Prozess in Linz

12. Juli 2018 13:07; Akt: 12.07.2018 16:28 Print

Bundeskanzler Kurz im Video zu Hitler gemacht

Ein 19-Jähriger soll Bundeskanzler Sebastian Kurz in einer Bildanimation zu Adolf Hitler "verwandelt", zudem einschlägige Videos verschickt haben – Prozess.

Der Beschuldigte soll Kurz in einer Bildanimation zu Hitler gemacht haben. (picturedesk/wikipedia) (Bild: picturedesk/Wikipedia)

Der Beschuldigte soll Kurz in einer Bildanimation zu Hitler gemacht haben. (picturedesk/wikipedia) (Bild: picturedesk/Wikipedia)

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Der 19-jährige Angeklagte aus Gallneukirchen (Bez. Urfahr-Umgebung) erschien erst wenige Minuten vor Prozessbeginn im Linzer Landesgericht. Er betrat den Schwurgerichtssaal über den Hintereingang, konnte so den wartenden Fotografen ausweichen.

Beim Verlesen der Anklageschrift konnten die anwesenden Zuseher im Saal nur den Kopf schütteln. Denn der junge Mühlviertler soll Lichtbilder mit Hakenkreuzen per WhatsApp verschickt haben.

Dies ist jedoch noch der harmloseste Vorwurf. Der 19-Jährige habe nämlich noch ein Video angefertigt, in dem er einen Schreibblock sucht und findet: Darauf ist laut Staatsanwalt ein Hakenkreuz gemalt und der Schriftzug: "Kill all Blacks".

In einem weiteren Video des Angeklagten habe er eine Spinne verbrannt und kommentiert: "Du sollst brennen... genauso wie die Juden."

Weiterer Anklagepunkt: Der Beschuldigte habe eine Bildanimation angefertigt und verschickt, in der das Gesicht von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zum Gesicht von Adolf Hitler wird.

Wegen Verbrechen nach dem Verbotsgesetz drohten dem Mühlviertler bis zehn Jahre Haft.

Der Prozess endete aber schließlich mit einer Diversion (rechtskräftig). Der Beschuldigte muss sich im Rahmen des Projekts "3g VerbotsGesetz" mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetzen. Unter anderem ist auch ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen verpflichtend.

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(mip)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Iris, Bramann am 13.07.2018 00:09 Report Diesen Beitrag melden

    Welche Härte

    Ein lachhaftes Urteil. Wieder einmal keine Abschreckung.

  • Rainer am 13.07.2018 03:00 Report Diesen Beitrag melden

    Piero

    Ja ich finde auch dass die Strafzumessung sehr gering ausgefallen ist anderseits wird sich das Gericht auch etwas dabei gedacht haben und nicht aus Lust und Laune so mir nichts dir nichts ein mildes Urteil gesprochen haben wie urteilen einfach so ohne die waren Hintergründe zu diesem Falle zu kennen aber hohe Strafen können genau das Gegenteil auch bewirken und beim Täter ein Hass jetzt erst recht im Unterbewusstsein aufkommen lassen nicht hohe Strafen sind immer zielführend sondern Erziehende Maßnahmen bei jungen Menschen führen sehr oft zur positiven Wiedereingliederung in unsere Gesellschaf

  • Werner am 13.07.2018 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Prozess

    Man kann ja für alles Entschuldigungen finden( Schlechte Kindheit, schlechte Erziehung, schlechter Freundeskreis, dummer Bubenstreich und und und.....) somit könnte niemand für sich sebst verantwortlich gemacht werden. 3 Jahre Haft mit entsprechender Therapie wäre meiner Meinung angemessen. Mit 19 Jahren war ihm bewußt was er tat

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sonja am 13.07.2018 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    traurig aber wahr

    ja was will man da noch sagen. Gewisse Parteien haben halt im Mühl4tel viel Wahlwerbung gemacht. Das sind dann die Ergebnisse. Das Elternhaus wird auch noch seinen Teil dazu beitragen......

  • Werner am 13.07.2018 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Prozess

    Man kann ja für alles Entschuldigungen finden( Schlechte Kindheit, schlechte Erziehung, schlechter Freundeskreis, dummer Bubenstreich und und und.....) somit könnte niemand für sich sebst verantwortlich gemacht werden. 3 Jahre Haft mit entsprechender Therapie wäre meiner Meinung angemessen. Mit 19 Jahren war ihm bewußt was er tat

  • Rainer am 13.07.2018 03:00 Report Diesen Beitrag melden

    Piero

    Ja ich finde auch dass die Strafzumessung sehr gering ausgefallen ist anderseits wird sich das Gericht auch etwas dabei gedacht haben und nicht aus Lust und Laune so mir nichts dir nichts ein mildes Urteil gesprochen haben wie urteilen einfach so ohne die waren Hintergründe zu diesem Falle zu kennen aber hohe Strafen können genau das Gegenteil auch bewirken und beim Täter ein Hass jetzt erst recht im Unterbewusstsein aufkommen lassen nicht hohe Strafen sind immer zielführend sondern Erziehende Maßnahmen bei jungen Menschen führen sehr oft zur positiven Wiedereingliederung in unsere Gesellschaf

  • Robert am 13.07.2018 00:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kurzgesagt

    Kurz mag Männer lieber als Frauen!

  • Iris, Bramann am 13.07.2018 00:09 Report Diesen Beitrag melden

    Welche Härte

    Ein lachhaftes Urteil. Wieder einmal keine Abschreckung.