Mordfall Ebergassing

17. Juni 2019 06:30; Akt: 14.06.2019 16:15 Print

Verdächtige (43) sieht Kind kaum, bügelt Hemden

Mit Hemdenbügeln lenkt sich Tamara B. (43) in Haft in Korneuburg ab, verdrängt, dass sie ihr jüngstes Kind kaum sieht und wartet auf das Blutgutachten. Die 3-fache Mutter soll Hedwig S. (64) in Ebergassing getötet haben.

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Tamara B. (43) krempelt derzeit selbst die Ärmel hoch und widmet sich den Hemden vieler Richter und Bediensteter in der Wäscherei der Justizanstalt Korneuburg. Die mordverdächtige Dreifachmutter (43) arbeitet dort als Büglerin, bearbeitete dabei auch die Hemden jenes Richters, der sie bereits 2009 nach einem Postraub zu zwölf Jahren Haft verdonnert hatte (Anm.: Richter ging mit Juni 2019 in Pension).

„Unsere Mandantin leidet sehr darunter, dass sie ihr jüngstes Kind nur einmal im Monat unter Beobachtung sehen darf. Janine wird demnächst zwei Jahre alt und entfremdet sich von ihrer Mutter. Immerhin gilt noch die Unschuldsvermutung“, so die renommierte Anwältin Astrid Wagner, die die mutmaßliche Killerin gemeinsam mit Rechtsanwalt Wolfgang Blaschitz vertritt.

Ein Gutachten fehlt noch

Die Anklage ist indes fast fertig, nur das „Blutgutachten“ steht aus. „Die Mandantin soll Blut des Opfers an der Kleidung gehabt haben und da fehlt noch ein Gutachten. Sie sagt, sie habe sich geschnitten. Am 22. Juli ist die nächste Haftverhandlung. Die Mandantin sehnt sich nach ihrem jüngsten Kind", berichtet Astrid Wagner, die die Verdächtige am Freitag in der Justizanstalt Korneuburg besucht hat.

Wie berichtet war die alleinstehende Hedwig S. (64) Ende Jänner in Ebergassing (Bezirk Bruck/Leitha) mit rund 20 wuchtigen Schlägen getötet worden ("Heute" berichtete), im Februar wurde eine „alte Bekannte“, Tamara B., festgenommen.

Die Verdächtige sitzt seit Februar in Korneuburg in U-Haft, bestreitet die Bluttat: „Ich war es nicht. Ich sitze hier nur wegen meiner Vergangenheit.“

Wie berichtet hatte Tamara B. als 32-Jährige im Jahr 2009 eine Post in Klosterneuburg-Kierling ausgeraubt und die Filialleiterin niedergestochen. Sie fasste dafür zwölf Jahre Haft aus, wurde aber vorzeitig entlassen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 17.06.2019 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Geld

    Wie kann sich die zwei Anwälte leisten?

  • MrRay am 17.06.2019 08:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    volle Härte kein Mitleid

    Das Kind entfremdet sich von ihrer Mutter....und das ist auch gut so.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Alex am 17.06.2019 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Geld

    Wie kann sich die zwei Anwälte leisten?

  • MrRay am 17.06.2019 08:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    volle Härte kein Mitleid

    Das Kind entfremdet sich von ihrer Mutter....und das ist auch gut so.

    • DerÖsterreicher am 17.06.2019 11:52 Report Diesen Beitrag melden

      So ein Quatsch!

      Es ist nie gut für ein Kind, wenn es sich von seiner Mutter entfremdet! Selbst wenn sie eine Mörderin ist, was bis jetzt noch immer NICHT bewiesen ist! Und für die Mutter ist es nur eine zusätzliche Qual! Und da spricht man bei uns von Kuscheljustiz? Ein schlechter Scherz!!

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