Neue Details

13. März 2019 19:00; Akt: 13.03.2019 19:09 Print

Das weiß man jetzt zum Sturmhauben-Raser

Mit bis zu 250 km/h war vergangene Woche ein Audi-Fahrer samt Beifahrer vor der bayerischen Polizei geflüchtet. Beide trugen Sturmmasken. Jetzt gibt es neue Details.

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228 km/h! Polizei jagt Sturmhauben-Raser. (Polizei) In der Nacht auf Mittwoch ist es auf der A8 im deutschen Bergen (Bayern) zu einer spektakulären Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und einem Audi-Raser gekommen. Kurz nach Mitternacht wollte die Polizei einen schwarzen Audi auf einer Kreisstraße stoppen. Der Lenker bremste Medienberichten zufolge zunächst auch ab, trat dann aber ordentlich auf das Gaspedal. Bei seiner Flucht vor der Polizei warf der Fahrer des PS-starken Pkws dann sogar sogenannte Krähenfüße aus dem Fenster, um die Beamten abschütteln zu können. Bei Krähenfüßen handelt es sich um Wurfeisen aus spitzen Metallstiften. Der Audi-Lenker fuhr schließlich auf die A8 auf und flüchtete in Richtung Österreich. Dabei beschleunigte er das Auto auf bis zu 250 km/h. Auch auf der Autobahn soll der Fahrer Krähenfüße auf die Straße geschmissen haben. Laut Polizei gelang es den Beamten den Wagen bis kurz hinter der Grenze zu verfolgen, bei Hallein in Salzburg verloren sie allerdings die Spur des Audis. Auch die alarmierte österreichische Polizei konnte den Lenker nicht aufhalten. Er entkam. Laut Polizei gelang es den Beamten den Wagen bis kurz hinter der Grenze zu verfolgen, bei Hallein in Salzburg verloren sie allerdings die Spur des Audis. Auch die alarmierte österreichische Polizei konnte den Lenker nicht aufhalten. Er entkam. Durch die Krähenfüße wurden mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt. Örtlichen Medien zufolge mussten drei Dienstautos mit platten Reifen die Verfolgung abbrechen. Zudem konnten fünf weitere Fahrzeuge ebenfalls wegen Plattfüßen nicht weiterfahren. Die Fahndung nach dem Audi-Lenker läuft auf Hochtouren, die genaue Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt. Solce "Krähenfüße" warf der Audi-Raser aus dem Fenster.

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Wie berichtet wollte in der Nacht von 5. auf 6. März eine Streife der Polizei Traunstein im oberbayerischen Bergen einen Audi-Fahrer mit österreichischen Kennzeichen kontrollieren. Der Lenker aber drückte aufs Gas und flüchtete.

Der Audi S6 raste – teils mit bis zu 250 km/h – über die A8 in Richtung Salzburg, wurde dabei von der Polizei verfolgt, konnte aber kurz nach dem Grenzübergang Walserberg dennoch weiter entkommen. Denn: Der Fahrer und sein Kumpane (beide trugen Sturmhauben) hatten "Krähenfüße" aus dem Auto geworfen – damit die Reifen der Polizeiautos platt gemacht.

Auf der A10 (in Fahrtrichtung Villach) wurde der Wagen dann noch bei Salzburg geblitzt – mit rund 228 km/h. Danach verliert sich die Spur des "Sturmhauben-Rasers".

Was die Polizei bisher ermittelt hat:

● Der dunkle Audi S6 mit verdunkelter Scheibe wurde im niederösterreichischen Hart bei St. Pölten von einem Autohaus gestohlen.

● Die am Audi angebrachten Kennzeichen wurden im oberösterreichischen Hörsching im Bezirk Linz-Land gestohlen.

● Die Polizei geht davon aus, dass der Lenker an einer der vier Ausfahrten (Salzburg-Süd, Puch-Urstein, Hallein oder Golling) die Autobahn verlassen haben muss.

● Darüberhinaus gehen die Ermittler weiterhin davon aus, dass es einen Zusammenhang mit dem Einbruch in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Erlstätt im Landkreis Traunstein (D) gibt, bei dem ein Rettungsspreizer im Wert von 20.000 Euro gestohlen wurde.

● Beim Auto auffällig ist, dass sich an der heruntergeklappten Sonnenblende der Beifahrerseite ein sogenanntes "Sunshild-Flash" also ein LED-Blitzlicht befindet. Markant für die S-Variante der Marke Audi sind unter anderem die silber lackierten Außenspiegel sowie vier Auspuffrohre.

Die Polizei bittet um Hinweise an die PI Traunstein unter 0049 861/98730.

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(cru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • roni am 13.03.2019 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    ein tipp an

    unsere polizei - jede kugel ist schneller als der audi -- sturmhaube und 250km/h da sollte eigentlich nicht mehr überlegt werden wie die anhaltung erfolgt

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  • Driver am 13.03.2019 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Sunshild-Flash = Blaulicht

    Wieso schreibt ihr nicht einfach, dass es sich um ein Blaulicht handelt? Damit verschaffen sie sich freie Fahrt. Die haben offenbar was Größeres vor. Ich würde jede Tankstelle in die Suchfahndung miteinbeziehen, auch grenznahe. Sobald ein Audi S6 auftaucht, Meldung machen und Video der Tanke auswerten.

  • Inspektor Clouseau am 13.03.2019 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    kein Schuß im Dunkeln.

    Titel dieses Krimis: Profis und Amateure, oder kein Schuß im Dunkeln. Hauptdarsteller: Gestohlener Audi, gestohlene Kennzeichen, Sturmhauben, geworfene Krähenfüße. Nebenrolle: Glock (?) und Funkgeräte sicher verwahrt in der Tasche.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • josef am 14.03.2019 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Autos verschwinden einfach

    getankt haben die nicht?Müssen doch irgendwo tanken.Garagenplatz oder etc.?Wird ja wohl nicht noch immer fahren.

  • Dodo2340 am 14.03.2019 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    Größerer Coup

    Bei einer derartigen Ausrüstung - Sturmhauben, Krähenfüsse ... - haben die vermutlich einen größeren Coup geplant.

  • PeterKarl am 14.03.2019 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum haben die

    Umwelt Schummel Schleudern überhaupt noch immer eine Betriebserlaubnis?

  • Kiwaraseihawara am 14.03.2019 05:26 Report Diesen Beitrag melden

    Geiz ist geil

    An alle Schieß- und Killwütigen hier: Wir sind nicht in den USA. Wenn nur die geringste Gefahr besteht, dass Unbeteiligte be- bzw. getroffen werden könnten, ist der Gebrauch von Schusswaffen verboten. Erst recht beim Fehlen einer akuten Gefahr - und schnell fahren ist keine Lebensgefahr. Ein paar koordiniert eingesetzte LKW bremsen solche Irren aus - hätte man die Möglichkeit dazu. Sicherheitskameras an allen Auf- und Ausfahrten wären eine weitere. Mehr Polizei auch. Anfunken - Straßensperre. Aber mit wem???

  • Calimero am 13.03.2019 21:27 Report Diesen Beitrag melden

    Durch unprofessionelle Vorgehensweise

    der Exekutive kam es zu unnötiger Gefährdung von mehreren Zivilpersonen, die wohl auf dem Schaden durch die Krähenfüsse sitzen bleiben. Man kann von Glück reden, dass bei dem Tempo welches auf deutschen Autobahnen völlig legal gerast wird, nicht durch die beleidigten Reifen Tote gegeben hat.

    • Cerebrum am 14.03.2019 06:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Calimero

      Pseudowissen. In diesem Gebiet darf man NICHT rasen.

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