Nach Kündigung

22. April 2019 17:55; Akt: 22.04.2019 12:43 Print

Wirtshaus prellte Köchin (47) um 31.000 Euro

Im Februar wurde eine 47-jährige Köchin aus dem Weinviertel gekündigt. 283 Überstunden, 59 Urlaubstage und Abfertigung wollte man ihr nicht bezahlen.

Symbolbild einer Köchin bei der Arbeit. (Bild: iStock)

Symbolbild einer Köchin bei der Arbeit. (Bild: iStock)

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31 Jahre lang hatte eine 47-Jährige als Köchin in einer Gastwirtschaft im Weinviertel gearbeitet, im Februar wurde sie gekündigt. Besonders gemein: Der Arbeitgeber zahlte ihr zum Abschied gerade einmal 1.433 Euro. Der 47-Jährigen kam das viel zu wenig vor, schließlich hatte sie noch 59 Urlaubstage sowie 283 Überstunden offen und auch keine Abfindung bekommen.

Die Köchin suchte das Gespräch mit dem Ex-Chef, doch der wollte nicht mehr zahlen. Schließlich wandte sich die Frau an die AK Niederösterreich und die Experten dort stellten nach Prüfung des Falls fest: Der Arbeitgeber hatte die Frau tatsächlich um viele tausend Euro geprellt.

31.433 Euro netto

"Das ist ein besonders dreister Versuch, einer Beschäftigten mit ohnedies geringem Einkommen ihr zustehendes Geld vorzuenthalten", so AK NÖ-Präsident Markus Wieser. "Hier bestätigt sich wieder: Der Gang zur AK Niederösterreich zahlt sich aus. Unsere Experten helfen gerne."

Nach einer Intervention der AK Niederösterreich beim ehemaligen Dienstgeber musste dieser seiner Ex-Bediensteten letztlich 31.433 Euro netto auf ihr Konto überweisen. Für die Köchin ein Vermögen, das ansonsten womöglich beim dreisten Arbeitgeber geblieben wäre.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Susi am 22.04.2019 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    gut dass sie sich an die AK gewandt hat, möchte gar nicht wissen wie viele Betriebe so durchkommen, weil sich keiner was sagen traut...

  • Crashcar am 22.04.2019 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Und...

    ...dann wundern sie sich, dass kein Mensch mehr in der Gastronomie arbeiten will. Zuwenig Lohn, zuviel Arbeit, Überstundenbezahlung kannst dir rösten. Urlaub geht auch nicht, weil sonst niemand da ist.... Ich mach' mir angesichts der Art und Weise, wie die Wirte ihre Knechte behandeln, mein Schnitzel selber. Da weiß ich wenigstens sogar, was drin und dran ist. Und mein Mineral-Zitron dazu, ist auch um ein Rieseneck billiger.

  • Richard am 22.04.2019 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    betrugsversuch

    sicher nicht der einzige wirt, was da bei Getränken geflunkert wird. daher erspar ich mir ein Wirtshaus, daheim schmeckt's halt doch am besten und ist auch günstiger, muss dem geizkragen mein schwer verdientes Geld nicht bringen !! fühl mich sehr gedemütigt wenn er mir die Billa bierflasche hinstellt und 3 Euro verdienen will

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ehklar am 23.04.2019 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Da hat sich der Ex-Chef mit seiner Gier ins eigene Fleisch geschnitten. Hätte er ihr zB 11.340 Euro bezahlt, wäre sie glücklich gewesen über "so viel Geld", und er hätte seine Ruhe gehabt und sie trotzdem übern Tisch gezogen. Ja, Geiz ist eine Todsünde...

    • Ehklar am 23.04.2019 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ehklar

      Für die Meinungs-und Gesinnungspolizei: das ist nur meine Meinung, keine Anleitung zum schweren gewerbsmäßigen Betrug...

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  • MElisabeth1964 am 23.04.2019 05:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ab ins Gefängnis mit dem Ex Chef!!

    Solche Arbeitgeber gehören ins Gefängnis und das für viele Jahre. Diese Betrüger!

  • Pawel W am 23.04.2019 01:26 Report Diesen Beitrag melden

    Die hat sich das hart erarbeitet !!!

    Ich gönn ihr das erstrittene Geld :)

  • Kim Michalek am 23.04.2019 00:00 Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit der AK

    Jetzt einmal ganz ehrlich! Dafür ist die AK da!!! Wir sind ZWANGSMITGLIEDER in dem Verein und da machen die auch noch Werbung für diese teure Gebilde. Wozu frage ich mich. Ich bin Gewerkschaftsmitglied und bin privat Rechtschitzversichert, weil die AK hat mich bis jetzt IMMER abgewimmelt, oder einmal sogar an einen privaten Konsumentenschutzverein vermittelt für den ich 100 Jahresmitgliedschaft hätte zahlen sollen. Das Problem ließ sich dann aber über meinen Rechtssch. ganz schnell, mit einem Brief erledigen. ICH brauch den unnötigen Verein nicht und wäre schon längst ausgetreten.

    • Stascheißakorl am 25.04.2019 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kim Michalek

      Da glaub ich Ihnen kein Wort von. Die Arbeiterkammer wimmelt keine Leute ab. Das ist ein Märchen von Ihnen um Stimmung gegen die Arbeitnehmervertreter zu machen. In Wirklichkeit nehmen sich die Mitarbeiter der AK jeden Problems an und hören sich mal an was Ursache und Wirkung ist. Dann wird entschieden wie man weitermacht. Also hören Sie auf Zwietracht zu säen.

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  • Hackler am 22.04.2019 23:08 Report Diesen Beitrag melden

    AK ist super

    Jeder Österreicher sollte dankbar sein das es eine starke AK überhaupt gibt,was glaubt ihr was hier los wäre wenn sich niemand für eure Rechte einsetzen würde? In vielen ärmeren Ländern arbeitet man die ersten 1-2 Monate und dann kommt man drauf das man überhaupt nicht angemeldet wurde von der Firma,beschweren bei der AK bringt sowieso nix weil sie zu schwach ist oder überhaupt nicht existiert.Demnach arbeitet man nur für seinen Lohn,von der Pension sieht man eh nix.

    • j.km am 23.04.2019 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hackler

      völlig richtig. ich bin sehr dankbar da ich sie oft gebraucht habe.

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