Killer auch im Häfen nicht sicher

Alarmbereitschaft in einem Gefängnis in NÖ: Denn trotz Verlegung, Schutzwesten und Leibwächter ist Robert K. (17) in seiner Zelle nicht sicher. Grund: Ein Kopfgeld von 20.000 €.

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Robert K. soll die kleine Hadishat in der elterlichen Wohnung ermordet haben. Er will eine "allgemeine Wut" verspürt haben: Hadishat war nach seinen Angaben einfach da. Ihr Tod schockte ganz Wien: Die erst sieben Jahre alte Hadishat wurde am Samstag (12. Mai) getötet. Ihre Leiche wurde am Samstag (12. Mai) in einer Wohnhausanlage in der Heiligenstädter Straße in einem Mistkübel entdeckt. Das Mädchen wurde Freitagabend als vermisst gemeldet, nachdem es beim Spielen am Nachmittag plötzlich verschwunden war. Fieberhaft suchten auch Freunde und Verwandte nach dem Kind: Auch auf Facebook wurde ein Suchaufruf gestartet. Wie die Polizei mitteilte, wurde daraufhin von der Polizei im Bereich der Wohnhausanlage und Umgebung eine Suchaktion gestartet. Im Zuge dieser Suchaktion machten Polizisten am Samstagmorgen schließlich die schreckliche Entdeckung. Gegen 8.30 Uhr fanden die Beamten den Leichnam des vermissten Mädchens. Die kleine Hadishat mit tschetschenischen Wurzeln wurde in Plastik gewickelt und im Restmüll entsorgt. Laut Obduktion wurde das Mädchen durch einen Messerstich getötet. Noch am Samstag musste die Mutter ihre Siebenjährige identifizieren. Bei der Obduktion wurden keine Anzeichen auf ein Sexualdelikt festgestellt, so Polizeisprecherin Irina Steirer. "Ich weiß nicht, wie ich weiterleben soll", klagte die verzweifelte Mutter, Zarema G.. "Welche Bestie hat mir das angetan? Denn ein Mensch, der nur etwas Herz hat, kann so etwas nicht machen. Sie war so ein liebes Mädchen - unser Sonnenschein." "Ich kann einfach nicht fassen, was passiert ist. Ich will nicht glauben, dass meine süße Hadishat nicht mehr bei der Tür hereinkommen wird." "Hadish hat niemandem etwas getan. Warum bringt jemand ein unschuldiges Kind um und entsorgt es wie ein Stück Abfall?", so Mama Zarema und äußert einen schrecklichen Verdacht. "Es war bestimmt jemand aus diesem Hof - das spüre ich", hatte sie vermutet und sollte offenbar recht behalten ... In der Nacht auf Dienstag wurde ein Nachbar wegen dringenden Tatverdachts verhaftet. Im Bild: Die versiegelte Wohnungstür des Tatverdächtigen. Der Nachbar soll in einer ersten Einvernahme die Tat ohne jegliche Emotionen gestanden haben.

Zum Thema
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Eine tschetschenische Community will den Killer von Hadishat (7) bluten sehen, soll 20.000 € Kopfgeld geboten haben – jetzt dürfe der junge Tschetschene auch in seiner neuen Zelle in NÖ gefährdet sein.

„Die Anstaltsleitung wurde vom Ministerium über das mutmaßliche Kopfgeld informiert. Dementsprechend müssen wir handeln. Von den Häftlingen hier wissen das noch nicht viele. Aber wir haben 180 Insassen aus rund 25 Nationen, darunter Ukrainer, Tschetschenen, Weissrussen, die sicherlich nicht gut auf Robert K. zu sprechen sind“, so ein Beamter über die Risken hinter Gittern.

Wie berichtet war der 17-Jährige Anfang März zu seiner eigenen Sicherheit unter strenger Bewachung von der psychiatrischen Abteilung des Linzer Wagner-Jauregg-Spitals in ein nö. Häfen überstellt worden. Jetzt wird der Mädchen-Killer überwacht und darf nur in Schutzweste, begleitet von vier Beamten (davon zwei vom Einsatzkommando), zum Arzt oder ins Spital gebracht werden.

"Blutrache geht in diesen Kreisen von der väterlichen Seite aus. Der Vater von Hadishat ist nach wie vor auf der Flucht", erklärt Opferanwalt Niki Rast, der die Opferfamilie (Mutter) vertritt.

Alle Artikel zu dem Fall:

  • Diese Beichte des Killers schockt Hadishats Mutter

  • Familie von Hadishat (7) hat bereits neue Wohnung
  • Bleibt die Tatwaffe für immer verschollen?
  • Hadishats Killer will nicht mehr mit der Polizei reden
  • Hadishat klopfte um 15 Uhr an der Tür ihres Killers
  • "Beim Tee fragte mich Mama des Täters aus"
  • Täterprofil: "Massive emotionale Defizite"
  • "Er wollte auch schon seinen Bruder umbringen."
  • Familie von Hadishats Killer unter Polizeischutz
  • Hadishats Mutter will von Tatort wegziehen
  • Mit 2 kam er nach Wien, so wurde Robert K. zum Killer
  • Killer Robert K.: "Mutter tut mir leid, Hadishat nicht"
  • Mit 2 kam er nach Wien, so wurde Robert K. zum Killer
  • "Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort"
  • Mord an Hadishat: Es war der Nachbar!
  • Um Mitternacht klickten die Handschellen für den Killer
  • Polizeieinsatz bei Trauer für Hadishat im Dittes-Hof
  • Mord an Hadishat (7) – Das Protokoll des Verbrechens
  • Kleine Hadish (7) musste sterben – Jagd auf Täter
  • Hadishat (7) getötet: Suche mit Hunden nach dem Killer
  • Jetzt spricht die Mutter des ermordeten Mädchens
  • Erstochene Hadishat (7): Jeder verdächtigt jeden
  • Kleine Hadishat (7) musste sterben – Jagd auf Täter
  • Kinderleiche in Döbling: Mädchen wurde ermordet
  • Kinderleiche identifiziert, Todesursache wird geklärt
  • Döbling: Mädchen (7) tot im Mistkübel gefunden
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    • Sonnenschein am 18.03.2019 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      verstehe ich nicht

      Warum muss ein Killer in Sicherheit sein?

    • Mario am 18.03.2019 07:19 Report Diesen Beitrag melden

      Killer hat Angst.... gut so

      Die 7jährige hat auch keine Leibwächter gehabt. War auch nicht in Sicherheit. Also warum sollte der Killer Schutz bekommen?

    • Thomas am 18.03.2019 06:32 Report Diesen Beitrag melden

      Möchte ich nicht wissen!

      Was das uns Steuerzahler Geld kostet! So viel verdiene ich ws in 10 Jahren nicht!

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    Die neuesten Leser-Kommentare

    • Alfred am 19.03.2019 12:15 Report Diesen Beitrag melden

      Unverständlich

      Eine Frechheit das er auf Kosten der Steuerzahler bewacht wird

    • Roman Polz am 18.03.2019 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      wenn man ihn in sein Land abschiebt überlebt er keinen Tag dort. die sitten dort sind viel brutaler.

    • re-Aktionaer am 18.03.2019 16:53 Report Diesen Beitrag melden

      20.000 Für Kopfgeld...

      20.000 für Kopfgeld - aber einer Gemeindewohnung bedürftig. Warum lassen wir solche Leute im Land?

      • Emil am 18.03.2019 17:39 Report Diesen Beitrag melden

        @re-Aktionaer

        Warum entfernen wir sie nicht spätestens jetzt aus unseren Land?

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    • Albert am 18.03.2019 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Gefängnis

      Warum sitzen so viele Nationen in unserengefängnissen? Warum sitzen sie ihre Strafe nicht in ihrem hei Armand ab? Würde uns viel Geld ersparen und die Gefängnisse wären nicht so überladtet! Nach absitzen der Strafe Einreiseverbot in die EU!

      • ich bins am 18.03.2019 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

        @Albert

        Was hat er gedacht!!!er hat das Maedchen brutal getoetet

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    • Guziwuzi am 18.03.2019 13:31 Report Diesen Beitrag melden

      Ojee

      Wenn ich einmal Zeit habe dann werde ich ihn bedauern......jetzt hab ich aber keine......