St. Pölten

14. Juli 2018 11:52; Akt: 14.07.2018 12:31 Print

Schwerer Raub: Polizei sucht weitere Opfer

"Massives Gewaltpotenzial": Der Mann soll Mutter (79) und Tochter (53) in ihrer Wohnung misshandelt und sogar versucht haben, eine der Frauen zu vergewaltigen.

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Ein unbekannter Täter schlich am 6. Juli 2018, gegen 10.00 Uhr, in ein Mehrparteienhaus im Stadtgebiet von St. Pölten und entwendete aus einem Kellerabteil einen Rucksack und diverse Lebensmittel. Danach betrat er eine unversperrte Wohnung in dem Haus und durchsuchte diese nach Wertgegenständen.

Dabei kam es zur Konfrontation mit der 79-jährigen Wohnungsbesitzerin und ihrer 53-jährige Tochter, die sich zum Tatzeitpunkt in dem Objekt befanden ("Heute" berichtete direkt vor Ort)

Die beiden Frauen wurden von dem jungen Mann schwer misshandelt und verletzt. Der Täter versetzte ihnen heftige Schläge gegen den Körper und bedrohte sie mit einem Messer, und auch mit dem Umbringen.

Versuchte Opfer zu vergewaltigen

Nur: Das Ausmass der Gewalt war bis dato noch nicht bekannt. Denn der Unbekannte zerschnitt eine Stoffschürze mit dem Messer und fesselte damit die 53-Jährige an einem Stuhl. Später versuchte er, sie unter Anwendung von massiver Gewalt zu vergewaltigen. Aufgrund der Gegenwehr des Opfers und lauten Hilferufen lies der Täter von der 53-Jährigen ab.

Aus der Wohnung raubte er ein Mobiltelefon, Schmuck, eine Geldbörse und Schlüssel.

Bevor der junge Mann mit der Beute unerkannt flüchtete, trennte er auch noch gewaltsam die Leitung des Festnetztelefons und sperrte die beiden Frauen in der Wohnung ein.

Frauen von Feuerwehr befreit

Die Opfer konnten das Festnetztelefon notdürftig reparieren und gegen 11.45 Uhr die Polizei verständigen. Sie wurden von Einsatzkräften der Feuerwehr aus der Wohnung befreit und nach der Erstversorgung mit dem Rettungsdienst in das Universitätsklinikum St. Pölten gebracht ("Heute" berichtete).

Sie erlitten neben den körperlichen Verletzungen auch einen schweren Schock. Der entwendete Rucksack konnte ohne Inhalt in einem Park aufgefunden und sichergestellt werden.

Nach der Tat wurden mit der gestohlenen Bankomatkarte mehrere Bargeldbehebungen und Einkäufe getätigt bzw. versucht zu tätigen.

Internationaler Haftbefehlt für mutmaßlichen Täter

Bedienstete des Landeskriminalamtes, Ermittlungsbereich Raub und Assistenzbereich Tatort, übernahmen die Amtshandlung.
Nach intensiver Ermittlungsarbeit und Fahndungsmaßnahmen im In- und Ausland (Anm.: Der Täter hatte mit den gestohlenen Bankomatkarten der Frauen sofort Geld behoben und wurde fotografiert), sowie der Veröffentlichung von Lichtbildern in "Heute" und anderen Medien, ist es gelungen den vorerst unbekannten Täter zu identifizieren.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen 20-jährigen Mann aus der Slowakei. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten erließ aufgrund der Ermittlungsergebnisse einen internationalen Haftbefehl gegen den 20-Jährigen.

Bei Einbruch in Salzburg festgenommen

Der slowakische Staatsbürger wurde am 12. Juli 2018 von Bediensteten des Stadtpolizeikommandos Salzburg, bei der Begehung eines Einschleichdiebstahls in einem Hotel in Salzburg angehalten und aufgrund des Haftbefehls festgenommen. Er leistete bei der Festnahme starken Widerstand und verhielt sich aggressiv, sodass auch einschreitende Polizisten verletzt wurden.

Bei der anschließenden Vernehmung durch die Ermittler der Raubgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich, zeigte sich der Beschuldigte teilweise geständig. Der 20-Jährige wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

Polizei bittet mögliche weitere Opfer sich zu melden

Die Überprüfungen und intensiven Ermittlungen zu ähnlich gelagerten Straftaten und einer möglichen Verbindung zum gegenständlichen Täter dauern noch an.

Mögliche weitere Opfer werden gebeten, sich mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Raub (EG 3 rund um Chefinspektor Josef Deutsch), Telefonnummer 059133-30-3333, in Verbindung zu setzen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz Trözter am 14.07.2018 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht sehe ich schlecht

    Für mich sieht er nicht wie ein gebürtiger Slowake aus. Vielleicht sehe ich aber auch schlecht.

    einklappen einklappen
  • Hans Heine am 14.07.2018 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Schwerst traumatisiert

    Nur mehr der Wahnsinn was tagtäglich passiert. LEBENSLANG schwerst traumatisierte Frauen bleiben zurück.

  • Knödl Herbert am 14.07.2018 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    I bin aus Austria

    jö, der Hugo aus Ernstbrunn... Ein echter Ernstbrunner.....

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ina am 15.07.2018 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Slowake????

    Will die Politik das nicht endlich stoppen! Gesetze ändern und fertig!

  • Wieder ein A am 14.07.2018 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Kunst

    Der sieht aus wie viele andere dann haben viele andere ein Problem.

  • fuhrinat am 14.07.2018 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brutal

    Egal von wo der kommt er hat schreckliches getan und verdient die Höchststrafe

  • NOXX am 14.07.2018 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder mal

    "Die freche Tat eines Teenies"

  • Österreicher am 14.07.2018 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Genfer Flüchtlingskonvention anpassen

    Die Genfer Flüchtlingskonvention ist nicht mehr zeitgemäß und gehört dringendst novelliert. Der Schutzsuchende hat sich in die Obhut des Staates zu begeben. Dem Flüchtling kommen aber keinesfalls die gleichen Rechte zu, wie Einheimischen, wie das jetzt der Fall ist. Die Persönenfreizügigkeit gehört gestrichen. Denn Asylwerber reisen täglich von Wien nach St. Pölten, Amstetten bis Salzburg - ohne Fahrschein (!) - mit dem Nachtzug/Liegewagen. Die Zugebegleiter haben keinerlei Handhabe. Ich habe das live erlebt. Sie steigen auch auf Autoreisezüge auf!!!