Nach Vorfallen

30. September 2018 12:04; Akt: 30.09.2018 12:04 Print

Verband bietet Workshops für Fußball-Eltern

Nach unrühmliche Vorfällen mit rabiaten Fußball-Eltern veranstaltet ein Klub einen "Benimm-Kurs". Und der Verband bietet Anti-Aggressions-Workshops.

Kicker von Donau Linz zeigten ein deutliches Zeichen nach den Vorfällen bei Nachwuchsspielen. (Bild: OÖFV)

Kicker von Donau Linz zeigten ein deutliches Zeichen nach den Vorfällen bei Nachwuchsspielen. (Bild: OÖFV)

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Prügelnde Mütter und rabiate Eltern, die aufs Spielfeld laufen – diese Szene prägten in den letzten Wochen leider das Spiel im Fußball-Nachwuchs in Oberösterreich.

Bei einem U-15-Match zwischen Ebelsberg und Donau Linz ist die Situation sogar derart eskaliert, dass eine Frau bewußtlos am Boden liegen blieb und ins Spital eingeliefert werden musste. In Oftering stürmten erboste Eltern nach einem Foul in einer U-11-Partie gegen Ebelsberg auf den Rasen (wir berichteten).

Nach den negativen Schlagzeilen reagierte ASKÖ Ebelsberg, veranstaltet nun einen Infoabend, um gegen die rabiaten Eltern vorzugehen. "Es gibt noch keinen genauen Termin. Aber wir müssen etwas unternehmen. So kann es nicht weitergehen. Alle Eltern unseres Vereins werden eingeladen. Wir werden uns auch noch mit dem Verband ", so Marcel Bramberger, Ebelsbergs sportlicher Leiter zu "Heute".

Und auch der Verband bleibt nicht untätig

"Der OÖFV bemüht sich ständig um Sensibilisierung der Vereine, Funktionäre und Trainer, dass Fairplay am Fußballplatz oberstes Gebot ist. Den direkten Kontakt zu den Spieler-Eltern haben aber die Vereine, die als Vermittler dieser Botschaft für Respekt und Fairness auftreten müssen", so Heinz Oberauer, der im Verband für den Nachwuchsbereich zuständig ist.

Um Vorfällen, wie zuletzt bei ASKÖ Ebelsberg, entgegenzuwirken, hat der Verband auch Workshops ins Leben gerufen. Thema: Mobbing und Aggressionsbewältigung. Unter dem Motto "Gemeinsam statt einsam" wurden diese Kurse speziell für Trainer und Eltern geschaffen.

Wie Oberauer erklärt, gibt es seit rund einem Jahr sogenannte "Schutzzonen"für Eltern. "Gerade bei den jüngeren Jahrgängen ist auf dem Spielfeld Platz für die Eltern auf dem Rasen. Dort haben sie aber eigentlich nichts verloren. Sie sollen das Match in angemessener Entfernung vom Feld verfolgen, um den Einfluss auf das Match zu minimieren."

Ein positives Signal setzte die Verantwortlichen von Donau Linz in der vergangenen OÖ-Liga-Runde gegen Perg. Die Spieler rollten dabei ein Transparent mit der Aufschrift "Fäuste sind zum Jubeln da" aus.
Ein klares Zeichen für Respekt, Toleranz und Fairness.

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(mip)

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