Greifenstein

19. Februar 2019 07:55; Akt: 18.02.2019 23:33 Print

VP-Bürgermeister lobt umstrittenes Asylheim

Gemeinderäte aus St. Andrä-Wördern statteten dem Asylheim Greifenstein einen Besuch ab. Der Eindruck des Bürgermeisters: "Das Haus wird ausgezeichnet geführt."

Derzeit wohnen 36 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im ÖJAB-Haus in Greifenstein in der Gemeinde St. Andrä-Wördern. (Bild: picturedesk.com)

Derzeit wohnen 36 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im ÖJAB-Haus in Greifenstein in der Gemeinde St. Andrä-Wördern. (Bild: picturedesk.com)

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Die Volksanwaltschaft hatte in einem Schreiben Mängel (Stichwort „Unzureichende Essenssituation“) im Asylheim Greifenstein (Tulln) aufgelistet ("Heute" berichtete), Klosterneuburgs SP und die Liste PUK legten mit Kritik nach.

"Die Kommission musste im Zuge ihres Besuches leider feststellen, dass massive Mängel bestehen und die Einrichtung sohin in vielen wesentlichen Punkten derzeit nicht den Erfordernissen einer Grundversorgungseinrichtung entspricht", hieß es in dem Schreiben der Volksanwaltschaft an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP).

Kürzlich gab es nun eine Begehung der Gemeinde St. Andrä-Wördern (Greifenstein ist Katastralgemeinde, Anm.). VP-Bürgermeister Maximilian Titz zu „Heute“: „Wir waren zu zehnt quer durch alle Parteien und konnten uns persönlich von einem sehr guten Zustand des ÖJAB-Hauses überzeugen. Wie alle geladenen Gemeinderäte übereinstimmend sahen, wird das Haus ausgezeichnet geführt. Mängel konnte ich bei dem Besuch nicht feststellen.“

Weil die interne Einladung an Gemeinderäte offenbar weiterverschickt worden war und aus Sorge vor einem Andrang, war sogar die Polizei vor Ort: "Es kam aber außer uns niemand, alles verlief ruhig", so Bürgermeister Titz. Laut dem Ortschef seien derzeit 36 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in dem Haus untergebracht: "Die jungen Bewohner haben freundlich gegrüßt, von Missständen haben wir nichts bemerkt."

Wieder Sicherheitsdienst in Greifenstein

Der positive Eindruck des VP-Bürgermeisters bestätigt nun die Freiheitlichen in ihrer Einschätzung: „Im Gegensatz zu den Sozialisten stellt FP-Landesrat Waldhäusl den Asylbereich auf neue Eckpfeiler, zeigt wie Asylpolitik mit Hausverstand geht. Dazu gehört auch wieder ein Sicherheitsdienst in Greifenstein“, sieht FP-Bezirkschef Andreas Bors die Freiheitlichen am richtigen Weg, „um den Schutz und die Sicherheit unserer Landsleute zu gewährleisten“.

Bors greift auch zwei Mandatare direkt an: "Was SP-Stadtrat Schmid und PUK-Gemeinderätin Arrieta in der Diskussion um das Asylheim von sich gegeben haben, ist mehr als erbärmlich. Besonders SP-Stadtrat Schmid soll sich die katastrophale Asylpolitik und die Zustände in den NÖ-Asylquartieren unter den SPÖ-Vorgängern von Landesrat Waldhäusl noch einmal vor Augen führen. Diese scheinheilige Doppelmoral ist mehr als durchschaubar und zeigt wieder einmal den maroden Zustand der SPÖ."

SP-Stadtrat Karl Schmid hatte gegenüber der "NÖN" den fehlenden Sicherheitsdienst und einen Mangel an Betreuern beanstandet. Teresa Arrieta (PUK) hatte in einem Blog-Beitrag das fehlende Verständnis für seelische Not kritisiert und eine Petition zur Absetzung von Landesrat Waldhäusl mitinitiiert.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kannitverstan am 19.02.2019 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was da immer genörgelt wird

    Scheinbar wollen Manche für unsere eigentlich ungebetenen Gäste die Fünfsternehotels öffnen. Schäbig, diese Sschlechtmacherei .

  • Michi am 19.02.2019 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Als Jugendwohnheim für Österreicher

    war es gut genug. Warum jetzt nicht mehr?

  • hihihi am 19.02.2019 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Herrliche Schadenfreude!

    Hätte ein Blauer den guten Zustand gelobt, wären die roten, linken, Grüninnen wieder auf die Barrikaden gegangen. Dumm jetzt nur für die Weltfremden, das es ein VP-Mann war, der es genauso gelobt hat, was bei einer blauen Aussage als Fake-News abgetan worden wäre. Ich ergötze mich in Schadenfreude ob dieser Entwicklung an Statements.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • CulturaNonGrata am 19.02.2019 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Häh?

    Sollte man es ihnen nicht so ungemütlich wie möglich machen, dass sie sobald wie möglich das Land wieder verlassen? Zum Mitschreiben; ungemütlich bedeutet nicht unmenschlich oder menschenrechtswidrig.

  • EUsebius am 19.02.2019 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    nur für andere

    schickt doch diese kommission zu den pensionisten im lande. da wären die meisten froh, so versorgt zu werden. das im börserl zu haben, was ein asylant an kosten verursacht. überhaupt, diese kommissionen...

  • zimbo am 19.02.2019 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Vermutlich gehts auch um den Umzug

    in ein parteinahes Asylheim, gehts doch da um sehr viel Kohle.

  • Kannitverstan am 19.02.2019 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was da immer genörgelt wird

    Scheinbar wollen Manche für unsere eigentlich ungebetenen Gäste die Fünfsternehotels öffnen. Schäbig, diese Sschlechtmacherei .

  • Michi am 19.02.2019 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Als Jugendwohnheim für Österreicher

    war es gut genug. Warum jetzt nicht mehr?