Beifahrer getötet

11. Juli 2019 15:03; Akt: 11.07.2019 15:03 Print

Polizei wurde schon vor Todes-Lenker gewarnt

Nach dem verheerenden Autounfall in Schärding, bei dem ein 21-Jähriger ums Leben kam, wird bekannt, dass die Polizei vor dem Unfall-Lenker gewarnt worden war.

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Die Polizei soll im Vorfeld vor einem Autolenker gewarnt worden sein, wie die "Bezirksrundschau" berichtet. Nämlich vor jenem 20-Jährigen, der am Sonntag in den frühen Morgenstunden in alkoholisiertem Zustand (1,4 Promille) mit seinem Auto gegen ein Wartehäuschen gekracht war.

Mit ihm im Auto saßen noch drei Jugendliche. Ein 21-Jähriger – er saß auf der Rückbank – kam bei dem Unfall ums Leben. Er erlag noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen. Wir berichteten.

Wie sich später herausstellte, war der Fahrer nicht nur sturzbetrunken in einem nicht zugelassenen Pkw unterwegs, er hatte auch keinen Führerschein. Und genau darüber soll die örtliche Polizei auch informiert gewesen sein, wie ein Mann aus dem Bezirk Schärding jetzt der "Bezirksrundschau" erzählte.

Polizei: "Hatten keine rechtliche Handhabe"

Er selbst habe die Polizei noch eine Woche vor dem tragischen Unfall "auf den Unfalllenker aufmerksam gemacht (sic)", so der Mann. Auch soll es aus dem privaten Umfeld des 20-Jährigen immer wieder Versuche gegeben haben, ihn dazu zu bewegen, endlich den Führerschein zu machen. Doch vergeblich.

Die Polizei Schärding sagte auf "Rundschau"-Anfrage: "Es sind zwar Hinweise eingegangen, die auch an alle Kollegen weitergegeben wurden, aber wir hatten keine rechtliche Handhabe, dagegen vorzugehen. (...) solange wir den Täter nicht auf frischer Tat ertappen, sind uns die Hände gebunden."

Man sei für jeden Hinweis dankbar, aber könne nicht jemanden auf Verdacht hin sanktionieren, so Bezirkspolizeikommandant Matthias Osterkorn.

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(cru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mona T. am 11.07.2019 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Unfall

    Die Burschen die mitfuhren, wussten aber sicherlich auch, dass der Fahrer nicht mehr nüchtern war. Warum steigt man zu einem Rauschkind ins Auto???

  • Hansi Müller am 11.07.2019 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Mord?

    War das jetzt eigentlich Mord? Weil ohne FS und mit einem nicht zugelassenem KFZ vorsätzlich zu fahren?

  • Paul am 11.07.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    "Endlich den Führerschein machen"

    Was bei einem Unfall mit 1,4 Promille ziemlich wurscht ist :-(

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gesetzes Fuzzi am 12.07.2019 07:15 Report Diesen Beitrag melden

    Was...

    ...hätte denn die Polizei machen sollen? Sie können doch nicht auf Verdacht sagen "sorry, fahren sie nicht mit dem Auto, es könnte etwas passieren"... das ist gesetzlich nicht möglich und betrifft auch viele andere Autofahrer. Man weiß von vielen älteren Personen, dass sie nicht mehr fit genug sind mit dem Auto zu fahren. Allerdings werden sie erst vorgeladen zur Untersuchung, nachdem sie an einem Unfall beteiligt waren oder auffällig gefahren sind. In Österreich muss erst etwas passieren, damit etwas passiert.

  • Pat am 12.07.2019 06:08 Report Diesen Beitrag melden

    Mord oder todschlag?

    Das ist Mord! Sofort Anklagen und zumindest 15 Jahre hinter Gitter! Damit er einmal lange Zeit hat zum überlegen was er eigentlich getan hat! Was hätte es denn für einen Sinn gehabt wenn er den Führerschein gehabt hätte? Hätte genau so geendet!

  • Wienerberg am 11.07.2019 19:39 Report Diesen Beitrag melden

    erst muss was passieren

    Ja, so sind unsere Gesetze. Erst muss es Tote geben, das gehandelt wird. War auch bei einer Bekannten so, die hat eine gefähliche Drohung angezeigt und als Antwort bekommen: So lange er Ihnen nichts getan hat, können wir nichts machen. Was soviel heisst, Kommen sie wieder wenn er sie Umgebracht hat!

  • Ehklar am 11.07.2019 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Wegen sowas kann die Polizei eben nicht aktiv werden. Da hätten die Leute eben sagen müssen, dass der Herr eine Liederbuchsammlung vom Opa hat, und dass sie ihn auch schon selbst singen gehört haben

  • Sepperl am 11.07.2019 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    Überleg mal was du schreibst

    Jedem was du nicht zu Gesicht stehst, könnte dann Behauptungen gegen dich aufstellen, und wenn dann die Polizei ohne Richtigkeit handelt, dann wärst du wenn es blöd läuft mehrfach für längere Zeit in Haft. ;-)