So wird zum heiligen Mann

06. Dezember 2018 08:05; Akt: 06.12.2018 12:53 Print

Ho-Ho-"H…eute" für einen Tag in der Nikolaus-Schule

von Claudia Ruzmarinovic - Wie bringt man als Nikolaus Kinderaugen zum Leuchten? Das lernen angehende Nikoläuse an zwei Abenden in der Nikolaus-Schule der Katholischen Jungschar in Linz.

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"Ich wollt, ich wär' der Nikolaus." Dass das nicht nur ein frommer Wunsch bleibt, dafür gibt es die Nikolaus-Schule in der Kapuzinerstraße in Linz. Angehende Nikolo-Darsteller und solche die es bereits sind, kommen dort zusammen um zu Lernen was einen guten Nikolaus ausmacht.

Für einen Abend wollt' auch ich, "Heute"-Reporterin Claudia Ruzmarinovic, optisch in die Rolle des braven Bischofs aus Myra schlüpfen, warf dabei gleich einen Blick hinter die Kulissen der Nikolaus-Schule in der oberösterreichischen Landeshauptstadt.

Und das steckt hinter der Nikolaus-Schule

Seit 1994 wird sie von der Katholischen Jungschar in Linz organisiert. An die 1.000 Personen, vor allem Eltern, Großeltern und Erzieher, nahmen bis jetzt daran teil. "Darunter sind mehrheitlich Männer", wie Mayelle Gabmann weiß. Sie ist in der Katholischen Jungschar für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, organisiert gemeinsam mit ihrem Team seit mehr als 20 Jahren die Nikolaus-Schule.

Was man dort so lernt?

Die geschichtlichen Hintergründe rund um den heiligen Mann,
der am 6. Dezember die Kinder besucht und ihnen eine
Kleinigkeit aus seinem Jutsack schenkt. Außerdem: Wie ein Hausbesuch des Nikolos aussehen könnte und was er naturgetreu trägt (mehr dazu in der Bildergalerie oben).

Unter den Schülern: Josef Alkin (56) aus St. Pantaleon in Niederösterreich. Er drückt schon viele Jahre die Schulbank, ist bereits zum 15. Mal dabei. Was ihn in die Nikolaus-Schule nach Linz verschlägt?

Aus Klassenkameraden werden Freunde

"Ich habe eine konkrete Vorstellung davon, wie der Nikolaus sein soll. Es geht nicht nur darum, die Kinder zu beschenken, es soll ein Fest für die ganze Familie sein. Ich will den Kindern auch eine Botschaft mitgeben: 'Was können die Kinder von den guten Taten des Nikolaus lernen und im Alltag umsetzen?' Ich hol' mir in der Schule Anregungen und tausche mich mit den anderen aus", erzählt Alkin im Gespräch mit "Heute".

Aus dem Schulbesuch sind auch schon enge Freundschaften entstanden. Seinen ersten großen Einsatz als Nikolo hatte der gelernte Tischler im Judo-Verein seiner drei Kinder. Das war vor 14 Jahren, seine Buben waren damals sieben und neun, seine Tochter vier Jahre alt. Seitdem hat Alkin Feuer gefangen, mimt den Nikolaus jedes Jahr in Kindergärten und auf Privat-Feiern.

"Natürlich ist es eine Aufgabe, ich muss mich schon jedes Mal aufs Neue vorbereiten. Aber die Freude der Kinder gibt alles zurück. Übrigens auch die der Eltern, den auch die sollen nicht leer ausgehen, die bekommen auch immer etwas Süßes von mir", so Alkin zu "Heute".

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