Braunau

29. Juni 2018 11:00; Akt: 29.06.2018 13:14 Print

Paar bezahlte "Mieter", baute Cannabis-Paradies

Ein Innviertler Ehepaar engagierte Strohmänner als Mieter, um in den Räumen zusätzlich Cannabis anbauen zu können. Es wurde sogar extra umgebaut!

Das Geschäft mit den Cannabispflanzen florierte. (Bild: iStock)

Das Geschäft mit den Cannabispflanzen florierte. (Bild: iStock)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das ganz große Drogen-Geschäft! Das entdeckten zwei Braunauer für sich. Der und die 51-jährige aus Ach-Hochburg sollen seit 2016 professionell vom Cannabis-Verkauf gelebt haben. Abnehmer fanden sie in ihrer Gemeinde, im oberbayerischen Burghausen und im angrenzenden Niederbayern.

Mit hochtechnisierten Wärmelampen soll das Paar 118 Cannabispflanzen hochgezüchtet haben. – Und das Geschäft hatte offenbar gut Früchte getragen.

Nachdem das Geschäft florierte, beschlossen die beiden die Indoor-Aufzucht zu vergrößern. Dafür brauchten sie noch weitere Räume. Als Objekt hatten sie die Kellerwohnung unter ihrer Wohnung im Auge.

Damit das professionelle Business nicht auffliegt, wurden Personen engagiert, die nacheinander zur Tarnung die Wohnung mieteten. Sie wurden für die Anmeldung bezahlt, zogen aber eben nie dort ein. Platz hätten sie dort aber vermutlich ohnehin keinen gehabt.

Das Paar ging aber noch weiter– baute in der Kellerwohnung kräftig um – versetzte Mauern bzw. zog welche ein und baute auch einen geheimen Zugang ein.

Vermieter war eingeweiht – kassierte ebenfalls ab

Der Vermieter wusste vom geschäftigen Treiben der beiden und wurde ebenfalls für sein Stillschweigen monatlich finanziell entlohnt.

Aufgeflogen war das Ganze, weil sich das Paar später auch noch mit anderen Drogenanbauern und -verkäufern zusammentat, um die vielen Abnehmer bedienen zu können. So arbeiteten die beiden auch mit einem 35-jährigen Deutschen ebenfalls aus Ach-Hochburg zusammen, der ihnen Amphetamin und Kokain verkaufte. Ein anderer Drogenbauer wiederum mietete sich einen Bauernhof, um dort im großen Stil Cannabis anpflanzen zu können.

Drogen im Wert von 227.000 Euro

Das Paar sowie ihre Geschäftspartner wurden mittlerweile von Beamten der Polizei Ach-Hochburg und Burghausen festgenommen. Von 2016 bis zum heurigen April sollen mindestens 200 Gramm Kokain, 1,5 Kilogramm Amphetamin und 20 Kilogramm Cannabis verkauft worden sein. Mehr als 50 Abnehmer aus Ober- und Niederbayern, sowie Ach-Hochburg wurden ausgeforscht. Das Suchtgift hat einen Gesamtwert von mehr als 227.000 Euro.



Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(cru)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Willi am 29.06.2018 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Alles ungebildete vollholler!

    Das gefährlichste an Cannabis ist, damit erwischt zu werden. Das gefährlichste an Krankheiten wie Krebs, Schmerzen, Diabetes, ADHS, Parkinson, Alzheimer, Depression, u.v.m. ist, Cannabis nicht als beste und gesündeste Medizin nutzen zu dürfen. Re-Legalize it!!!

    einklappen einklappen
  • Patrick am 29.06.2018 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Verlogene politik

    Zeit und geldverschwendung! Traurig für was unser staat UNSER steuergeld verschwendet.. Aber wenns um den kleinen mann geht ist nie geld da die lasst man lieber in armut leben!

  • Proletheus am 29.06.2018 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Legalisieren und Steuern kassieren

    Viele Länder habens vorgemacht, nur bei uns haben die regierenden Volksvertreter die Hosen voll. Win-Win-Situation: Steuergeld, Freie Polizeiressourcen, Keine Strassendealer mehr. Nachdenken, liebe Politiker

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Michael Maier am 01.07.2018 00:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unfair

    Frechheit wir habe ein RECHT auf Cannabis!

    • Penelope am 01.07.2018 01:21 Report Diesen Beitrag melden

      Haha...

      ...das erklär mal einem Staat der Menschenrechte seiner eigenen Staatsbürger regelmäßig mit Füßen tritt, Kranke und Pensionisten mit einem Bettel abspeist, unangenehme Bürger wie im 3.Reich zwangsentrechtet und sie mundtot macht - und das während dieser Staat den von seinen Untertanen erwirtschafteten Wohlstand großzügig in der Welt verteilt. Da passt es doch eh perfekt ins Bild dass man gegen diese wunderbare Nutz- und Heilpflanze vorgeht und die Menschen mit Pharmazeugs vollstopft ;)

    einklappen einklappen
  • Captn Jack Sparrow am 30.06.2018 07:12 Report Diesen Beitrag melden

    Legalize it!

    Bitte legalisiert es endlich!!! Cannabis ist keine Droge, sondern eine Medizin. Dass viele es als Einsteigerdroge betrachten, liegt daran, dass die Kunden beim Dealer, bei dem sie Cannabis kaufen auch andere Drogen bekommen, an die man NIE herankommen würde, würde man das Cannabis legal im Koffieshop kaufen könnte. Und dann die Steuern, die der Staat einnehmen würde. Leider sind die nicht klug genug.

  • Josef am 30.06.2018 02:27 Report Diesen Beitrag melden

    Tabackanbau

    Die Leute müssen von was leben.Es ist traurig das man so arbeiten muss.Warum kann man das nicht irgendwo kaufen.

  • Wunderli am 30.06.2018 00:16 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist nur los in Braunau???

    Dieses Kaff verursacht Nachrichten am laufenden Band.

    • Penelope am 30.06.2018 14:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Wunderli

      Habe auch schon mal darauf getippt dass die Heute-Redaktion dort eine Aussenstelle hat :) Da scheint ja wirklich viel los zu sein für 16.000 Einwohner (~0,2% der Gesamtbevölkerung)...

    einklappen einklappen
  • Hanfling am 29.06.2018 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    Alles hat Grenze.

    So Leute sind schon ein Witz. Keinen Tag hackeln. Aber Samen und steckis sind ab Oktober illegal, somit haben diese Leute keine Gehaltsgrundlage mehr. Ist richtig so, paar pflanzen., Gegen die schmerzen Kiffen, aber nicht kiloweise verschiffen

    • Penelope am 29.06.2018 20:54 Report Diesen Beitrag melden

      @Hanfling

      Der Schwarzmarkt ist aber direkte Folge der Prohibition, daraus resultierend fehlende Qualitätskontrollen und fehlender Jugendschutz. Das Verbot von Samen wird genau nichts bringen, kannst ja überall im Ausland bestellen oder im grenznahen Ausland kaufen. Abgesehen davon kann man sich ja auch eine Mutterpflanze hinstellen und selbst Stecklinge schneiden. Durch weitere Kriminalisierung verschwinden ja weder Strukturen noch Konsumenten, eher im Gegenteil ;)

    einklappen einklappen