Zwei Parteien dagegen

30. November 2016 19:33; Akt: 03.02.2017 03:42 Print

Hitler-Geburtshaus: Nationalrat beschließt Enteignung

Seit Mittwoch ist es fix: Die Besitzerin des Geburtshauses von Adolf Hitler in Braunau wird enteignet. Die Stimmenmehrheit von SPÖ, ÖVP, Grünen und Neos reichte im Innenausschuss des Nationalrats. Dagegen waren FPÖ und - mit einer skurrilen Begründung - das Team Stronach.

 (Bild: Daniel Scharinger)

(Bild: Daniel Scharinger)

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Vier Parteien - die Mehrheit der Nationalratsabgeordneten - stimmten für ein Gesetz zur Enteigung. Dagegen waren die FPÖ und das Team Stronach. 

Walter Rosenkranz von der FPÖ hätte es lieber gesehen, dass die bereits seit Jahren andauernden Gespräche mit der Besitzerin wieder aufgenommen werden. Die Freiheitlichen bezweifeln, dass man mit den geplanten Maßnahmen Neonazis vom Haus fernhalten kann.

Das Team Stronach plagen ganz andere Bedenken. Es sei nicht sicher, ob Hitler in dem Haus wirklich geboren wurde. Eine Enteignung geht der Partei zu weit. 

Weil sie verhindern wollen, dass Neonazis wie zu einem Wallfahrtsort pilgern, soll das Haus in Braunau umgestaltet werden. Was aus dem Haus werden soll, ist noch nicht fix. Innenminister Wolfgang Sobotka will sich mit Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer und dem Braunauer Bürgermeister Johannes Waidbacher abstimmen. 

Der Innenminister will einen Architekturwettbewerb ausschreiben. Sobotka könnte sich vorstellen, dass das Haus zum Beispiel von einer sozialpädagogischen Einrichtung genutzt wird. 

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