Niederösterreich

04. Juni 2018 19:00; Akt: 04.06.2018 16:02 Print

Zeitungsverkäufer raubte behinderten Burschen aus

Ein rumänischer Zeitungsverkäufer wollte einem Burschen eine Sozialzeitung andrehen, der behinderte Teenager reagierte nicht. Der 26-Jährige zwang den Burschen zum Bankomat.

Der Rumäne sprach den Burschen beim Bahnhof (Bushaltestelle) an. (Bild: privat, Joachim Lielacher)

Der Rumäne sprach den Burschen beim Bahnhof (Bushaltestelle) an. (Bild: privat, Joachim Lielacher)

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Ein Verkäufer (26) einer Sozialzeitung hatte am Bahnhof St. Pölten einem 17-Jährigen eine Ausgabe verkaufen wollen. Doch der junge Autist verstand nichts, der Rumäne witterte seine Chance.

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Zeitungsverkäufer raubte Behinderten (17) aus - 2 Jahre teilbedingte Haft. Was sagen Sie zum Urteil?
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Zu Bankomat gezwungen

Er dirigierte den Burschen zum nächsten Geldautomaten und zwang ihn 400 € abzuheben und nahm dem Opfer das Geld weg.
Vor Gericht in St. Pölten fasste der Rumäne am Montag zwei Jahre teilbedingt (acht Monate davon unbedingt) aus - das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig.

Alexander Pollak von SOS Mitmensch: „Der schwerwiegende Vorwurf gegen den selbständig tätigen MO-Kolporteur wurde uns von einem Verwandten des Beschuldigten zur Kenntnis gebracht. Wir haben daraufhin den betreffenden Kolporteur sofort bis zur gerichtlichen Klärung des Falles gesperrt. Wir legen sehr großen Wert darauf, dass sich Kolporteure, auch wenn sie als Selbständige die Zeitung vertreiben, korrekt verhalten und sich nichts zu Schulden kommen lassen. Jegliches Fehlverhalten verurteilen wir scharf."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jochen am 04.06.2018 21:41 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht schon wieder

    Leider darf man nicht mehr das schreiben, was man sich in dem Fall denkt. Ich nehme an, der Großteil unserer Bevölkerung auch.

    einklappen einklappen
  • Lisi am 04.06.2018 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    MO-Verkäufer

    Hab noch keinen MO-Verkäufer getroffen der nicht versucht hat sehr nachhaltig seine Ware anzubringen. Oft sinds im 8. Bezirk auch zu zweit unterwegs. Da wird mir dann immer sehr mulmig.

  • Unschuldslamm am 04.06.2018 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Die Macht der Werbung

    "Hol dir, was dir zusteht". Der Slogan hatte dann wohl doch zu viel Pepp.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kohlportöör am 05.06.2018 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    Zur Sicherheit

    Zeitungsanpreiser-Um die mach ich einen großen Bogen, ebenfalls um deren Cousinen, die Rosenverkäuferinnen.

  • Herr Paragraph am 05.06.2018 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetz ist Gesetz - gilt für Alle

    wird wohl beim Verkauf eine ordentliche Rechnung ausgestellt wie das österr. Gesetz es vorschreibt?

    • Rorschach am 05.06.2018 18:54 Report Diesen Beitrag melden

      Gemeinnützige Vereine

      sind davon ausgenommen. Steht so im österreichischen Gesetz.

    einklappen einklappen
  • Monika am 05.06.2018 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar

    Ich Frage mich mit Entsetzen das bei solch einem frühen Verbrechen 3% : Strafe zu viel heraus kommen kann ??? Welche Art von " Menschen " sind das ? Zum Fremdschämen echt !!!!! Dieses Individeum gehört für diese feige Aktion mindestens 3-5 Jahre weggesperrt !! Wer weiß was als nächstes kommt?!! KINDER?

  • helmar am 05.06.2018 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe mich mal erkundigt

    bei so einem Verein warum eigentlich junge, arbeitsfähige Männer mit diesen Zeitungen herum stehen und dass einige ohne Ausweis auch dabei sind.....einzige Antwort "da helfen sie sich gegenseitig"....sind diese Organisationen so naiv oder was anderes? Und das Urteil für diese Nötigung zeigt dass Richter auch vor den NGOs angst haben. Oder deren "Kunden".

  • PeterKarl am 05.06.2018 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Augustinverkäufer

    Wenn mir Einer eine solche Zeitung andrehen will, sage ich immer " nein danke, die habe ich schon im Internet gelesen".