Freispruch im Zweifel

01. Juni 2018 09:53; Akt: 07.11.2018 20:50 Print

Vergewaltigungs-Prozess: Flüchtling verlangt Geld

Jener Afghane, der vor Gericht von einer mutmaßlichen Vergewaltigung an einer 15-Jährigen in Tulln freigesprochen wurde, fordert nun Haftentschädigung.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es war ein Fall, der gehörig für Wirbel sorgte: Drei Männer sollen im April 2017 in der Tullner Au über eine 15-Jährige hergefallen sein und sie vergewaltigt haben.

Zwei davon (ein Afghane und ein Somalier) wurden im Zuge einer Massen-DNA-Probe ausgeforscht, mussten sich im März 2018 vor Gericht verantworten und wurden vom Schöffensenat im Zweifel (2 für schuldig, 2 für nicht schuldig) freigesprochen – "Heute" berichtete hier und hier. Immer wieder hatten sie in Einvernahmen und vor Gericht betont, dass es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt hatte.

Abschiebe-Bescheid da

Für die über 300 Tage in Untersuchungshaft hat die Anwältin des Afghanen nun Antrag auf Haftentschädigung eingereicht. Das berichtet der "Kurier". Weiters kam bereits der Abschiebe-Bescheid. Auch hier wurde beim Verfassungsgerichtshof Beschwerde eingelegt, da es sich um einen Dublin-Fall handelt, der junge Mann also in einem anderen Land ansuchen und nicht mit dem Flieger zurück nach Afghanistan gebracht werden müsste.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(nit)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • vallis am 01.06.2018 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    skruppellos

    Das ist doch die Höhe, kommt in ein Land, wird kriminell und dann soll er noch dafür bezahlt werden? Der gehört hochkantig aus Österreich entfernt.

    einklappen einklappen
  • Franka am 01.06.2018 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Dreister geht's nicht mehr

    Dreister geht's nicht mehr

  • Ich35 am 01.06.2018 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    wie bitte was?

    Entschädigung für was? ausgebliebener Lohn? ....

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Paul am 02.06.2018 23:08 Report Diesen Beitrag melden

    Warum keine 2. Instanz?

    Ich, bin allerdings kein Jurist, habe noch immer nicht verstanden, warum das nicht in die 2.Instanz, also neuer Prozess, gehen konnte, sondern "direkt" in einen rechtskräftigen Freispruch enden kann; umgekehrt wird auch durch alle Instanzen prozessiert. Also manchmal darf man schon an unserem Rechtssystem leicht zweifeln.

  • Mario Gailer am 02.06.2018 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Europa = Die Hölle auf Erden (seit 2015)

    Europa ist seit 2015 von allen guten Geistern verlassen. Europa ist dem Untergang geweiht, wenn nicht sofort radikal in die Herkunftsländer abgeschoben wird!

  • Lenz Flatu am 02.06.2018 06:25 Report Diesen Beitrag melden

    Kaputter Pseudo-Rechtsstaat

    Wenn es nach mir ginge, hätten wir ein Heer an arbeitslosen JuristINNEN. Am meisten ärgert mich, dass wir alle für diesen Rechts-Pfusch finanziell aufkommen müssen.

  • Pferdetaxi am 01.06.2018 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne wenn und aber!

    Solche Leute sind in ihrer Heimat besser aufgehoben!

  • Anna1 am 01.06.2018 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Xy

    Bei mir währe er schneller abgeschoben als er klagen kann