Für Oberösterreich

23. Januar 2019 15:30; Akt: 23.01.2019 14:45 Print

Öffis: Grünen-Mayr fordert 365-Euro-Jahresticket

In Luxemburg kostet das Öffi-Fahren ab 2020 gar nix mehr. Jetzt fordert auch der Grüne Landtagsabgeordnete Severin Mayr Tempo bei der Öffi-Tarifreform in OÖ.

Severin Mayr fordert ein 365-Euro-Jahresticket für Oberösterreich. (Bild: Grüne)

Severin Mayr fordert ein 365-Euro-Jahresticket für Oberösterreich. (Bild: Grüne)

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Luxemburg macht's vor. "Ab 2020 wird das Land seine Öffis generell kostenlos anbieten und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Europa ein", so Grünen-Landtagsabgeordneter und -Verkehrssprecher Severin Mayr.

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Er fordert jetzt: "Es wird Zeit, dass wir auch in Oberösterreich die Öffi-Tarife wieder ernsthaft diskutieren. Denn die Öffi-Preise sind bei uns einfach zu hoch, ein 365-Euro-Jahresticket überfällig."

Mayr rechnet vor: "Ein Pendler von Vöcklabruck nach Linz zahlt im Jahr für seinen Arbeitsweg 1.412 Euro (inkl. Kernzonenaufschlag). Eine Rohrbacherin zahlt für die Strecke von und zur Arbeit auch 1.298 Euro. Und selbst der Fahrgast, der die wenigen Kilometer von Puchenau nach Linz pendelt, zahlt mit 566 Euro deutlich mehr, als in Wien eine Jahreskarte kostet."

"Ein 365-Euro-Ticket wäre für diese Pendler eine Riesenersparnis", so Mayr. Bis zu 900 Euro, würde man weniger zahlen.

Andere Länder habe es vorgemacht

Andere Bundesländer haben diesen Schritt bereits gemacht. Gerade Wien, aber auch Vorarlberg oder Tirol zeigen, dass eine günstige Jahreskarte ein Erfolgsmodell ist. So gibt es in Wien eben besagtes 365-Euro-Jahresticket. "Seit dessen Einführung hat sich die Zahl der Jahreskarten-Inhaber mehr als verdoppelt", so Mayr.

"Während man in anderen Bundsländern also für 365 Euro durchs ganze Land fahren kann, zahlt man in Oberösterreich bis zu 2.000 Euro. Das ist nicht der Weg, mehr Autofahrer zum Umsteigen zu bewegen", begründet Mayr.

Auch auf Facebook wirbt er für seine Forderung:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mkönig am 23.01.2019 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Fr

    Ungarn wird immer verteufelt aber da kann man ab 65 gratis fahren auch als Österreicher wäre gute Propaganda für spöwahl

  • Richard Fuchs am 24.01.2019 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Billigtickets zerstören ÖPNV

    Finger weg von diesem Unfug! Damit zerstört man die Finanzierbarkeit des öffentlichen Verkehrs, weil die derzeitigen Busse und Bahnen ohnehin schon öffentliche Zuschüsse brauchen. Der Selbstbehalt der Fahrkartenerlöse, der ohnehin nicht die Kosten abdecken kann, liegt jetzt knapp bei rund 10% der Kosten. Die Schülerfreifahrt deckt weitere 30-35%. Der Rest ist ohnehin jetzt schon Zuschuss. Die wenigen Umsteiger gleichen das Delta bei Weitem nicht aus, weil das liegt in Oberösterreich geschätzt zwischen 30 und 50 Millionen Euro JÄHRLICH! Zerstört bitte nicht den öffentlichen Verkehr!

  • Dann Jetzt am 24.01.2019 01:43 Report Diesen Beitrag melden

    Steuern zahlen

    Luxemburg ist kein Vorbild: Wie die Steueroase Luxemburg Konzernen hilft, Steuern zu sparen Ein Aktenberg aus 28 000 Seiten ermöglicht einen bisher einmaligen Blick auf die Steueroase Luxemburg: Die Behörden sind wohlwollend, und eine ganze Heerschar findiger Berater steht bereit, die Abgabenlast für Konzerne mit Hilfe umstrittener Steuerkonstruktionen kleinzurechnen - nicht selten auf weniger als ein Prozent. Ändern müsste das ausgerechnet der Mann, der dieses System jahrzehntelang verantwortete: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

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  • Dann Jetzt am 24.01.2019 01:43 Report Diesen Beitrag melden

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    Luxemburg ist kein Vorbild: Wie die Steueroase Luxemburg Konzernen hilft, Steuern zu sparen Ein Aktenberg aus 28 000 Seiten ermöglicht einen bisher einmaligen Blick auf die Steueroase Luxemburg: Die Behörden sind wohlwollend, und eine ganze Heerschar findiger Berater steht bereit, die Abgabenlast für Konzerne mit Hilfe umstrittener Steuerkonstruktionen kleinzurechnen - nicht selten auf weniger als ein Prozent. Ändern müsste das ausgerechnet der Mann, der dieses System jahrzehntelang verantwortete: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

  • Mkönig am 23.01.2019 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Fr

    Ungarn wird immer verteufelt aber da kann man ab 65 gratis fahren auch als Österreicher wäre gute Propaganda für spöwahl

  • F Nug am 23.01.2019 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Weil sich die Leute

    in der Nähe des Wohnplatzes keine Arbeit finden soll der Steuerzahler dafür aufkommen? Unlustiger Populismus auf Kosten der Steuerzahler, die in Wohnungsnähe arbeiten oder mit dem Rad hinfahren. Als nächstes kommt dann die Forderung nach Gratisbenzin für die rasende Pendlergemeinde? Wir Wiener sind schon mit den Zugezogenen aus den Bundesländern gestraft, die aus Punks, Alkoholikern, Sozialschmarotzern und Sandlern bestehen. Die glauben in der Stadt besser auszukommen. Die Gruft ist voll von denen