Wr. Neustadt

07. Mai 2019 14:21; Akt: 08.05.2019 11:11 Print

Leere Taschen für Täter: So lief Bankomat-Coup ab

Erneute Attacke auf einen Bankomaten - auch diesmal machten die Kriminellen keine Beute. Es war der achte Angriff in den letzten 57 Tagen. Wirklich ausgezahlt hat sich der Coup nur ein Mal.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bei der spektakulären Attacke auf den Bankomaten beim Metro in Wr. Neustadt Dienstagfrüh ("Heute" berichtete) konnten die unbekannten Täter keine Beute machen. Die Kriminellen hatten mit einem Fahrzeug die Eingangstüre des Foyers gerammt, wollten im Foyer den Bankomat knacken, rissen das Gerät aus der Verankerung. Dabei scheiterten die Täter - letzter Ausweg: Sie versuchten es mit einer brennbaren Flüssigkeit, doch die Verbrecher mussten ohne Beute abziehen.

Die Kriminellen flüchteten mit einem Audi, stellten das Fahrzeug in Seebenstein (Neunkirchen) ab und zündeten den Wagen an. Die Feuerwehr löschte, der Wagen war am 3. Mai in Wr. Neustadt gestohlen worden, der Audi Q7 gehört einem Szenewirt aus Wr. Neustadt. Der Audi dürfte auch als Rammbock verwendet worden sein, war danach aber noch fahrtauglich.

Die Bankomat-(Un)-Serie

Seit 17. November 2018 wurden in NÖ zehn Geldautomaten geknackt bzw. versucht zu knacken. Die Serie begann in Mannswörth (Schwechat, "Heute" berichtete), dann wurde derselbe Bankomat in Mannwörth im Dezember gesprengt - das Gerät wurde schließlich aus dem Verkehr gezogen ("Heute" berichtete). Anschließend war knapp drei Monate Ruhe, dann ging es richtig rund: Am 11. März wurde ein Geldautomat in Blumau (Baden) gesprengt - die Täter machten keine Beute ("Heute" berichtete). Nur zwei Tage später versuchten zwei Maskierte den Bankomat in Neudorf bei Staatz (Mistelbach) aufzubrechen - das Duo scheiterte. Am 19. März wurde der Bankomat beim Metro in Wr. Neustadt geknackt, die Unbekannten zündeten dabei das Foyer an und flüchteten ("Heute" berichtete).

Am 28. März wollten Kriminelle einen Bankomat in Bruck aufschneiden, scheiterten. Am 11. April wurde ein Bankomat in St. Pölten aufgebrochen, die Täter lösten den Alarm aus, der Supermarktchef eilte zum Geschäft, die Verbrecher flüchteten ohne Beute ("Heute" berichtete).

Beim bisher spektakulärsten und erfolgreichsten Coup, auch am 11. April, sprengten zwei Männer den Geldautomaten in Guntramsdorf (Mödling). Dabei wurden die Täter von der Polizei verfolgt, die Kriminellen warfen Krähenfüße, zündeten dann den Fluchtwagen an ("Heute" berichtete). Am Staatsfeiertag wollten unbekannte Verbrecher den Bankomat in Böheimkirchen (St. Pölten) knacken, dabei ging das Gerät in Flammen auf. Die Verdächtigen zogen ohne Beute ab. Der letzte Coup war heute in Wr. Neustadt.

Auch im Burgenland (Anm.: in Pama, Bezirk Neusiedl am See) gab es Bankomatattacken. Die Polizei hat eine Spur, möchte aus ermittlungstaktischen Gründen aber nichts sagen.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Lie)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert am 07.05.2019 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    Härtere Strafen benötigt

    Was ich nicht verstehe, dass es hier, falls sie mal doch erwischt werden, KEINE größere Strafe bekommen. O.k. das Geld ist Versichert, der Apparat, das Foyer und alles andere auch. ABER: Wie kommen die Fahrzeugbesitzer dazu von diesen gescheiterten Ars..., ihre Autos in Brand gesetzt zu bekommen, noch dazu wo es sich vornehmlich um ältere Autos handeln dürfte, für die es auch keine Kasko gibt. Diese Autos werden mühsam zusammengespart um dann als Fußnote, Erwähnung oder Bagatelldelikt zu enden. HIER liegt für mich die eigentliche Ungerechtigkeit denn die Banken sind versichert.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Robert am 07.05.2019 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    Härtere Strafen benötigt

    Was ich nicht verstehe, dass es hier, falls sie mal doch erwischt werden, KEINE größere Strafe bekommen. O.k. das Geld ist Versichert, der Apparat, das Foyer und alles andere auch. ABER: Wie kommen die Fahrzeugbesitzer dazu von diesen gescheiterten Ars..., ihre Autos in Brand gesetzt zu bekommen, noch dazu wo es sich vornehmlich um ältere Autos handeln dürfte, für die es auch keine Kasko gibt. Diese Autos werden mühsam zusammengespart um dann als Fußnote, Erwähnung oder Bagatelldelikt zu enden. HIER liegt für mich die eigentliche Ungerechtigkeit denn die Banken sind versichert.