29. April 2009 21:24; Akt: 30.04.2009 08:33 Print

Mühlkreisbahn bleibt erhalten

Der schwarz-rote Streit um ein Verkehrskonzept für den Zentralraum geht in die nächste Runde. Baureferent LH-Stellvertreter Franz Hiesl wirft dem roten Öffi-Referenten Erich Haider vor, dass er zu seiner 500-Millionen-Bim nicht einmal einen Plan vorlegen kann.

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Wie berichtet, ortet LH-Stellvertreter Haider (SPÖ) einen Alleingang seines Kollegen Hiesl (ÖVP): Die Mühlkreisbahn soll eingestellt werden, wetterte der SPÖ-Chef. Baureferent Hiesl will in die Diskussion jetzt mehr Sachlichkeit bringen und reagiert auf den Heute-Bericht von Mittwoch: Ich will nicht, dass diese Vergleichsstudie ein Wahlkampfthema wird. Haider spielt nicht mit offenen Karten, er hat ja bis heute nicht einmal einen Plan seines Regio-Liners vorlegen können.  Das wichtigste sei jetzt, beide Systeme - Regio-Liner und City-S-Bahn - miteinander zu vergleichen. Daran arbeiten internationale Experten. Kosten für das Gutachten: 317.000 Euro. Die Expertise wird im Juni erwartet. Unabhängig von dem Ergebnis würden Spekulationen gar nichts bringen, sagt Hiesl: Haider hat mitgestimmt, diese Studie erstellen zu lassen. Ich bleibe dabei emotionslos und warte, welches Projekt den besseren Nutzen trägt: entweder System A oder B. Wir müssen auf die Meinung der Experten warten.

Die Verzögerungstaktik von Haider habe nur ein Ziel, so Hiesl: Er will die Diskussion auch im Herbstwahlkampf führen. Ähnlich dem Gag mit dem Regio-Liner, der gut platziert vor der Nationalratswahl gesetzt wurde. Morgen, Freitag, will Hiesl eine lückenlose Chronologie der Vorgänge vorlegen. Sie soll beweisen, dass das schwarze Baubüro nie mit falschen Karten gespielt hat.

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