Pole verurteilt

04. Juni 2018 13:24; Akt: 04.06.2018 13:24 Print

78.000 Euro: Opferstock-Bande räumt Kirchen leer

Dieser Bande ist offenbar nichts heilig! Ein Pole soll mit Komplizen 78.000 Euro aus Opferstöcken in Linzer Kirchen gestohlen haben – zweieinhalb Jahre Haft.

Der 52-jährige Pole fasste zweieinhalb Jahre Haft (ohne Bewährung) aus.   (Bild: W.M.)

Der 52-jährige Pole fasste zweieinhalb Jahre Haft (ohne Bewährung) aus. (Bild: W.M.)

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Mit einem Taschentuch in der Hand und fast weinerlichem Blick nahm der Beschuldige Montagvormittag im Saal im zweiten Stock des Linzer Landesgerichts Platz.

Dabei dürfte dem 52-Jährigen gar nichts heilig sein. Denn wie die Staatsanwaltschaft behauptet, ist der Pole Chef einer dreisten Opferstock-Bande. Diese hat zwischen Mai und November vergangenen Jahres in Kirchen im Großraum Linz zahlreiche Opferstöcke aufgebrochen.

Dem Mann, der bereits fünf Mal einschlägig vorbestraft ist, wird ein Schaden von mindestens 78.000 Euro vorgeworfen. Knapp 11.000 Euro soll er selbst erbeutet haben, den Rest kassierte er in Form einer 70-prozentigen „Beteiligung“ von einem Mittäter, den er eingeschult und schließlich gezielt von Pfarre zu Pfarre geschickt hatte.

Die Täter bauten dabei auf ein speziell präpariertes Werkzeug. Mit einer Schnur oder einem Draht, die mit Klebstoff versehen waren, fischten sie Geldscheine und Münzen heraus.

Der Komplize, der bereits im Vorfeld ein Geständnis ablegte und zu drei Jahren Haft verurteilt worden war, belastete den Polen schwer. "Er hat hat ein Alkoholproblem und er ist ein alter Dieb. In Polen ist er schon 15 Jahre im Gefängnis gesessen", wollte der 52-Jährige die Anschuldigungen seines früheren Weggefährten erklären.

Im März diesen Jahres kam die Polizei dem Polen schließlich auf die Schliche. Da in einer Pfarre in Perg immer wieder Geld aus einem Opferstock fehlte, wandten sich die Verantwortlichen an die Exekutive. Bis zum heutigen Prozesstermin saß der 52-Jährige in Untersuchungshaft.

Montagmittag wurde der Pole zu zweieinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Der Angeklagte nahm die Entscheidung an und verzichtete auf Rechtsmittel. Das Urteil ist somit rechtskräftig.

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(mip)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TantePolly am 04.06.2018 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Verbrechen lohnt sich.

    78.000 / 30 Monate = 2.600 netto pro Monat.

  • Horst am 04.06.2018 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Fromm

    Sind wohl doch nicht alle Polen so fromm...

  • franczo am 04.06.2018 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    eine Freude diese urteile

    der wird einen schock für sein ganzes leben bekommen haben als im das abschreckende urteil verlesen wurde,der arme kerl wird sicher psychologisch betreut werden müßen denn mit so hoher strafe hat er sicher nicht gerechnet,DAS IST JA FAST LEBENSLÄNGLICH

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Daytonaa suxxx am 28.06.2018 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ala

    Der Eingeschulte 3 Jahre und der Mentor, Drahtzieher mit mrhr Diebesgut für sich 2,5 Jahre? Fehlt dem Richter jetzt ehrlich mal ein Chromosom????

  • Sucher am 06.06.2018 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    Kirchen

    Stimmt für die Kirchen doch nicht daß, geben Seliger ist als nehmen.

  • Stefan am 05.06.2018 05:45 Report Diesen Beitrag melden

    Schaden

    wer bezahlt den Schaden ?? ich hoffe doch stark ...das die Diebe gepfändet werden ?!!

  • franczo am 04.06.2018 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    eine Freude diese urteile

    der wird einen schock für sein ganzes leben bekommen haben als im das abschreckende urteil verlesen wurde,der arme kerl wird sicher psychologisch betreut werden müßen denn mit so hoher strafe hat er sicher nicht gerechnet,DAS IST JA FAST LEBENSLÄNGLICH

  • TantePolly am 04.06.2018 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Verbrechen lohnt sich.

    78.000 / 30 Monate = 2.600 netto pro Monat.