Mordversuch Baden

01. März 2019 06:00; Akt: 28.02.2019 18:58 Print

Kurz aus Haft: Mann stach wieder zu - Einweisung

Erst 2017 hatte ein heute 20-jähriger Afghane mit einer Glasflasche zugestochen, bekam eine Haftstrafe, wurde entlassen und stach im Herbst 2018 im Badner Bahnhofspark erneut zu.

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Prozess wegen versuchten Mordes gegen einen Afghanen am Donnerstag am Landesgericht Wr. Neustadt: Der 20-Jährige hatte am 20. September 2018 im Bahnhofspark in Baden für einen blutigen Zwischenfall gesorgt. Er hatte einen Landsmann (20) um eine Zigarette gefragt, zückte ein Messer und stach ansatzlos zu. Der Mann wurde festgenommen ("Heute" berichtete). Übrigens: Das Messer hatte der junge Mann aus dem Asylheim mitgenommen.

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Ende Oktober kam es im Park zu einer Tatrekonstruktion ("Heute" berichtete), der junge Mann stellte mit Hilfe einer Puppe nach, was passiert war.

Zweiter Stich seit 2017

Erst im Jänner 2017 hatte der Afghane mit einem abgebrochenen Flaschenhals zugestochen und war im April 2017 zu über einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Nur kurz nach seiner Freilassung stach der junge Mann wieder zu.

Stimmen befahlen Tat

Beim Prozess gab der 20-jährige Angeklagte an, dass Stimmen sein Leben bestimmen würden. Auch die Tat sei ihm befohlen worden. "Stimmen sagten mir, ich soll ihn mit einem Messer stechen", so der Afghane beim Prozess. Ein 17-jähriger Indonesier sagte im Zeugenstand aus, die Stichbewegungen seien direkt in Richtung seines Freundes gegangen. Der psychiatrische Sachverständige Manfred Walzl attestierte dem jungen Mann paranoide Schizophrenie, er sei nicht zurechnungsfähig. Der 20-Jährige zeige ein bizarres Verhalten. Die Erkrankung sei bereits vor dem Vorfall in Baden diagnostiziert worden, der Betroffene habe aber seine Medikamente nicht genommen.

Die Staatsanwaltschaft, der Gutachter und die Verteidigung stimmten einer Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher zu. Nach stundenlanger Verhandlung lautete am Donnerstagabend das Urteil am Landesgericht Wiener Neustadt: Schuldspruch wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung und Einweisung in eine Anstalt.

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(Lie)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herbert am 01.03.2019 06:50 Report Diesen Beitrag melden

    Stecher

    Wem wundert es da noch, wenn die FPÖ, nach härteren Gesetzen, verlangt. Haben wohl doch nicht so unrecht, mit ihrer Flüchtlingspolitik.

  • Joseph am 01.03.2019 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Jeder Dopingsünder (Eigenschaden), bekommt mehr Strafe, als einer dieser "Goldjungs"

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  • zimbo am 01.03.2019 06:30 Report Diesen Beitrag melden

    Den hätte Moser in seine Loge einladen m

    Aber seine Kernkompetenz, wie wir seit gestern wissen, is eine ganz andere.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sepp Berghofer am 02.03.2019 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steirermann

    Ich hab noch nie solche Stimmen gehört. Aber ich ja nur ein Österreicher.

  • Baldi am 02.03.2019 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Umdenken

    Da kann man nur mit aller Härte gegen diese Kriminellen vorgehen. Der Kuschelkurs von der vorhergehenden Regierung hat diese Probleme nur verstärkt.

  • Morgen in Ihrer Nachbarschaft am 01.03.2019 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wer will mich?

    Das könnte auch der Spielkumpane Ihrer Kinder sein.

  • Hypnos am 01.03.2019 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Aja

    Es gibt auch Wiederholungstäter unter den "Inländern"... Ich sags nur...

    • Wiener am 01.03.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

      Hypnos

      das ist schon richtig, aber da brauchen wir nicht auch noch sowas!

    • ÖSTERREICHER am 01.03.2019 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hypnos

      Richtig, nur die Einheimischen Wiederholungstäter kann man nicht Nachhause schicken das sie es nicht wiederholen können, die ausländischen Täter kann man Nachhause schicken, das sie es nicht wiederholen können.

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  • Wiener am 01.03.2019 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    kriminell

    sie kommen als jugendliche Straftäter und wenn sie alt genug sind hören sie eben "Stimmen"