Anfrage an Steinkellner

05. Februar 2019 15:30; Akt: 05.02.2019 16:26 Print

Autobahn im Waldviertel wird Thema im Landtag

Niederösterreich will eine Autobahn bauen. Die soll in die S 10 im Mühlviertel münden. Und das lässt bei den Grünen die Alarmglocken läuten.

Severin Mayr stellte zu der Autobahn neun Fragen an Landesrat Günther Steinkellner. (Bild: keine Quellenangabe)

Severin Mayr stellte zu der Autobahn neun Fragen an Landesrat Günther Steinkellner. (Bild: keine Quellenangabe)

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120 Kilometer lang soll sie werden und die S 3, die Weinviertel-Schnellstraße in Niederösterreich mit der S 10 im Mühlviertel verbinden. Die neue Autobahn soll das Waldviertel an die europäischen Verkehrswege anbinden und so für einen wirtschaftlichen Aufschwung in der Region sorgen.

Das Land NÖ hat nun beim Verkehrsministerium um eine Prüfung des Projekts gebeten. Rund zwei Jahre soll diese dauern.
Mit einer Fertigstellung ist nicht vor dem Jahr 2045 rechnen.

Weil die Grünen solch großen Straßenprojekten eher skeptisch gegenüber stehen, schrillen wegen des Projekts auch bei Oberösterreichs Grünen die Alarmglocken. Zumal die neue Autobahn laut Berechnungen der Grünen bis zu 5 Milliarden Euro kosten könnte.

"Für Oberösterreich bedeutet das noch mehr Verkehr, noch mehr Abgase und noch mehr Umweltbelastung. Gleichzeitig geht bei den wichtigen Schienenprojekten im Mühlviertel nichts weiter und die täglichen Staus rund um Linz werden immer länger", kritisiert der Grüne Verkehrssprecher im Landtag Severin Mayr.

Anfrage an den Verkehrs-Landesrat

Er hat deshalb eine schriftliche Anfrage an den für Verkehr zuständigen Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ). Neun Fragen stellt Mayr an Steinkellner. So will er wissen, ob und seit wann das Land Oberösterreich Informationen zu dem Projekt hat. Außerdem will Mayr wissen, ob Steinkellner das Projekt unterstützt.

Mayr dazu: "Jetzt müssen alle Daten und Fakten auf den Tisch. Wir wollen detaillierte Informationen darüber, wie weit diese irrwitzige Idee fortgeschritten ist und welche Folgen Oberösterreich, der Umwelt und den Menschen drohen. Wir sind gespannt auf die Antworten und die Erklärung von LR Steinkellner, auf welcher Seite er steht."

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(gs)

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