Keine Wanderschuhe

09. Mai 2019 05:00; Akt: 08.05.2019 14:24 Print

Rettung vom Berg kostet Frau bis zu 1.000 Euro

Jene Frau, die in Bad Ischl vom Berg gerettet werden musste, wird bald eine Rechnung erhalten. Die Rettungsaktion kostete zwischen 600 und 1.000 Euro.

Eine Frau wurde aus steilem Gebiet gerettet. Sie hatte nur Turnschuhe an. (Bild: Bergrettung)

Eine Frau wurde aus steilem Gebiet gerettet. Sie hatte nur Turnschuhe an. (Bild: Bergrettung)

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Insgesamt waren acht Bergretter der Ortsgruppe Bad Ischl (Bez. Gmunden) im Einsatz, dazu ein Alpinpolizist und als "Backup" ein Polizeihubschrauber.

Grund: Eine 45-Jährige aus dem Bezirk Wels-Land wollte auf die Katrin Bergstation wandern, obwohl am Berg noch viel Schnee lag.

Die Frau folgte auf 1.360 Metern Seehöhe Spuren im Schnee, wollte so zum Gipfel.

Plötzlich kam sie in steiles Gelände, traute sich nicht mehr weiter.

Sie rief den Notruf, zwei Bergretter stiegen auf, der Rest blieb "auf Abruf" im Tal. Die Retter brachten die Frau zur Seilbahn, von dort fuhr sie ins Tal.

"Die Ausrüstung der Frau war mangelhaft, da sie weder einen Rucksack mitführte noch geeignetes Schuhwerk für die vorherrschenden Bedingungen trug. Zu ihrem alpinen Erfahrungsstand befragt, gab sie selbst an, dass sie selten bis nie auf die Berge geht", so die Polizei in einer Aussendung.

Kein Rucksack und nur Turnschuhe an

Die Frau trug nur Turnschuhe, wie "Heute" erfuhr.

Die Kosten für den Einsatz dürften sich auf 600 bis 1.000 Euro belaufen. Die Rechnung dafür wird der Wanderin bald ins Haus flattern.

Allerdings: Mit ihrer schlechten Ausrüstung hat das nichts zu tun. Die Kosten für Einsätze müssen die Betroffenen in der Regel immer selbst bezahlen. Natürlich können Versicherungen den Betrag abdecken. Und teilweise verzichten die Ortsgruppen der Bergrettung darauf, eine Rechnung zu stellen.

Erst am Dienstag sorgten zwei Deutsche für Schlagzeilen. Sie wurden Anfang Februar von der Bergrettung Tirol vom Berg geholt. Einem waren die Kosten für die Rettung von 2.261 Euro zu hoch. Er will vor Gericht geringere Kosten einklagen.

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(rep)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wer zahlt denn sonst am 09.05.2019 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Verursachte Kosten müssen bezahlt werden

    Das kommt von der heutige immer öfter zu findende Einstellung "ich darf beliebig dumm handeln", aber die anderen müssen mich retten oder helfen. Kostenlos war das nie, aber die Anderen wollen nicht mehr für jeden Unsinn zahlen. Echte Unfälle werden ja fast immer durch Versicherungen gedeckt.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wer zahlt denn sonst am 09.05.2019 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Verursachte Kosten müssen bezahlt werden

    Das kommt von der heutige immer öfter zu findende Einstellung "ich darf beliebig dumm handeln", aber die anderen müssen mich retten oder helfen. Kostenlos war das nie, aber die Anderen wollen nicht mehr für jeden Unsinn zahlen. Echte Unfälle werden ja fast immer durch Versicherungen gedeckt.

    • püppi am 09.05.2019 09:02 Report Diesen Beitrag melden

      Selber schuld

      wer im Schnee wandert braucht das passende Schuhzeug,daher ist die Geldsummegerechtfertigt,Dummheit wird bestgraft und daher hab ich auch kein Verständnis für die Wanderin!

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