Landesgericht Ried

16. April 2019 11:01; Akt: 16.04.2019 11:12 Print

Tod durch Kugelbombe – Verkäufer muss in Haft

Nach dem Tod eines 17-Jährigen durch eine Kugelbombe stand am Dienstag der mutmaßliche Verkäufer des Pyro-Gegenstands in Ried vor Gericht.

Der Beschuldigte muss vier Monate ins Gefängnis. (Bild: Daniel Scharinger)

Der Beschuldigte muss vier Monate ins Gefängnis. (Bild: Daniel Scharinger)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Pünktlich um 8.30 Uhr betrat der Angeklagte (54) zusammen mit Staranwalt Andreas Mauhart Gerichtssaal Nummer 18. Er trug einen Trachtenanzug, darunter ein weißes Hemd. Er wirkte geknickt, als er auf dem Stuhl vor der Richterin Platz nahm.

Noch bevor es losging, besprach sich der Beschuldigte kurz mit seinem Verteidiger. Er zeigte sich gleich zu Beginn geständig.

Wie berichtet, soll der Angeklagte aus Ansfelden (Bez. Linz-Land) dem 17-jährigen David M. aus Eberschwang (Bez. Ried/Innkreis) eine Kugelbombe der Kategorie F4 verkauft haben.

Dies endete bekanntlich in einer fürchterlichen Tragödie. Beim Versuch, den pyrotechnischen Gegenstand zu zünden, wurde der Bursch tödlich verletzt.

Beschuldigter stellte sich bei der Polizei

Der Händler hätte dem 17-Jährigen den Feuerwerkskörper nicht verkaufen dürfen. Der Verkäufer stellte sich wenige Tage später selbst der Polizei. Es gab laut den Ermittlern bereits kurze Zeit vor seiner Selbstanzeige einen Verdacht gegen ihn.

Wegen des Vergehens der grob fahrlässigen Tötung musste sich der 54-Jährige am Dienstag vor dem Rieder Landesgericht verantworten.

Nach dreistündiger Verhandlung verkündete die Richterin das Urteil. Der Verkäufer bekam eine zwölfmonatige Haftstrafe (vier davon unbedingt) aufgebrummt – nicht rechtskräftig.

Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(mip)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul am 16.04.2019 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    4 Monate unbedingt

    Bei allem Respekt, aber da gibt es oft für vorsätzliche Körperverletzung oft weniger; manchmal sogar nur bedingte Strafen. Immerhin, der 17-Jährige (wahlberechtigt) hat sich schon selber in die Luft gesprengt.

  • JudgeDrees am 16.04.2019 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Strafmaß

    12 Monate 4 davon unbedingt.. für etwas das sich der Bursche auch in Tschechien besorgen hätte können ist eine unverhältnismäßige Strafe wenn man bedenkt daß es Kinderschänder gab die mit 8 Monaten Bewährung davon kamen. Härtere Strafen für Kinderschänder!! Jetzt!!

  • Nil am 16.04.2019 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht das er Österreicher ist

    Es ist ein großer Nachteil wenn man als Österreicher in Österreich vor Gericht steht. Da bekommt man die ganze Härte des Gesetz zu spüren, in Gegenteil zu allen Nichtösterreicher.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wm am 16.04.2019 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Bei Vergewaltigung geht er frei raus, siehe Tulln

  • Nil am 16.04.2019 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht das er Österreicher ist

    Es ist ein großer Nachteil wenn man als Österreicher in Österreich vor Gericht steht. Da bekommt man die ganze Härte des Gesetz zu spüren, in Gegenteil zu allen Nichtösterreicher.

  • JudgeDrees am 16.04.2019 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Strafmaß

    12 Monate 4 davon unbedingt.. für etwas das sich der Bursche auch in Tschechien besorgen hätte können ist eine unverhältnismäßige Strafe wenn man bedenkt daß es Kinderschänder gab die mit 8 Monaten Bewährung davon kamen. Härtere Strafen für Kinderschänder!! Jetzt!!

  • Franz am 16.04.2019 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Sprengstoffhändler

    3 Jahre wären angebracht wegen vorsätzlicher Gefährdung mit Sprengmitteln.

  • Paul am 16.04.2019 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    4 Monate unbedingt

    Bei allem Respekt, aber da gibt es oft für vorsätzliche Körperverletzung oft weniger; manchmal sogar nur bedingte Strafen. Immerhin, der 17-Jährige (wahlberechtigt) hat sich schon selber in die Luft gesprengt.