Tulln

09. November 2018 09:00; Akt: 08.11.2018 16:20 Print

Nach Vorwürfen bewachen Security das Pflegeheim

Nach seinen Vorwürfen gegen das Pflegeheim Tulln hat Michael Sallfellner Hausverbot, zwei Sicherheits-Mitarbeiter wurden engagiert.

Für Sallfellner (kl. Foto) gibt es keinen Einlass mehr. (Bild: iStock, privat)

Für Sallfellner (kl. Foto) gibt es keinen Einlass mehr. (Bild: iStock, privat)

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Am Sonntag wollte Pfleger Michael Sallfellner seine Dienstschlüssel im Pflegeheim Tulln zurückgeben, wurde von zwei Security-Mitarbeitern daran gehindert – er hat Hausverbot. Wie berichtet hatte der 29-Jährige schwere Vorwürfe gegen zwei Kolleginnen erhoben, sie sollen Patienten sexuell belästigt und falsch behandelt haben. Sallfellner wurde daraufhin zuerst in den Krankenstand geschickt, dann gekündigt.

In der Folge soll es zu gefährlichen Drohungen gegen Ex-Kollegen gekommen sein. "Es stimmt, wir haben deshalb zwei Security-Mitarbeiter angestellt, die jetzt beim Pflegeheim arbeiten. Das soll das subjektive Sicherheitsgefühl fördern. Die Polizei kann schließlich nicht immer vor Ort sein", erklärt Otto Huber, Leiter der NÖ Landeskliniken und Landesbetreuungszentren.

Sallfellner soll gedroht haben, "etwas abzufackeln". Anzeige wurde auch bei der Polizei erstattet – von beiden Seiten. Eine akute Gefährdung sei laut Auskunft der Exekutive auf "Heute"-Nachfrage aber derzeit nicht auszumachen.

"Es brennt"

Sallfellner bestreitet Drohungen seinerseits, er habe sämtlichen Kontakt zu Ex-Kollegen abgebrochen. "Ich kann mir das nicht erklären und habe auch niemanden bedroht. Ich habe nur auf Facebook geschrieben 'jetzt brennt's' – aber damit die Gesamtsituation gemeint und sicher nicht, dass ich etwas anzünden möchte", sagt er.

Neuigkeiten rund um seine Vorwürfe des Pflegers gibt es bislang indes wenige. Die beiden beschuldigten Kolleginnen waren vorübergehend im Krankenstand, eine verrichtet aber schon wieder ihren Dienst. Beim Pflegeheim steht man weiter hinter den beiden Frauen, die Vorwürfe seien erfunden.

Sallfellner sammelte zuletzt laut eigenen Angaben Beweise und will den Fall vor Gericht bringen. Seine Dienstwohnung darf er übrigens doch noch bis Jänner behalten. Ursprünglich hatte die Heimleitung wie berichtet verlangt, dass er bis vergangenen Sonntag auszieht.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ano nym am 09.11.2018 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Die Vorfälle in den NÖ Heimen häufen

    sich. Es muss die Frage erlaubt sein ob in St. Pölten (Fachabteilung) die richtigen Leute sitzen!

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  • Patrizia am 09.11.2018 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung benötigt

    Kann es sein, dass jemand der Misstände aufdeckt selbst zum Opfer wird?

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  • Tricky am 12.11.2018 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Tricky

    Weil jemand endlich den Mut hat den Mund aufzumachen wird er gleich gekündigt. Typisch alles vertuschen. Kenne viele Pflegeheime die menschenunwürdig mit den Klienten umgehen. Demenzkranke die absolut immobil und der Körper steif ist werden an den Rollstuhl mit Leintüchern fixiert dass sie keine Arbeit mit der 2 bzw. 3 stündlichen Umlagerung haben. Zur nicht notwendigen Med.Ruhigstellung will ich mich gar nicht äußern. Möchten die ganzen Oberjodler so enden??? Es sollte keiner vergessen dass jeder in diese Lage kommen kann, wenn kein Angehöriger wirklich Dampf macht ist man ein armes Schwein.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Tricky am 12.11.2018 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Tricky

    Weil jemand endlich den Mut hat den Mund aufzumachen wird er gleich gekündigt. Typisch alles vertuschen. Kenne viele Pflegeheime die menschenunwürdig mit den Klienten umgehen. Demenzkranke die absolut immobil und der Körper steif ist werden an den Rollstuhl mit Leintüchern fixiert dass sie keine Arbeit mit der 2 bzw. 3 stündlichen Umlagerung haben. Zur nicht notwendigen Med.Ruhigstellung will ich mich gar nicht äußern. Möchten die ganzen Oberjodler so enden??? Es sollte keiner vergessen dass jeder in diese Lage kommen kann, wenn kein Angehöriger wirklich Dampf macht ist man ein armes Schwein.

  • Dana am 09.11.2018 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Er möchte einfach im Rampenlicht stehen und sucht nach Aufmerksamkeit! Ich hoffe er bekommt die psychiatrische Hilfe, die er braucht.

    • Karina am 09.11.2018 19:06 Report Diesen Beitrag melden

      Dringend !

      Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht, man kann nur schnell hoffen, dass er sich psychiatrische Unterstützung holt - die Krankheitseinsicht ist in solchen Fällen leider oft nicht gegeben. Hoffe er hat Familie die ihm dahingehend bewegt! Denn er braucht sichtlich dringend Hilfe!

    • MIRI am 11.11.2018 14:19 Report Diesen Beitrag melden

      @Karina / Dana

      na da sind wir aber eventuell etwas voreilig mit den beschuldigungen meine damen. das sind sehr sehr ernste anschuldigungen, da kann man nicht einfach zur tagesordnung übergehen, das gehört untersucht. es ist ja nicht das erste mal das sich solch anschuldigungen als wahrheit erweisen.

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  • B.S. Und am 09.11.2018 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Dr.

    Wenn man sich mit zwei Sicherheitspersonen schützen muss sagt das doch wohl spätestens JETZT etwas über den Gesundheitszustand jener imageschädigenden Person aus! Auch über seinen Geltungsdrang um in die Medien zu kommen. Da ich von Fach bin kann ich es nur aus der Ferne beurteilen - jedoch kann man nur für alle Beteiligten hoffen, dass sich Herr Sallfellner dringend Hilfe holt bevor er sich und anderen noch mehr schadet!

  • Patrizia am 09.11.2018 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung benötigt

    Kann es sein, dass jemand der Misstände aufdeckt selbst zum Opfer wird?

    • Censorship am 09.11.2018 12:04 Report Diesen Beitrag melden

      @Patrizia

      Sieht ganz so aus... Ist aber nicht nur in NÖ so, die von Wien dominierten Kinderdörfer, nehmen nur mehr Migrantenkinder auf, "Mütter" die dies bemängeln, werden sofort entfernt...

    • Maria Liebhart am 10.11.2018 17:56 Report Diesen Beitrag melden

      Rentnerin

      Ja leider ist es so.Damit die Mißstände ja unterm Tisch bleiben,wird er als psychisch krank gestempelt.Traurig und beschämend.

    • Holzwurm am 10.11.2018 22:03 Report Diesen Beitrag melden

      @ Maria Liebhart

      Woher wissen sie, dass es Vorfälle gab? Nur weil es ein Einzelner behauptet gibt es diese noch lange nicht. Und ganz ehrlich lesen sie mal seinen Facebook-Verlauf, das sagt wohl schon alles!

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  • Ano nym am 09.11.2018 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Die Vorfälle in den NÖ Heimen häufen

    sich. Es muss die Frage erlaubt sein ob in St. Pölten (Fachabteilung) die richtigen Leute sitzen!

    • Maria Liebhart am 10.11.2018 17:57 Report Diesen Beitrag melden

      Rentnerin

      Das frag ich mich auch.

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