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19. März 2019 18:30; Akt: 20.03.2019 10:15 Print

So arbeitet Österreichs einzige Tatortreinigerin

Die Bad Ischlerin Claudia Kettner (33) ist Österreichs einzige Tatortreinigerin. In einem Video und Interview mit "Heute" spricht sie über ihren Job.

Quelle: privat
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Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich auf Tatortreinigung zu spezialisieren?

Seit 2013 habe ich meine Firma, Tatortreinigungen werden seit Anfang 2018 von mir durchgeführt. Ich habe mich schon einige Zeit vorher mit der Reinigung von Messiewohnungen beschäftigt und mehrfach durchgeführt, im Zuge meiner Recherchen bin ich auf dieses Thema gestoßen und es hat mich gefesselt - die Tätigkeit an sich erfordert ein sehr hohes Maß an Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit. Darüber hinaus natürlich einen starken Magen und eine gefestigte Psyche.

Wie wird man eigentlich Tatortreinigerin?

Seit 2018 verfüge ich über die Gewerbeberechtigung als Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger. Meine zusätzliche Qualifikation als zertifizierte Tatortreinigerin habe ich mir im Rahmen eines Lehrgangs erworben.

Bildergalerie zu Österreichs einziger Tatortreinigerin

Sie sind als einzige Bad Ischlerin Tatortreinigerin, sind Sie auch die einzige Frau in ihrem 14-köpfigen Team?

Ich bin die einzige weibliche zertifizierte Tatortreinigerin Österreichs, aber in meinem Team finden sich mehrere sehr engagierte und fleißige Mitarbeiterinnen - für Tatortreinigungen musste ich allerdings feststellen, sind eher Männer geeignet - vielfach sind Möbel zu entsorgen, oder umzustellen - oder, wenn Flüssigkeiten in Bödenaufbauten oder Mauerwerk eindringen konnte - Bödenbeläge abzutragen oder Stemmarbeiten durchzuführen.

Gibt es irgendeinen bekannten Fall in Österreich der durch die Medien ging, in dem Sie nachher sozusagen aufgeräumt haben?

Ich sehe diese sehr spezielle Arbeit als Vertrauensarbeit an den Hinterbliebenen und würde mit bekannten, von mir gereinigten Tatorten niemals an die Öffentlichkeit gehen, schließlich ist oftmals ein Mensch zu Tode gekommen - aber natürlich muss man Tatortreinigungen durchführen, von welchen man in den Tageszeitungen liest.

In welchen Situationen graust man sich am meisten vor/bei der Arbeit?

Ganz allgemein härtet einen diese Tätigkeit sehr ab - intensiv sind allerdings meist die Situationen, in welchen ein Messie in seiner Wohnung stirbt, oder generell im Falle längere Liegezeiten.

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(cru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MrRay am 20.03.2019 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    wäre kein Job für mich, aber einer muss es ja machen.

  • Heimatland am 20.03.2019 03:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was anderes zählt wohl nicht

    So arbeitet... hoffentlich genauso korrekt wie ihre männlichen Kollegen!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • MrRay am 20.03.2019 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    wäre kein Job für mich, aber einer muss es ja machen.

  • Heimatland am 20.03.2019 03:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was anderes zählt wohl nicht

    So arbeitet... hoffentlich genauso korrekt wie ihre männlichen Kollegen!

    • Claudia Kettner am 20.03.2019 09:40 Report Diesen Beitrag melden

      Frau

      Hallo, warum sollte es da einen Unterschied geben? Mfg RG-TATORTREINIGUNG

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