Niederösterreich

22. Dezember 2017 06:05; Akt: 22.12.2017 08:07 Print

Rente weg: Kranker Mann sah 14 Monate keinen Cent

3 Jahrzehnte hatte Christian M. als Glaserer geschuftet, bis er körperlich kaputt war, Rente bezog und ständig in Behandlung war. Obwohl er keinen Fehler machte, wurde er gesperrt.

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Nach dreißig Jahren Schwerarbeit spielte der Körper des 49-Jährigen nicht mehr mit, der Zwettler wurde berufsunfähig, bekam monatlich 1.200 Euro, musste trotz permanenter Schmerzen zur Berufsberatung.

Umfrage
14 Monaten keine Rente, kein AMS-Geld, keine Mindestsicherung nach 30 Jahren Arbeit - was sagen Sie dazu?
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Insgesamt 1690 Teilnehmer

Ein verschobener Termin bei der Berufsberatung (Anm.: der 49-Jährige hatte angerufen - es hieß am Telefon: „Verschieben ist kein Problem!“) wegen einer nachweislichen Therapiesitzung hatte fatale Folgen für den Waldviertler: Die Berufsunfähigkeitspension wurde gestrichen. Christian M. ging zum AMS, dort fühlte man sich nicht zuständig, verwies an die BH. Aber nicht mal Mindestsicherung bekam der Arbeiter. „Sie haben einen Bausparvertrag und ein paar Tausender. Verbrauchen's doch das Geld mal“, bekam der 49-Jährige von der Behörde zu hören.

Keine Versicherung, keine Wohnung

Der Kranke musste sich in der Folge selbst versichern. Nachdem der Glaserer alle Reserven aufgebraucht hatte, musste er sogar bei seiner Mutter einziehen. Psychisch und physisch am Ende, kamen dem Waldviertler trübe Gedanken, er versuchte einen letzten Anlauf und wandte sich an die Arbeiterkammer NÖ.

Die Arbeiterkammer rund um Präsident Markus Wieser fightete für den bedienten Waldviertler, reichte Klage ein und Christian M. bekam schließlich Recht: Er hat nichts falsch gemacht - er bekam 20.000 Euro Pensionsnachzahlung retour.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ist Er am 22.12.2017 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    Mag.

    Die Nachzahlung allein macht es nicht wieder gut, zB den offensichtlichen Verlust der Wohnung! Daher gehören die schuldigen Sachbearbeiter zur Verantwortung gezogen!

  • mitdenker am 22.12.2017 06:25 Report Diesen Beitrag melden

    und von wievielen wissen wir nichts?

    ... und anderswo wird ungeprüft alles ausbezahlt was gefordert wird - wirklich weit haben wir es in den letzten Jahrzehnten gebracht

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  • Patriot5611 am 22.12.2017 06:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn diese Geschichte so stimmt...

    Wenn diese Geschichte so stimmt (ich betone, wenn sie so stimmt), dann ist es eine riesengroße Sauerei. P.S.: Er hätte sich sofort an die Arbeiterkammer wenden sollen!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Pensionär am 23.12.2017 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    Pensionist vs. Rentner

    Es heißt Pension, nicht Rente!

  • ibindameinung am 23.12.2017 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Da stimmt was nicht

    14 Monate kein Geld. 20 000 Nachzahlung bei nur 30 Arbeitsjahren. Da kann was nicht stimmen.

    • Lupo am 23.12.2017 22:55 Report Diesen Beitrag melden

      Warum nicht ?

      Klärens uns auf mit Ihrem Pseudowissen ! Oder wollens jetzt wirklich sagen, daß 1.400 monatlich zuwenig sind ?

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  • Ing. Breitfuß am 23.12.2017 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Hartz 4

    Nach Hartz4 kann das schon passieren, dass einer seine Eigentumswohnung zuerst verkaufen muss, und davon leben muss, bis seine Reserven aufgebraucht sind. Es gibt auch Unternehmer, die rot wählen, weil sie glauben, dass es in einer Gesellschaft auch kranke, alte, behinderte und benachteiligte menschem gibt.

    • Ing. Breitfuß am 23.12.2017 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      Hoher sozialer Standard

      Es kostet viel Geld, so einen schönen Staat wie Österreich zu erhalten. Ich bezahle gerne meine Steuern, obwohl es schon fast weh tut. Aber ich will in einem Land mit hohem sozialen Standard leben. Auch auf die Gefahr hin, dass es manche schwarze Schafe ausnutzen. Deswegen können wir auch nicht aufhören die Bedürftigen zu umterstützen.

    • Hr. Weber am 23.12.2017 20:39 Report Diesen Beitrag melden

      Sozialtöpfe

      Das Problem ist dass die Gäste der rotgrünen nie etwas einbezahlt haben und trotzdem die Sozialtöpfe plündern können. Das ist für die arbeitende Bevölkerung nicht tragbar.

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  • Robaldius am 23.12.2017 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Dr. Dr.

    Eine offensichtlichen Werbung für die AK. Der Artikel strotzt vor Formfehlern. Ist so gar nicht möglich. Keiner kann gezwungen werden bei seiner Mutter einzuziehen.

  • Wolfgang Winkler am 23.12.2017 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    das kann einem Neuankömmling nicht passieren - der bekommt sein Geld raschest - und die Verantwortlichen Beamten gehören ins Archiv versetzt oder gekündigt