Arbeiten rund um die Uhr

15. Mai 2019 16:30; Akt: 15.05.2019 13:28 Print

S1-Tunnel Rannersdorf Anfang Juni wieder offen

Die Arbeiten nach dem Brand laufen "Tag und Nacht, sieben Tage die Woche". Und: Die Asfinag bezifferte den Schaden mit knapp drei Millionen Euro.

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Der Tunnel Rannersdorf in Schwechat auf der S1 soll nach dem Lkw-Brand vom 29. April in der ersten Juniwoche in Richtung Süden wieder für den Verkehr freigegeben werden. Es werde "Tag und Nacht, sieben Tage die Woche" gearbeitet, sagte Peter Fliegenschnee von der Asfinag am Mittwoch. Den entstandenen Schaden bezifferte Geschäftsführer Andreas Fromm mit knapp drei Millionen Euro.

Die Sanierung in dem 1,8 Kilometer langen Tunnel laufe "auf Hochtouren", wurde bei einem Medientermin auf der Baustelle betont. Etwa 50 Mann seien im Einsatz. Schaden bzw. Zerstörung habe es auf 600 Metern Länge gegeben, sagte Fliegenschnee.

Als erster Schritt wurde im unmittelbaren Bereich des Brandes die Tunneldecke auf 15 Metern bzw. einer Fläche von 300 Quadratmeter entfernt. 500 Tonnen Material - etwa 250 Kubikmeter Beton plus Erde von der Überbauung - fallen laut Asfinag an. Weitere 125 Tonnen kommen von der Fahrbahn dazu, auf der etwa zehn Betonfelder oder 200 Quadratmeter abgebrochen und erneuert werden müssen. Nicht zuletzt muss die verbrannte Elektro- und Sicherheitsausstattung entfernt werden.

Erste Juniwoche: Tunnel soll wieder befahrbar sein

Mit der für die erste Juniwoche angepeilten Verkehrsfreigabe des Tunnels sollen untertags wieder zwei Fahrspuren in Richtung Vösendorf zur Verfügung stehen. Der Pannenstreifen bleibt laut Asfinag gesperrt, zudem wurde eine Geschwindigkeitsbeschränkung angekündigt. In der Nacht werde während der noch laufenden Sanierung nur eine Fahrspur frei sein.

Komplettfertigstellung im September

Damit der Verkehr so rasch wie möglich wieder durch den Tunnel Rannersdorf in Richtung Süden rollen kann, werden laut Kurt Portschy von der Asfinag auch die Sicherheits-Features wie Notruf, Video- oder Brandmeldeanlagen provisorisch wiederhergestellt. Die Elektro- und Sicherheitseinrichtungen müssen ebenfalls saniert werden.

Dazu zählen laut Portschy etwa 20 Beleuchtungskörper auf 300 Metern, sechs Ventilatoren, vier Videokameras, eine Notrufstelle und rund 800 Meter Brandmeldekabel. Insgesamt müssen 600 Meter Kabeltrassen neu verlegt werden. Die Tunnelfunkanlage wird auf einer Länge von einem Kilometer erneuert. Mit einer Komplettfertigstellung der Sanierung des Tunnels Rannersdorf wird der Asfinag zufolge im September gerechnet.

Die aktuelle Sperre trifft auch die Stadt Schwechat. Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) sagte zur APA, dass es in der Früh ebenso wie am frühen Abend "teilweise stehenden Verkehr" gebe.

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(wes)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pinocio am 15.05.2019 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sauerei

    Wäre interessant wer die 3 Millionen bezahlt! Beim Unfall im Gleinalmtunnel mit einem ausgebrannten Bus 5 Millionen Schaden Versicherung bezahlte 1,5 Millionen das andere der arbeitende Steuerzahler!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Pinocio am 15.05.2019 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sauerei

    Wäre interessant wer die 3 Millionen bezahlt! Beim Unfall im Gleinalmtunnel mit einem ausgebrannten Bus 5 Millionen Schaden Versicherung bezahlte 1,5 Millionen das andere der arbeitende Steuerzahler!

    • Sven am 15.05.2019 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pinocio

      Es muss alles die Versicherung bezahlen!

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