Ärztin ohne Grenzen

28. Juni 2018 14:30; Akt: 28.06.2018 14:36 Print

Linzerin hilft in Afrika und Krautschädl hilft ihr dabei

Die Linzerin Regina Giera (32) war als Ärztin in Dritten Welt Ländern im Einsatz. Was sie dort erlebte, erzählte sie "Heute".

Ärztin Regina Giera (32) mit einem ihrer kleinen Patienten in Sierra Leone (Westafrika).                               (Bild: Ärzte ohne Grenzen)

Ärztin Regina Giera (32) mit einem ihrer kleinen Patienten in Sierra Leone (Westafrika). (Bild: Ärzte ohne Grenzen)

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Sieben Monate im Kongo, einen Monat im Südsudan und zuletzt drei Monate in Sierra Leone, so die Einsatz-Bilanz der Linzerin Regina Giera. Seit August 2015 ist die 32-Jährige immer wieder mit Unterbrechungen für "Ärzte ohne Grenzen" in den ärmsten Regionen Afrikas unterwegs.

Es war keine leichte Zeit für die junge Allgemeinmedizinerin, die in Afrika viel bewegen kann, aber auch genauso viel Leid sieht. Alle zehn Sekunden stirbt dort ein Kind an den Folgen von Mangel- und Unterernährung. Eine traurige Tatsache, mit der auch Regina Giera in ihren Einsätzen konfrontiert wird.

Tote Kinder im Arm ihrer Eltern

Zwei bis drei Tage können die Fußmärsche dauern, die Eltern mit ihren kranken Kindern hinter sich bringen müssen, bis sie ärztliche Hilfe bekommen. Zu große Strapazen für die stark unterernährten Kleinen, die in den tragischsten Fällen auf diesem Weg noch ihr Leben lassen, bevor sie versorgt werden können.

"Man hadert schon mit sich, wenn man feststellen muss, dass man nichts mehr tun kann und sieht wie Mütter mit ihrem toten Kind im Arm ankommen", sagt Giera im Gespräch mit "Heute".

Krautschädl als "Therapie"

Was ihr bei der Verarbeitung von solchen Erlebnissen hilft? Man versucht in Gesprächen mit dem Team das Ganze aufzuarbeiten.
– derartige Erfahrungen schweißen zusammen. Wenn sie abends doch noch ins Grübeln kommt, hört sie Musik. Und zwar genau genommen Musik aus der Heimat: Krautschädl, eine bekannte Rockband aus Oberösterreich, verriet sie.

"Ih spring eine in's khoide Wosse und aus dera Gschicht auf in die Wön ohne Festlond in Sicht, immer diafa in's khoide Wossa
unter die Wön in a ondare Wöd", heißt es in deren Song "Khoids Wossa".

Patienten besser zuhören

Afrika – nicht nur ein komplett anderer Kontinent, vielmehr ein mutiger Sprung in eine völlig andere Welt. Was sind die größten Herausforderungen für eine europäische Ärztin? "Man muss mit einfachen Mitteln auskommen und Krankheiten auch ohne Laboruntersuchungen diagnostizieren. Dazu kommt, dass es in Afrika viele Krankheitsbilder gibt, die wir bei uns nicht kennen", so Giera.

Dafür lerne man aber, den Patienten genauer zu zuhören, das nehme sie auch für sich als Ärztin nach Linz mit. Die 32-Jährige macht aktuell ihre Facharztausbildung zur Intensivmedizinerin am Linzer Uniklinikum.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ehrlich am 29.06.2018 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ärzte ohne Grenzen sind unnütz

    Ärzte ohne Grenzen sollten mal besser Geburtenregelungen voran treiben, statt Frauen, die endlos Kinder in die Welt setzen ohne dass sie sie versorgen können auch noch zu helfen weitere zu bekommen! Es gibt Hormonspritzen, die für eine dreijährige Kinderlosigkeit sorgen, das wäre mal echte Hilfe von Ärzten ohne Grenzen!

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  • Ehrlich am 29.06.2018 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ärzte ohne Grenzen sind unnütz

    Ärzte ohne Grenzen sollten mal besser Geburtenregelungen voran treiben, statt Frauen, die endlos Kinder in die Welt setzen ohne dass sie sie versorgen können auch noch zu helfen weitere zu bekommen! Es gibt Hormonspritzen, die für eine dreijährige Kinderlosigkeit sorgen, das wäre mal echte Hilfe von Ärzten ohne Grenzen!