ÖVP-Politiker:

12. August 2018 14:40; Akt: 12.08.2018 15:05 Print

20 Prozent Abmeldungen wegen der Kiga-Gebühr

Weniger Kinder in den Kindergärten und weniger Geld für die Gemeinden. Das befürchtet Johann Hingsamer, Gemeindebund-Präsident in OÖ.

ÖVP-Politiker Johann Hingsamer rechnet damit, dass wegen der Kiga-Gebühren 20 Prozent der Kinder von der Nachmittagsbetreuung abgemeldet werden. (Bild: iStock/ÖVP)

ÖVP-Politiker Johann Hingsamer rechnet damit, dass wegen der Kiga-Gebühren 20 Prozent der Kinder von der Nachmittagsbetreuung abgemeldet werden. (Bild: iStock/ÖVP)

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Seit Februar müssen Eltern, wenn sie ihre Kinder auch am Nachmittag im Kindergarten haben, dafür eine Gebühr zahlen. Zwischen 42 und 11o Euro (je nach Familieneinkommen) sind fällig. Beschlossen haben die Gebühren auf Landesebene die ÖVP und FPÖ.

Natürlich hagelte es bei der Einführung Kritik von SPÖ und den Grünen. Man befürchtete, dass viele Kinder abgemeldet werden. Nun äußert sich auch ein hochrangiger ÖVP-Politiker skeptisch zu dem Thema.

In einem Interview mit dem "Kurier" rechnet Johann Hingsamer, Präsident des Gemeindebundes und selbst Bürgermeister von Eggerding (Bez. Schärding), damit, dass 20 Prozent der Kinder abgemeldet werden. Das sind immerhin 3.000 bis 3.500 Kinder in ganz Oberösterreich.

Den Gemeinden erwachsen damit auch herbe Verluste. Denn mit der Einführung der Gebühren hat das Land Förderungen an die Gemeinden abgedreht. Weil nun aber auch weniger Geld aus den Kindergartengebühren eingenommen werden, rechnet Hingsamer mit bis zu sechs Millionen Euro weniger für die Gemeinden.

Es sei, so Hingsamer, sehr enttäuschend, dass es zwar Geld für den Ausbau der Kinderbetreuung gebe, nicht aber für die laufenden Kosten.

"Ministerin hat keine Ahnung"
Aber auch der Bundesregierung in Wien stellt Johann Hingsamer in Sachen Kinderbetreuung kein gutes Zeugnis aus. "Die Zentralstellen in Wien, inklusive der Ministerin (ÖVP-Familienministerin Juliane Bogner-Strauß, Anm.), habe keine Ahnung, wie das Leben am Land abläuft", sagt er in dem "Kurier"-Interview.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz am 12.08.2018 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es muss immer alles...

    ...gratis sein! Der Nanny-Staat sorgt für uns! Eine eigenartige Einstellung!

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  • Fred von Jupiter am 12.08.2018 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Gratis Ki-Ga

    Man kann davon ausgehen, dass jene, die ihre Kinder wegen der Gebühr abmelden, den Betreuungsplatz gar nicht benötigen, sondern lediglich die kostenlose Kinderaufbewahrung nutzen wollten. Genau wie in Wien: Eltern, die nicht arbeiten und es auch nicht wollen, stecken ihre Kinder in Hort und Kindergarten, weil es da sogar Gratis-Essen gibt, damit ihnen selbst mehr zum Rauchen und Saufen beim Würschtelstand und Zeit zum Zeugen weiterer Kinder bleibt. Für jene, die einen Kinderbetreuungsplatz benötigen, weil sie wieder arbeiten gehen müssen, ist nichts mehr frei.

  • Wilhelm am 12.08.2018 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache kostet nichts.

    Und diese 20% sind mit Sicherheit vorwiegend Migrantenkinder.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bernie schibulah am 13.08.2018 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Master

    Das geschieht denen recht, wer hat diese Parteien und Regierung gewählt, genau die, die jetzt jammern. prima kann man da nur sagen. oder eben Pech gehabt.

  • j.l. am 13.08.2018 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    nachmittag im kiga

    ist onehin der horror. mir war der vormittag schon zu viel. wenn eltern keine zeit für kinder haben sollten sie tunlichst keine kriegen

  • YYYY am 12.08.2018 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    XXXX

    Wenn es uns zahlen geht wird aufgeschrien , es wird sich doch ein jeder eine kleine Gebühr leisten können. Da sieht man wieder wie verwöhnt die Leute sind. Ich finde die Gebühr in Ordnung, alles gratis geht eben nicht.

  • Wienerle am 12.08.2018 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles soll gratis sein

    Die Kinder bräuchten nicht abgeschoben und von fremden Leuten betreut werden. Die Frauen sollen daheim bleiben und sich um ihre Kinder selbst kümmern. Warum haben Sie denn diese bekommen?

  • Wien am 12.08.2018 17:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nix

    Na ja, wenn es nichts mehr gratis gibt, dann haben die Familien plötzlich Zeit für ihre Kinder!!!! Traurig!!!! Wer soll das alles bezahlen???? Ich musste für meine Kinder auch immer für den Kindergarten bezahlen!!!! Je nach verdienst wurde das Geld berechnet!!!!! Ihr vergesst immer, dass auch die Tanten im Kindergarten ihren Lohn bekommen!!!!

    • Dosi am 12.08.2018 22:10 Report Diesen Beitrag melden

      @Wien

      Wir in NÖ haben immer schon für die Nachmittagsbetreuung einen Beitrag bezahlt. Kann ich mir auch leisten, wenn ich arbeiten gehe. Und wenn ich nicht arbeiten gehe, brauche ich auch keine Nachmittagsbetreuung.

    • Zzzzz am 13.08.2018 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wien

      Diese Tanten die auch einen Lohn bekommen - nämlich von der Caritas zumeist- das dann auch weniger als Mindestlohn ist ... Bitte informieren Sie sich vorher ein wenig bevor Sie Halbwissen verschleudern ...

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