Bushaltestelle ist weg

11. Dezember 2018 07:34; Akt: 11.12.2018 07:34 Print

Schüler sollen gehen, wo Pkw mit 100 km/h fahren

Die Bushaltestelle Unterlacken an der B127 (Bez. Urfahr-Umgebung) wird aufgelassen. Gefährlich für die ortsansässigen Schüler! Sie müssen neben der schnellbefahrenen Straße gehen.

Gefährlicher Schulweg! Kinder in Feldkirchen müssen ab Montag neben der schnellbefahrenen B127 gehen.  (Bild: Screenshot Facebook)

Gefährlicher Schulweg! Kinder in Feldkirchen müssen ab Montag neben der schnellbefahrenen B127 gehen. (Bild: Screenshot Facebook)

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"Es gibt kein Straßenbankett (Gehweg) zwischen der aufzulassenden Bushaltestelle Unterlacken und der nächststehenden Bus-/Bahnhofshaltestelle".. "auch keine Kennzeichnung bzw. keine klaren Sichtverhältnisse entlang der B127 für Fußgänger und Lenker", schreibt eine Anrainerin auf Facebook. Sie hat Angst um ihre Kinder.

Die müssen, um zur nächstgelegenen Bushaltestelle zu kommen, ab Montag zu Fuß fast zwei Kilometer neben der starkbefahrenen Rohrbacher Bundesstraße (B127) in Feldkirchen marschieren.

Eine gefährliche Situation für die ortsansässigen Kinder, die der Schule wegen, nicht anders können, als sich dieser Gefahr fast täglich auszusetzen.

Die Autos rauschen dort mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 100 km/h vorbei – und das eben zusätzlich noch bei schwierigen Sichtverhältnissen. Gerade in der bevorstehenden Winterzeit, bei Nebel und Schnee, ein großes Risiko.

"Das ist lebensmüde!!!!!"

Grund? Die Bushaltestelle Unterlacken, entlang der B127, wird mit dem neuen OÖVV-Fahrplan aufgelassen. "Sollen meine Kinder wirklich da lang?", fragt die besorgte Mutter auf Facebook, postet dazu ein Foto von der stockfinsteren B127.

Darauf zu sehen? Gerade noch die Scheinwerfer der schnellfahrenden Autos. Die Aufregung der betroffenen Eltern im Netz ist groß. "Das ist lebensmüde!!!!! Da lass ich meine Kinder dann zuhause!", schreibt eine Userin.

Haltestelle zu unsicher

Warum aber wird die Bushaltestelle aufgelassen? Sämtliche Haltestelle im oberen Mühlviertel wurden auf ihre Verkehrssicherheit hin überprüft. Das Ergebnis: die Haltestelle Unterlacken entspricht "aufgrund ihrer baulichen Ausführung nicht mehr den aktuellen Richtlinien", wie die OÖ-Nachrichten Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) aus einer Stellungnahme zitieren.

Paradox aber wahr: Die Haltestelle ist für den Verkehr zu unsicher. Für eine Bewilligung wäre ein Umbau nötig und der sei nicht umsetzbar und außerdem nicht rentabel. Denn die aktuellen Fahrgastzahlen stünden "in keinem Verhältnis zum Nutzen eines Umbaus", so Steinkellner.

Die Verantwortung liegt also damit bei den Autolenkern, wie einer Lenkerin im Netz bewusst ist: "Wahnsinn wenn da Kinder gehen müssen!!! Ich fahr morgen 30 kmh - damit nix passiert".

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(cru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • EyeofOT am 11.12.2018 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lenkerin

    Sehr schlimm dass sowas zugelassen wird! Es besteht nicht nur die Gefahr für die Kinder sondern auch für die Autofahrer selbst! Die Lenkerin was meint 30 km/h zu fahren ist nicht besser. Erstens ist es dann eine Verkehrsbehinderung und zweitens, Sie riskiert das andere Autofahrer gefährliche Manöver starten werden! Meine Meinung dazu... Einfach nur unnötig, lasst die Bushaltestelle da wo sie war, ist ja nie was schlimmes passiert wo er dort angehalten hat oder?

  • erik am 11.12.2018 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    scherzküberl

    Immer auf die kleinen, aber man will ja auch die Verkehrstoten reduzieren, gehören Schüler wahrscheinlich nicht dazu!!?? Wehe es würde ein Politikerkind dort wohnen!!!

  • Armin Wulf am 11.12.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kampf den Raserinnen

    Tempo 30 Zone einrichten. Radar, Planquadrat und Strafen ab 500.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wioletta am 11.12.2018 22:13 Report Diesen Beitrag melden

    Feldkirchen an der Donau

    Den gleichen Problem hab ich wir wohnen in walding aber an der Bundestrasse B127 richtung Rohrbach Zug fährt vor der Nase vorbei genauso wie Bus aber bis zur nächsten Haltestelle sind fast 2-3 km die mein Sohn über die Bundesstraße gehn müsste da es keine Fußgängerzone gibt bzw. Güterweg und das lass ich nicht zu den wie gesagt die rasen wie verückt und nehmen kein Rücksicht ob mit Auto oder zu Fuß man unterwegs ist.Schulbusse fahren jeden Tag vorbei aber die Fa.Hamerschmied meint mein Sohn entspricht nicht den Voraussetzungen und deshalb seit Mai mein Mann hat gekündigt und bringt ihn selbst

  • Armin Wulf am 11.12.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kampf den Raserinnen

    Tempo 30 Zone einrichten. Radar, Planquadrat und Strafen ab 500.

  • Tammy Bogner am 11.12.2018 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Spezialisten

    Bei den Bauern hat jeder ein Auto . Aber das sie ihre Kinder die paar hundert Meter zum Bus führen , auf die Idee kommt keiner .

    • TINA am 13.12.2018 15:17 Report Diesen Beitrag melden

      Öffis

      Für was haben wir dann Öffis die von Land gefördert werden wenn wir dann wider mit dem Auto fahren??

    einklappen einklappen
  • Maler am 11.12.2018 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Da lernen sie gleich wie schnell das Leben an einem vorbeiziehen kann..

  • EyeofOT am 11.12.2018 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lenkerin

    Sehr schlimm dass sowas zugelassen wird! Es besteht nicht nur die Gefahr für die Kinder sondern auch für die Autofahrer selbst! Die Lenkerin was meint 30 km/h zu fahren ist nicht besser. Erstens ist es dann eine Verkehrsbehinderung und zweitens, Sie riskiert das andere Autofahrer gefährliche Manöver starten werden! Meine Meinung dazu... Einfach nur unnötig, lasst die Bushaltestelle da wo sie war, ist ja nie was schlimmes passiert wo er dort angehalten hat oder?